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8. Oktober 2009

Kulturspiegel

Literaturnobelpreis für Herta Müller

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an die deutsche Schriftstellerin Herta Müller. Das gab das schwedische Nobelpreiskomitee am Donnerstag (8. Oktober 2009) in Stockholm bekannt. Die aus dem rumänischen Banat stammende, in Berlin lebende Autorin habe auf unnachahmliche Weise „mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit“ gezeichnet, heißt es in der Begründung. Der mit 1,09 Millionen Euro dotierte Nobelpreis wird am 10. Dezember in Stockholm vergeben. Der letzte deutsche Schriftsteller, der diese Auszeichnung erhalten hat, war 1999 Günter Grass. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 44 mal kommentiert.

  • Schreiber

    1Schreiber schrieb am 08.10.2009, 18:08 Uhr:
    Die Gratulation hat Müller absolut verdient und dass man sich bei ihr bedankt ist mehr als gerechtfertigt.

    Übel wird mir, wenn ich die sich gerade überschlagenden Nachrichten und Schlagzeilen lese: der Literaturnobelpreis muss gleich x-fach vergeben worden sein.

    Eine Rumänin, eine Deutschrumänin (ZDF), eine Rumäniendeutsche, eine rumänische Deutsche - und weiß Gott wer noch alles - sogar eine Deutsche (ARD) - soll ihn bekommen haben. Das alles zeigt, wie unglaublich wichtig die Verleihung gerade an Herta Müller für uns alle ist.
  • Armin_Maurer

    2Armin_Maurer schrieb am 08.10.2009, 19:19 Uhr:
    Vor nur einigen Monaten noch löste der Name „Herta Müller“ bei vielen Kommentatoren in siebenbürgischen und banater Internetforen Stürme der Entrüstung aus; – wegen angeblicher Volksbeleidigung gegen ihre Landsleute und die Nestbeschmutzung durch die zuweilen fäkalische Wortwahl in ihren Büchern.

    Mit dem heutigen Tag und der Verleihung des Literaturnobelpreises an Herta Müller scheinen alle Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen mit einem Male wieder versöhnt zu sein mit „ihrer“ vielgeschmähten Autorin. Fast haben sie ein wenig das Gefühl, durch die unerwartete Entscheidung aus Stockholm gleichsam mitgeadelt worden zu sein (Fäkalsprache hin, Fäkalsprache her).

    Und tatsächlich zeigt sich jetzt, dass dieses die Stimme ist, durch welche die Welt in bleibender Weise vom Schicksal der in die Auflösung getriebenen Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben erfahren wird.

    Wir haben es hier mit einer Art „Auferstehungwunder des Selbstbewusstseins“ zu tun: Fühlte sich vor der großen Würdigung des Lebenswerkes von Herta Müller somancher durch ihre kritischen Töne gedemütigt, so ist er nun geneigt, sich mit aufs Podest gehoben zu fühlen.

    Ob uns die deutschen Medien bei dieser Gelegenheit das Kainsmal der „Rumäniendeutschen“ von der Stirn wischen und Herta Müller korrekt als „Banater Schwäbin“ bezeichnen werden, ist vermutlich schon zu viel der guten Hoffnung.

    [Beitrag am 08.10.2009, 19:33 von Armin_Maurer geändert]
  • Günther

    3Günther schrieb am 08.10.2009, 19:26 Uhr:
    Auch der Bundesgeschäftsführer des Verbandes wird in einigen Pressemeldungen zitiert: «Dass sie mit diesem Thema überzeugt hat, freut uns sehr», sagte der Bundesgeschäftsführer des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, Erhard Graeff, mit Blick auf das Buch «Atemschaukel», in dem Müller über die Deportationen von in Siebenbürgen lebenden Deutschen nach Russland im Jahr 1945 schreibt. Dass jemand dieses Thema aufgegriffen habe, nannte Graeff «wichtig und eine große Leistung».
  • Armin_Maurer

    4Armin_Maurer schrieb am 08.10.2009, 19:31 Uhr:
    Gab es auch schon vor der Ankündigung der Literaturnobelpreisverleihung seitens dieser Personen so lobende Worte für Herta Müller (denen ich mich freilich ganz & gar anschließen möchte)? Mich erinnern diese Hommagen sehr an die Schlagzeilen der Pariser Presse, als Napoleon sich zu seiner Herrschaft der Hundert Tage anschickte. Da hieß es zuerst „Das Ungeheuer hat Elba verlassen!“ und zuletzt „Seine Majestät der Kaiser ist wieder da!“.

    [Beitrag am 08.10.2009, 19:40 von Armin_Maurer geändert]
  • Günther

    5Günther schrieb am 08.10.2009, 19:44 Uhr:
    Armin Maurer schrieb: "Gab es auch vor dieser Preisverleihung so lobende Worte für Herta Müller (denen ich mich freilich ganz & gar anschließen möchte)?"

    Einfach mal die Suchfunktion dieser Webseite nutzen...
  • Armin_Maurer

    6Armin_Maurer schrieb am 08.10.2009, 20:06 Uhr:
    Armin Maurer hat die Suchfunktion genutzt & nichts Lobendes von offiziöser Seite gefunden, das vor dem 8. Oktober 2009 erschienen wäre. (Vielleicht hat er sich aber auch dumm angestellt; dann täte es ihm leid.)
  • Lavinia

    7Lavinia schrieb am 08.10.2009, 20:06 Uhr:
    @ schoger. "Der mit 1,09 Millionen Euro dotierte Nobelpreis..." Habt ihr einen anderen Umrechnungskurs? Denn ich las wiederholt was von knapp einer Mio...?
  • Günther

    8Günther schrieb am 08.10.2009, 20:12 Uhr:
    @Armin_Maurer
    Wow, so schnell alle 75 Artikel und 123 PDF-Dateien durchgesehen?
  • Armin_Maurer

    9Armin_Maurer schrieb am 08.10.2009, 20:16 Uhr:
    Na ja, verfolge das Thema schon seit geraumer Zeit (mit & ohne Suchfunktion).

    Ne, ne – da gibt es keine lobenden Worte seitens unserer offiziellen Vertreter. War wohl auch ein zu heißes Eisen, wenn man die Affronts bedenkt, die sich die aufrechte Herta Müller gegen diplomatische Vertreter Rumäniens so geleistet hat.

    Aber nun ändert sich der Zungenschlag bestimmt erfreulich & rasant.

    [Beitrag am 08.10.2009, 20:24 von Armin_Maurer geändert]
  • Christian Schoger

    10Christian Schoger schrieb am 08.10.2009, 20:44 Uhr:
    @ Lavinia
    Süddeutsche Zeitung, Spiegel, FOCUS und STERN haben das Preisgeld von 10 Millionen Kronen ebenso mit umgerechnet 1,09 Millionen Euro angegeben.
  • Schreiber

    11Schreiber schrieb am 08.10.2009, 20:53 Uhr:
    Ach Herr Maurer, es hätte mich ja gewundert, wenn Sie nicht sogar dieses wunderschöne Thema dafür nutzen, wieder einmal mit reinen Vermutungen gegen den Vorstand des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, den Sie gar sehr hassen müssen, stänkern.

    Bin nur neugierig, wann Sie sich auch hier - wie in der Sache Dr. Machat und OB Johannis - für Ihre unberechtigten Vorwürfe entschuldigen werden müssen.

    Die ausgesprochen positive Besprechung des Buches mit Dank an Herta Müller in der Siebenbürgischen Zeitung, noch lange bevor der Literaturnobelpreis zu erahnen war, haben Sie wohl überlesen. Schade.

    Haben nicht wieder Sie zu den Kritikern des Verbandes gehört, als der Müller-Kritiker Gibson wegen Müller-Diffamierung hier vom Verband gesperrt und mit Entzug der Schreibrechte belegt wurde?

    Grüße

    [Beitrag am 08.10.2009, 21:01 von Schreiber geändert]
  • Armin_Maurer

    12Armin_Maurer schrieb am 08.10.2009, 21:40 Uhr:
    Lieber Herr Schreiber,

    Ihr Weltbild ist freilich das schönere:

    [1.] Der Vorstand des Verbandes der Siebenbürger Sachsen liest in seiner Freizeit mit Vorliebe alles von Herta Müller und amüsiert sich königlich, wenn diese der Wochenzeitung „Die Zeit“ mitteilt: „Um die Spitzel in den eigenen Reihen hat sich die Landsmannschaft nie geschert.“ (Das ist nämlich auf die Banater Landsmannschaft gemünzt und man freut sich, dass man so anders ist als diese).

    [2.] Dr. Christoph Machat überantwortet die Bauwerke der Siebenbürger Sachsen dem Weltkulturerbe, ob da ein „Haus mit dem Hirschgeweih“ in Messerschmitt’sche Hände kommt, ist Nebensache.

    [3.] Bürgermeister Klaus Johannis, alias Iohannis, sorgt für die Rekolonialisierung Hermannstadts durch die Ansiedlung zahlungskräftiger Investoren auf aufgelassenen Sachsenfeldern.

    Wo gibt es das Siebenbürgische Institut für Gehirnwäsche, damit ich mir auch so ein Weltbild aneignen kann?

    Schöne Grüße – und bleiben Sie linientreu!,

    Ihr Armin Maurer
    (der sich auf seine Weise, aber nicht minder von ganzem Herzen, an dem großen Erfolg von Herta Müller freut)

    Richtigstellung: Selbstverständlich hasse (welch übles Wort!) ich den Vorstand des Verbandes der Siebenbürger Sachsen nicht im geringsten; ich vermisse oft eindeutige Positionen und finde, dass er zuweilen mit Rumänien, einem der korruptesten Staaten unserer Europäischen Union, zu sehr auf Schmusekurs geht, aber ansonsten bin ich ganz begeistert von der politischen Weitsicht der exponiertesten Häupter dieses Verbandes.

    [Beitrag am 08.10.2009, 21:51 von Armin_Maurer geändert]
  • Schiwwer

    13 • Schiwwer schrieb am 08.10.2009, 23:06 Uhr:
    Herr Maurer
    - Der Verband der Siebenbürger Sachsen gibt die Siebenbürger Zeitung heraus.
    - Die Siebenbürger Zeitung veröffentlichte die Rezension von Herrn Dr. M. Markel zu dem Buch "Atenmschaukel" von Herta Müller (8. September 2009), dazu gab es Kommentare.
    - Es gibt schon ewig lange einen Thread innerhalb der Siebenbürger Zeitung zum Thema "Herta Müller. EHRUNG".
    Ja mei, Herr Maurer was wolle Se mehr? "Na ja, verfolge das Thema schon seit geraumer Zeit (mit & ohne Suchfunktion)." ... ja Suchen ist anstrengender als Kommentieren...

    Ne, ne – da gibt es keine lobenden Worte seitens unserer offiziellen Vertreter. "

    Was wollen Sie? Dass Fabritius literarische Rezensionen schreibt und dafür Dr. Markel juristische Ratschläge erteilt?
    À propos: Was sind Sie so vom Fach? Vielleicht können Sie die juristischen Ratschläge übernehmen, Fabritius die literarischen Rezensionen und Dr. Markel die Abteilung "Kut mer låchen ïnt"...




    [Beitrag am 08.10.2009, 23:13 von Schiwwer geändert]
  • martini295

    14martini295 schrieb am 08.10.2009, 23:27 Uhr:
    Hatte mich schon den ganzen Abend gefragt, wo der Herta Müller "Chefkritiker" Carl Gibson bleibt....
    Danke, Schreiber, für des Beantworten meiner unausgesprochenen Frage.
    Wäre interessant gewesen, wie heftig seine Reaktion, auf den Nobelpreis ausgefallen wäre. (Ein bisschen Schadenfreude meinerseits schwingt da schon mit...)
    Offensichtlich ist die Qualität der Literatur, die Hertha Müller zu schaffen vermag, um Klassen besser, als das was der Philosoph Gibson an die Leser richtet.

    @ Armin_Maurer: Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass nur extreme Meinungen eine Veränderung herbeiführen.
    Ihre Polemik geht mir allerdings mittlerweile auf den Geist. Ich bin mir sicher, dass ich hier im Forum auch die Meinung einiger Anderen, die sich vielleicht nur dezent zurückhalten, wiedergebe.
    Damit Sie mich richtig verstehen. Als Schäßburger, teile ich Ihre Meinung von der Schweinerei, die Ihnen mit dem Bacon-Haus widerfahren ist.
    Aber: Haben Sie sonst keine andere Beschäftigung, als sich in jede Diskussion hier im Forum einzumischen um letztendlich doch immer bei dem gleichen Thema zu landen?
    Kämpfen Sie doch an den richtigen Fronten und berichten uns dann über Ihren (hoffentlich) Erfolg in der Angelegenheit.


  • Armin_Maurer

    15Armin_Maurer schrieb am 08.10.2009, 23:42 Uhr:
    Jetzt bin ich hier wieder „falsch missverstanden“ worden!

    Aber Nein, Schiwwer, Herrn Fabritius habe ich doch in diesem Zusammenhang gar nicht erwähnt. Und die Rezensionen von Dr. Markel sind wirklich „brilli“.

    Was mich nicht gelinde amüsiert (& mitunter auch ärgert), dass sind die Ovationen, mit denen berühmte Zeitgenossen gelegentlich vereinnahmt werden, ohne dass man sich deshalb auch ihre kritischen Standpunkte zueigen macht, geschweige denn zu Herzen nimmt.

    Die rumänischen Medien, z. B., überschlagen sich derzeit in der Absicht, Herta Müller als Autorin „rumänischer Abstammung“ vor den eigenen Karren zu spannen.

    Und unsere Leute tun glatt so einig mit ihr, als hätten sie mit gleicher Vehemenz wie sie gegen Ceauşisten, Post-Ceauşisten und Neo-Ceauşisten gekämpft. Stattdessen erlebe ich, dass sie verzweifelt herumlavieren und es sich mit den rumänischen Politikern jedweder Couleur auf keinen Fall verscherzen wollen.

    [Beitrag am 08.10.2009, 23:51 von Armin_Maurer geändert]
  • Armin_Maurer

    16Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 00:07 Uhr:
    @ martini295
    Verfolgen Sie bitte die obigen Kommentare & Sie werden sich darüber Rechenschaft geben, dass nicht ich es war, der in dezenter Weise Namen wie Dr. Machat und OB Johannis hier eingewoben hat. Damit solche Anspielungen von neuen Besuchern überhaupt verstanden werden können, habe ich eine Erklärung abgegeben.

    Zugleich möchte ich Ihnen versichern, dass mir selbst das leidige Thema „Haus mit dem Hirschgweih“ zum Hals heraus hängt, ich aber wohl recht daran tue, mir in böser Absicht zugespielte Bälle zurückzuschießen, oder?
  • Armin_Maurer

    17Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 09:06 Uhr:
    „Gegen das Vergessen?“ - Für das genaue Hinschauen!

    Herta Müller schreibt Gegenwartsliteratur, sie berichtet nicht bloß über das Ancien Régime Rumäniens. Ihre Schilderungen beschreiben die Zeit der Vorbereiterung und der Ausführung des Raubüberfalls der rumänischen Nationalkommunisten auf die Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen.

    Die Aufteilung der Beute aus diesem „Kleptogenozid“ erfolgt jetzt, vor den Augen Europas, im Rumänien von heute. Indem die Machthaber Rumäniens akribisch dafür sorgen, die gestohlenen Häuser und Grundstücke der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen zu behalten, stellen sie ein für alle Mal sicher, dass die Geschichte der Deutschen in Rumänien beendet ist.

    Wenn man im Verband der Siebenbürger Sachsen der Ansicht huldigt, Herta Müller spreche in ihren Werken aus, was auf uns allen lastet, dann wäre es doch nur folgerichtig, wenn man ihre Haltung gegen die Mitläufer und Nutznießer des Ceauşescu-Regimes mittragen und sich ohne jegliche Kompromissbereitschaft gegen die Oligarchen des heutigen Rumäniens stellen würde. Alles andere kann nur als Heuchelei gewertet werden.
  • Schreiber

    18Schreiber schrieb am 09.10.2009, 09:39 Uhr:
    Herr Maurer,

    es ist inzwischen beschämend und peinlich, wie Sie sogar an dieses Thema Ihren Dauerbrenner "Hausklau" und Ihre verqueren Ansichten über praktische Politik anzuhängen suchen. Es gibt inzwischen keinen einzigen Artikel oder kein Thema in diesem Forum, welches Sie nicht - wie die Pest oder ein Unkraut - sofort mit Ihrem anscheinend einzigen Anliegen verunreinigen. Könnten Sie sich nicht auf Ihre sowieso immer gleichen Postings in Ihrem Thread zur Restitution beschränken und auch andere Themen sich hier entwickeln lassen?

    Ich teile die vorstehende Einschätzung von Martini aus ganzem Herzen.

    Grüße

    [Beitrag am 09.10.2009, 09:41 von Schreiber geändert]
  • Armin_Maurer

    19Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 09:50 Uhr:
    @ Schreiber:
    Der Friedensnobelpreis ist noch nicht bekannt gegeben worden. Ich schlage Herrn Schreiber wegen seiner friedensstiftenden Maß... regelungen vor!
  • Armin_Maurer

    20Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 10:05 Uhr:
    Weshalb kam es denn in Rumänien zur entsetzlichen Diskriminierung der Deutschen, von denen Herta Müller ein so beredtes Zeugnis ablegt?

    Ist das Volk der Rumänen besonders sadistisch veranlagt, wie es der „Nationalheld“ Dracula zu suggerieren vermag? – Mitnichten!

    Was sich dort vollzog (und immer noch Bestand hat), war das Drängen großer armer Menschenmassen (vor allem aus der Walachei) in die bürgerliche Existenz, die sie neidvoll bei den gut situierten Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen ausmachten. Unter dem Schutzmantel des nationalen Kommunismus haben diese aus dem Leibeigenenstand stammenden Rumänen die Minderheiten der Deutschen systematisch verfolgt und auf gewinnbringende Weise vertrieben.

    Vermutlich, Herr Schreiber, sind Sie auch insgeheim der Ansicht, Herta Müller habe die Belletristik „wie die Pest oder ein Unkraut“ mit ihrem Dauerbrenner Diktatur während des rumänischen Nationalkommunismus „verunreinigt“.

    [Beitrag am 09.10.2009, 10:21 von Armin_Maurer geändert]
  • seberg

    21seberg schrieb am 09.10.2009, 13:06 Uhr:
    Wie gnädig und verständnisvoll Herr Maurer, dass sie "dem Volk der Rumänen" zugestehen, nicht besonders sadistisch veranlagt zu sein. Im nächsten Moment dann zeichnen Sie es (das Volk) als neidvoll veranlagte arme Teufel (also doch Dracula?), die uns Deutsche(?) systematisch(!) verfolgt und unsere bürgerliche Existenz vermarktet haben. Wohlgemerkt: sie meinen das Volk der Rumänen!

    [Beitrag am 09.10.2009, 13:19 von seberg geändert]
  • Armin_Maurer

    22Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 13:09 Uhr:
    Herr Schreiber, das wird diesmal nix mehr mit dem Friedensnobelpreis ;-)

    Aber ist es denn nicht doppelt erfreulich, dass einer der menschenfreundlichsten und visionärsten Präsidenten, die Amerika je hatte, parallel zu Herta Müller mit dem Nobelpreis beliehen wird!

    Es besteht immerhin die Aussicht, dass Barack Obama bei dieser Gelegenheit auch auf die Bücher von Herta Müller aufmerksam wird und dadurch besser erkennt, woher die rumänischen Gefängnisspezialisten so viel foltertechnisches Know-how besaßen, dass sie dem vor einem Jahr abgewählten amerikanischen Präsidenten George W. Bush recht hilfreiche Dienste anbieten konnten.

    Sobald man auf dieser Welt mehr darüber weiß, wie es den Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen in Rumänien während der letzten Dekaden so ergangen ist, wird sich vielleicht auch unser Schicksal als deutsche Migranten wieder wenden lassen.

    @ seberg: Es ist wahr – die Usbeken meinte ich nicht.

    [Beitrag am 09.10.2009, 13:11 von Armin_Maurer geändert]
  • seberg

    23seberg schrieb am 09.10.2009, 13:16 Uhr:
    Dass es in Deutschland einen weit verbreiteten latenten Rassismus gibt, egal ob er sich gegen "Usbeken" oder andere richtet, ist längst kein Geheimnis.

    [Beitrag am 09.10.2009, 13:17 von seberg geändert]
  • Michael_Sibiu

    24Michael_Sibiu schrieb am 09.10.2009, 13:23 Uhr:
    @Armin_Maurer
    "...[3.] Bürgermeister Klaus Johannis, alias Iohannis, sorgt für die Rekolonialisierung Hermannstadts durch die Ansiedlung zahlungskräftiger Investoren auf aufgelassenen Sachsenfeldern...."

    Sehr geehrter Herr Maurer,

    zu HM kein Kommentar von mir. Ich habe sie nicht gelesen. Und zu Dingen, von denen ich keine Ahnung habe, äussere ich mich nicht. Denn ich möchte hinterher nicht, wie Sie, mit eingkniffenen Schwanz mich zurückziehen müssen.
    Deshalb auch bei Johannis: Vorsicht. Wo sind die "offengelassenen Sachsenfelder" von denen sie schreiben? In Neppendorf? Da ist an die landlerischen, sächsischen und rumänischen Besitzern richtig Geld geflossen. Häuser in der Inenstadt? Wo? Welche? Nicht immer erst blöken und dann den Rückzug antreten müssen, sondern Fakten nennen.
    Im übrigen: Von den "zahlungskräftigen Investoren" will keiner kolonialisieren! Sie wollen etwas ganz banaleres: Geld verdienen.
    Im übrigen gehöre ich auch zu den "Neukolonialisten". Auch wenn wir nicht zahlungskräftig sind, da wir in bester kapitalistischer Tradition unser Geld in den Firmen investiert haben, muss ich bekennen, das wir auch dieser offensichtlich schlimmen Truppe angehören.
    Und noch eins: Nein! Ich gehöre nicht zu den besonderen Freunden des Herrn Johannnis. Doch ich habe in Hermannstadt schon gewohnt, bevor Herr Johannis hier Bürgermeister war und kann nur schreiben: Von mir aus kann er das Amt noch lange haben. Der Stadt hat es gut getan.
    Herr Johannis hat für Sibiu/Hermannstadt/Nagyszeben viel getan und das er 2008 mit 88% der Stimmen wiedergewählt wurde, zeigt nur, das er nicht der "sächsische" Bürgermeister, sondern der Meister der meisten Bürger in Sibiu/Hermannstadt/Nagyszeben ist.
    Und jetzt Ihr lieben Sachsen: feiert mal weiter Eure Herta Müller, aber denkt daran, der Morgen danach ist immer grausam.

    [Beitrag am 09.10.2009, 13:26 von Michael_Sibiu geändert]

    [Beitrag am 09.10.2009, 13:41 von Michael_Sibiu geändert]
  • Bäffelkeah

    25 • Bäffelkeah schrieb am 09.10.2009, 13:34 Uhr:
    @Michael_Sibiu

    Johannis und "Neukolonialisten" - das ist in diesem thread "Literaturnobelpreis für Herta Müller" eine glatte Themaverfehlung.
  • Michael_Sibiu

    26Michael_Sibiu schrieb am 09.10.2009, 13:39 Uhr:
    @Bäffelkeah
    Da gebe ich Ihnen recht. Aber lesen Sie mal den Beitrag 12 von Herrn Maurer auf dem beziehe ich mich.

    [Beitrag am 09.10.2009, 13:39 von Michael_Sibiu geändert]
  • Armin_Maurer

    27Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 14:29 Uhr:
    @ seberg:
    Eigentlich wollte ich mich nicht dazu entblöden, hier einen „politisch korrekten“ Deppendialog zu führen; nun tue ich es doch:

    Ich habe oben ausdrücklich erklärt, dass „die Rumänen“ als solche keineswegs sadistisch seien (wie es wohl auch den Deutschen nicht in den Genen lag, derlei Verbrechen während des Nationalsozialismus zu begehen). Mir das als Pauschalisierung des Rumänentums, ja gar als latenten Rassismus auszulegen, ist reine Niedertracht & entbehrt jeder Grundlage.

    Dass es in Rumänien eine soziale Umwälzung während des sogenannten „Sozialismus“ gab, werden Sie doch hoffentlich nicht bestreiten. Dass man sich im Zuge unserer (gemeint sind: Siebenbürger Sachsen & Banater Schwaben) Unterdrückung und Vertreibung (Menschen Hab und Gut zu konfiszieren und sie an ein anderes Land zu verkaufen kommt einer Vertreibung sehr nahe) einer rumänischen ("dako-römischen") Nationalidee bediente, müsste Ihnen doch auch bekannt sein.

    Wenn ich mich also auf die rumänisch-nationalistische Unterdrückung anderer Ethnien (betroffen waren & sind bekanntlich bei weitem nicht nur die Deutschen, sondern auch die Ungarn, Juden, Serben, Türken, Rroma, Tataren, Armenier u.v.a.) beziehe, dann meine ich damit selbstverständlich nicht, dass alle Rumänen sich solcher Barbarei schuldig gemacht hätten, sondern dass bestimmte Kräfte in Rumänien sich der Gutgläubigkeit des sanftmütigen rumänischen Volkes bedient und viele dafür anfällige Menschen gegen andere Menschen (die sich womöglich unter anderen Bedingungen ebenfalls zu solcher Hybris & Barbarei hätten hinreißen lassen) aufgewiegelt haben.

    [Beitrag am 09.10.2009, 14:34 von Armin_Maurer geändert]
  • Armin_Maurer

    28Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 14:44 Uhr:
    @ Michael_Sibiu:
    Ich wüsste Ihnen einige Mitglieder des Vereins ResRo e.V. zu nennen, die sich händeringend an Bürgermeister Klaus Johannis gewandt haben, um ihre konfiszierten Häuser und Grundstücke zurück zu erhalten.

    Leider war das genauso aussichtslos, wie im Falle der meisten Bürgermeister Rumäniens.

    Ich würde jedem Investor dringend raten, bei Grundstücks- und Immobilienkäufen in Rumänien immer das Grundbuch zu konsultieren und im Zweifelsfall, die Finger davon zu lassen. Falls eines Tages doch einmal Europäische Rechtsnormen auch in Rumänien zu greifen beginnen, könnte es bei vielen unrechtmäßig erstandenen Objekten zu ernsthaften Problemen kommen.

    [Beitrag am 09.10.2009, 14:45 von Armin_Maurer geändert]
  • Schiwwer

    29 • Schiwwer schrieb am 09.10.2009, 15:55 Uhr:
    Herr Maurer, die rumänischen Kommunisten, Quatsch, die Machthaber der kommunistischen Diktatur, haben wohl alle Minderheiten unterdrückt, aber auch ihre "eigenen" Leute.
    Es wäre mal an der Zeit, das zur Kenntnis zu nehmen
    Und Ihre Ratschläge für Investoren als Kommentar zu einer Preisverleihung sind ein Hohn und überflüssig wie ein Kropf.
    Wenn Sie noch ernst genommen werden wollen und Ihrer sicher auch berechtigten Sache keinen Schaden zufügen wollen, überlegen Sie es sich gut, wie und wo Sie hier ihre Kuckuckskinder reinlegen wollen. Ich denke nicht, dass es hier im Forum Menschen gibt, die Ihnen da weiterhelfen könnten.
  • Armin_Maurer

    30Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 16:13 Uhr:
    Nein, Herr Schiwwer, wenn wir schon bei Allgemeinplätzen sind und einander belehren möchten, dann wiederum dürfte es nicht heißen „die Machthaber der kommunistischen Diktatur“, denn Kommunismus war das ja bekanntlich nicht. Der rumänische Staat hatte es in der Ära Ceauşescu laut eigener Wortwahl nur bis zum Sozialismus gebracht.

    Der Kommunismus dagegen ist eine schöne Utopie, welche es ohne weiteres ermöglicht, Häuser, Grundstücke und Produktionsstätten von jedermann ungeachtet seines Alters, seiner Nationalität oder seines Geschlechtes zu konfiszieren, damit alle guten Menschen ihre Freude daran haben. Da in Rumänien bis auf den heutigen Tag noch kein Kommunist gesichtet worden ist, sodass Sie richtig sagen „Quatsch“, kann es auch keine kommunistische Diktatur gegeben haben.

    Von wem zum Teufel aber wurden die vielen Menschen, ob Deutsche, Rumänen selber, Ungarn, Juden, Serben, Armenier (ergänzen Sie selbst ruhig weiter) so erbarmungslos verfolgt und ihrer Güter beraubt? - Richtig: den rumänischen Nationalkommunisten! Das ist ein ähnliches Phänomen wie der Nationalsozialismus (der ja auch nicht mit "Sozialismus" gleichgesetzt werden darf; - fragen Sie die ehrbaren Bürger von der SPD) deutscher Urheberschaft, aber das wollen einige Zeitgenossen ungern wahrhaben.

    [Beitrag am 09.10.2009, 16:24 von Armin_Maurer geändert]
  • Paul Konte

    31Paul Konte schrieb am 09.10.2009, 16:42 Uhr:
    Ein unrühmlicher Weg unserer Geschichte wird unmittelbar aufgezeigt den wir Deutsche nach dem zweiten Weltkrieg in Rumänien zu bewältigen hatten!
    Das gerade sich die Rumänen darüber freuen ist mir unverständlich, sie waren es doch die unsere Volksgruppe, egal ob Siebenbürger Sachsen oder Banater Schwaben die Schuld an den Verbrechen des zweiten Weltkrieges in die Schuhe schob!!
    Das Ergebnis ist allen bekannt, Verfolgung, Deportierung, Verkauf an den Westen!

    Herzlichen Glückwunsch Frau Herta Müller für Ihren erhaltenen Nobelpreis, Ihre Auszeichnung ist eine Genugtuung für alle Deutsche!
  • Lavinia

    32Lavinia schrieb am 09.10.2009, 17:00 Uhr:
    Und wer zum Teufel haut ungeniert mit einer unglaublichen Penetranz, Süffisanz und Opportunismus das Kuckucksei 'Restitution' überall rein? Verquirlt mit einer Diktion, die außer prätenziös zu sein, anderer Attribute entbehrt? Und das alles unter dem Tarnmäntelchen der Redlichkeit und Gerechtigkeit?

    Hier geht es um Kommentare zu der Nonbelpreisverleihung an Herta Müller.



    [Beitrag am 09.10.2009, 17:02 von Lavinia geändert]

    [Beitrag am 09.10.2009, 17:08 von Lavinia geändert]
  • Armin_Maurer

    33Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 17:11 Uhr:
    @ Lavinia:

    Kommentar: Meinungsbeitrag in Presse, Rundfunk und Fernsehen. Als subjektiv wertende Beurteilung ist der Kommentar eine Form der Kritik und wird allg. durch Art. 5 des GG und bes. von den Pressegesetzen der dt. Bundesländer geschützt.

    © 1999 Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG

    … und bitte lassen Sie uns Ihre neuen Erkenntnisse als Insiderin in Sachen Herta Müller und den Literaturnobelpreis, um welche es hier ja schließlich geht, unbedingt wissen!

    [Beitrag am 09.10.2009, 17:22 von Armin_Maurer geändert]
  • bosurog

    34 • bosurog schrieb am 09.10.2009, 18:24 Uhr:
    Mann, Maurer, Ihre Penetranz ist doch in ihrer Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten. Nun wollen Sie auch noch die deutschen Pressegesetze missbrauchen, um Ihre Dauerjammern, mit denen Sie hier allen mittlerweile fast mehr auf die Nerven gehen als der selige Don Carlos mit seinen Anliegen, die im Vergleich zu ihren materiell-profanen direkt bewundernswert ideel waren,zu rechtfertigen. Die von ihnen herbeigezerrten Gesetze beziehen sich doch auf mediale Institutionen und deren Protagonisten und nicht auf larmoyante Maurer, die unbedingt pausenlos und ungebeten der ganzen sieb.de-Welt mitteilen müssen, dass ihnen irgendwelche materiellen Werte verlustig gegangen sind wegen einem bösen Dr. Machat, der dann doch plötzlich ganz unschuldig ist. Und dann wieder doch nicht ganz und so und vieleicht doch, wenn nicht unbedingt, aber ein bisschen und leider überhaupt und wes auch immer ...
  • Armin_Maurer

    35Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 18:30 Uhr:
    @ bosurog:
    Die Brockhaus-Definition des Kommentars dient hier nicht zur rechtlichen Absicherung, sondern nur zur Klärung des Begriffes, welcher es einem Kommentator nun einmal einräumt, seine persönliche Sicht der Dinge unter Einbeziehung der subjektiven Zusammenhänge bezüglich eines bestimmten Themas darzulegen. Dasselbe machen Sie und alle anderen hier schließlich auch.

    Was die Scheinheiligkeit betrifft, so scheint sie selbst ein stereotyper Vorwurf in diesem Umfeld zu sein. Wenn Sie wollen, betrachten Sie mich ruhig als Schurken, das ändert jedoch nichts an der Richtigkeit meiner Feststellung des engen Zusammenhangs zwischen der Diskriminierung der Deutschen in Rumänien und ihrer Enteignung, was selbst nach Bekunden des rumänischen Präsidenten nach Wiedergutmachung schreit.

    … Und solange mir Herta Müller nicht persönlich und unmissverständlich zu verstehen gibt, dass ich sie gründlich missverstanden hätte, werde ich weiterhin bekräftigen, was ich an Faktizität ihren Werken abgewinne.

    [Beitrag am 09.10.2009, 18:39 von Armin_Maurer geändert]
  • Fu-Tu-Lai

    36Fu-Tu-Lai schrieb am 09.10.2009, 20:26 Uhr:
    Fleunde, lasst die schlimmen Töne!
    Lobt die Kunst, die wundelschöne,
    die aus tiefen Niedelungen,
    - welche wundelbal gelungen -,
    hochgepliesen (und -geschaukelt),
    uns die Hölle volgegaukelt!

    Alle Achtung den Julolen,
    die uns dieses Welk empfohlen,
    nicht um uns die Pein zu zeigen,
    die Lumäniens Deutschen eigen,
    sondeln allen, die veltlieben,
    und auch denen die geblieben

    ein fül allemal zu sagen:
    „Stellt nicht unbequeme Flagen!“
  • Schiwwer

    37 • Schiwwer schrieb am 09.10.2009, 20:43 Uhr:
    Maurer: "Eigentlich wollte ich mich nicht dazu entblöden, hier einen „politisch korrekten“ Deppendialog zu führen; nun tue ich es doch.
    " ... tu, was du nicht lassen kannst ..."
    Rumänisch sagt man "daca te chinuie talentul..."

    [Beitrag am 09.10.2009, 20:44 von Schiwwer geändert]
  • Armin_Maurer

    38Armin_Maurer schrieb am 09.10.2009, 20:46 Uhr:
    @ Schiwwer:
    Lange nachgedacht, um auf diese billige Pointe zu kommen?

    … rumänisch sagt man auch: „Tăceai, filosof rămâneai.“

    [Beitrag am 09.10.2009, 20:59 von Armin_Maurer geändert]
  • hanzy75

    39hanzy75 schrieb am 10.10.2009, 00:07 Uhr:
    Eine Rumänin, eine Deutschrumänin (ZDF), eine Rumäniendeutsche, eine rumänische Deutsche - und weiß Gott wer noch alles - sogar eine Deutsche (ARD) - soll ihn bekommen haben. Das alles zeigt, wie unglaublich wichtig die Verleihung gerade an Herta Müller für uns alle ist.
    ---Zitat Ende Schreiber #1

    Eine Frau aus dem siebenbürgischen Banat(ARTE:http://www.arte.tv/de/2887652.html) soll den Titel auch bekommen haben.
    Herzlichen Glückwunsch.

    [Beitrag am 10.10.2009, 00:08 von hanzy75 geändert]
  • Armin_Maurer

    40Armin_Maurer schrieb am 10.10.2009, 08:48 Uhr:
    @ hanzy75

    „Siebenbürgisches Banat“ ist gar nicht einmal so verkehrt, obwohl es sich für uns seltsam anhört: „Die Regionen Banat, Crişana und Maramureş, welche gelegentlich zu Siebenbürgen hinzugezählt werden…“ (siehe Eintrag in Wikipedia)
  • VeriTass1

    41 • VeriTass1 schrieb am 10.10.2009, 12:42 Uhr:
    im Endeffekt ist es völlig wurscht ob deutschrumäne, rumäniendeutscher, deutschstämmige, chinese oder cociturâ ect...einzig allein auf den Charakter und aufs Herz kommt es an!!!!!! gell Armin!
    Was will man von hiesigen über die Geschichte Siebenbürgens viel Wissen erwarten, wenn viele von ihnen nicht mal die Hauptstädte Europas kennen. Gesetzt den Fall, wir wären alle noch in Siebenbuergen, wen, zum Teufel nochmal, würde es überhaupt in Madagaskar oder im Hindukusch interessieren, ob es Deutsche in Rumänien gab..kein "Schwein"würde nach uns schreien
    Es ist ja in Ordnung wenn wir bleiben wollen was wir sind/waren, aber lasst uns darüber hinaus nicht vergessen, uns hier um den alltäglichen Wahnsinn zu kümmern, der wird eh immer größer schätze ich mal
  • Armin_Maurer

    42Armin_Maurer schrieb am 10.10.2009, 12:56 Uhr:
    @ VeriTass1:

    Prophetische Worte...
  • christian59

    43christian59 schrieb am 01.11.2009, 22:39 Uhr:
    damit sich die sachsen nicht ins eigene fleisch schneiden: nach günther grass gab es noch einen deutschen literaturnobelpreisträger, und zwar elfriede jelinek: sie schreibt unzweifelhaft auf deutsch und ist auch nicht weniger deutsch als grass oder müller.
  • Christian Schoger

    44Christian Schoger schrieb am 02.11.2009, 09:22 Uhr:
    Hallo christian59,
    Ihr Hinweis ist falsch und irritierend: Falsch, da Elfriede Jelinek tatsächlich Österreicherin ist. Sprache und Nationalität sind ja nun nicht gleichzusetzen. Den Sachsen fehlt es hierbei gewiss nicht an der erforderlichen Sensibilität.
    Irritation löst Ihre Anmerkung bei mir insofern aus, als diese Sichtweise an unselige Zeiten erinnert. Am besten fragen Sie Frau Jelinek, ob Sie sich deutsch, als Deutsche fühlt. Jedenfalls ist im obigen Artikel deutsch als Nationalitätsbezeichnung verwendet.

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