Kulturspiegel

Der „Kulturspiegel“ umfasst Rezensionen und Beiträge über die Geschichte, Naturwissenschaften, Kunst und das vielseitige Kulturleben der Siebenbürger Sachsen und deren Nachbarn.

19. August 2016

Kulturspiegel

Baumgärtners Buch über Siebenbürgen in der Zeit der Kuruzzenkriege

Es waren unruhige Zeiten, Zeiten der Kriege, der Intrigen und Verschwörungen. Die Feuer der Rebellion brannten! Ungarische Adelige verschworen sich gegen den Kaiser. Protestantische Rebellen, Kuruzzen genannt, revoltierten und die Türken und der Kaiser bereiteten einen großen Krieg vor. Welche Rolle spielte Siebenbürgen in diesem Mächtespiel? mehr...

16. August 2016

Kulturspiegel

893 Tage in den Donbass und zurück

Friedrich Eberle, geboren 1927 in der evangelischen Gemeinde Liebling im Banat, hat in diesem Jahr seine Erinnerungen über seine Deportation in den Donbass in einem Buch veröffentlicht. Er teilt das Schicksal mit Tausenden von Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen, die zur Zwangsarbeit in die ehemalige Sowjetunion vor Ende des Zweiten Weltkriegs verschleppt worden waren. Eindringlich und detailgetreu, so als hätte er es erst gestern erlebt, schildert der Autor die Zeit der Entbehrung, die er in jungen Jahren erleben musste, er war damals erst siebzehn. Viele seiner Kameraden sind aus dem Arbeitslager nicht mehr zurückgekehrt.
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15. August 2016

Kulturspiegel

Streiflichter aus der Geschichte der Siebenbürger Sachsen

Eigentlich waren die Weichen für die Zukunft der Siebenbürger Sachsen als privilegierte ständische Nation durch die Reformation, durch ihre verfassungsmäßige Rolle im Fürstentum Siebenbürgen, durch ihre eigene Gesetzgebung, das „Eigenlandrecht“, bestens gestellt. Es kam leider anders, wegen des Schwankens des ungarischen Adels und der von ihm gestellten Fürsten zwischen den rivalisierenden und sich immer wieder bekriegenden Großmächten der Habsburger und Osmanen, wegen der zeitweise bürgerkriegsähnlichen Zustände im Land zwischen konkurrierenden Fürsten und Adelsgruppen, aber auch zwischen den einzelnen Ständen, wegen der letztlich sie schwächenden, wenngleich bewundernswert unverbrüchlichen Treue der Sachsen zum „deutschen“ Herrscherhaus der Habsburger, die nach der Eroberung Siebenbürgens nicht belohnt, vielmehr der Staatsraison geopfert wurde. mehr...

15. August 2016

Kulturspiegel

Etymologischer Spaziergang (23): Ech hun de Wiësch (ous-)geflåt

Das Wort "flåen" gibt es, so oder ähnlich lautend, im Schriftdeutschen nicht oder nicht mehr. Es leitet sich von Flut ab, althochdeutsch „fluot“, mittelhochdeutsch „vluot“ mit der Bedeutung „fließendes Wasser“. Das zugehörige Verb ist „fluten“ = unter Wasser setzen, überfluten. Die Bedeutung von "flåen" im Sinn von reinigen, sauber machen ist hier nicht ersichtlich; es ist dem Grimm nicht bekannt.
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14. August 2016

Kulturspiegel

Endlich, endlich – KATH.-Katalog ist da

KATH. Katharina Zipser Retrospektive. Herausgegeben für die Museen der Stadt Kornwestheim von Dr. Irmgard Sedler. Katalog der gleichnamigen Ausstellung vom 25. Juli bis 26. Oktober 2014 im Museum im Kleihues-Bau in Kornwestheim mit einem Einführungstext von Irmgard Sedler. Altenriet: Verlag und Medienservice Renate Brandes, [2016], 157 Seiten, Klappenbroschur 28 x 21 cm, ISBN 978-3-9816175-6-6, 25,00 Euro. mehr...

14. August 2016

Kulturspiegel

Gert-Fabritius-Ausstellung in Hamburg

Die Hamburger Designagentur YOOlabs (Hansastraße 52, Webseite: http://yoolabs.com/art/) zeigt vom 2. September bis 31. Dezember 2016 ausgewählte Arbeiten des siebenbürgischen Malers und Grafikers Gert Fabritius. mehr...

9. August 2016

Kulturspiegel

Hans Bergel für Gesamtwerk geehrt

Der Rumänische Schriftstellerverband hat über seine Kronstädter Abteilung den Schriftsteller Hans Bergel für sein literarisches Gesamtwerk mit dem „Opera Omnia“-Preis rückwirkend für das Jahr 2014 gewürdigt. Die Preisverleihung fand bei der Eröffnung der elften Kronstädter Buchmesse am 21. Juli 2016 auf dem Alten Rathausplatz im Beisein des Kronstädter Bürgermeisters George Scripcaru und des Vorsitzenden der Kronstädter Filiale des Rumänischen Schriftstellerverbandes, Adrian Lesenciuc, statt. Der 91-jährige Schriftsteller konnte die Urkunde leider nicht persönlich entgegennehmen, wird aber Kronstadt voraussichtlich im Oktober dieses Jahres besuchen. mehr...

8. August 2016

Kulturspiegel

„Et wor emol – Märchen in Mundart“

Die Doppel-CD „Et wor emol …“ enthält 29 Märchen in verschiedenen Ortsmundarten. Diese Märchen-Sammlung ist ab sofort im Audioformat MP3 auf der Webseite www.siebenbuerger.de in einer Playlist für Premiummitglieder (das sind Mitglieder des Verbandes der Siebenbürger Sachsen) frei zugänglich: mehr...

7. August 2016

Kulturspiegel

Die Landler in Siebenbürgen

Im Rahmen der Stuttgarter Vortragsreihe hielt die bekannte Volkskundlerin und Museumsleiterin Dr. Irmgard Sedler am 24. Juni im Haus der Heimat einen Vortrag über einen „ganz besonderen Farbfleck im bunten Völkerbild Siebenbürgens“. So bezeichnete sie die Landler aus den drei „Landlerdörfern“ Neppendorf (Tur­ni­șor), Großau (Cristian) und Großpold (Apoldu de Sus), deren Geschichte in Siebenbürgen sich über fast 300 Jahre zurückverfolgen lässt. „Landler“ ist seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert der Sammelname für die siebenbürgischen Nachkommen jener unter Kaiser Karl VI. und Kaiserin Maria Theresia aus den habsburgischen Erbländern an den Rand der Donaumonarchie deportierten Protestanten. In seiner ursprünglichen Wortbedeutung ist „Landler“ ein regionaler Herkunftsbegriff, der einen Bewohner des „Landls“, der historischen Region zwischen Wels, Gmunden und Vöcklabruck meint. mehr...

4. August 2016

Kulturspiegel

Zum 150. Geburtstag des Porträtmalers Robert Wellmann

Robert Wellmann, von dem hier die Rede sein soll, wurde am 10. Juli 1866 in dem 35 km von Hermannstadt entfernten Marktflecken Reußmarkt geboren, wo er auch seine Kindheitsjahre verbrachte. Als weiterführende Schule besuchte er das Hermannstädter Brukenthal-Gymnasium, wo er, zusammen mit seinen Schulkollegen und Malerfreunden Fritz Schullerus, Arthur Coulin und Octavian Smigelschi das Glück hatte, den herausragenden Kunstpädagogen und Maler Carl Dörschlag als Kunsterzieher vorgesetzt bekommen zu haben. Carl Dörschlag „befreite die in Siebenbürgen seit dem Barock stagnierende bildende Kunst aus ihrer Lethargie“ und seine Vorbildfunktion für eine ganze Generation junger Maler (zu den oben Genannten kam noch Karl Ziegler dazu) kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
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