15. September 2019

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Ehrenobmann Konsulent Dr. Fritz Frank wird 96 Jahre

Unsere siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft in Österreich und gewiss auch viele unsere Freunde in der weltweiten Föderation der Siebenbürger Sachsen nehmen Dr. Fritz Franks 96. Geburtstag am 15. September zum Anlass folgender Dankesworte. Uns wird wieder bewusst, wie wertvoll unser treuer, engagierter und über viele Jahrzehnte prägender Bundesobmann, heute geschätzter Ehrenobmann, für unsere Gemeinschaft in Österreich und wohl auch darüber hinaus ist.
Dr. Fritz Frank war im wahrsten Sinne des Wortes „der richtige Mann, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort“. Im uns zunächst fremden und ablehnend begegnenden Österreich erkannte er sehr bald seine Verantwortung für unsere damalige, traumatisierte „Exilgemeinschaft“. Unser Lebensrecht galt es durchzusetzen, Zukunftswege zu finden und die Zerstreuten und Verunsicherten zu sammeln. Auch ihm lagen und liegen unsere Geschichte und unser Brauchtum am Herzen. Unsere Tradition und Erinnerung lebendig zu halten für die kommenden Generationen, ist ihm wichtig. Er half mit, den uns typischen und hilfreichen Gemeinschaftssinn zu pflegen. Damals besannen wir uns auf unsere christlich-nachbarschaftlichen Lebensordnungen und gründeten die Vereine, deren Statuten auch seine Handschrift tragen. Dr. Fritz Frank begrüßte in Linz bei seiner ...Dr. Fritz Frank begrüßte in Linz bei seiner Geburtstagsfeier 2018 die Gäste persönlich. Aktiv und in vorderer und verantwortlicher Reihe finden wir ihn 1959. Aber schon ganz am Anfang ist er da, beim ersten „Stefan-Ludwig Roth-Treffen“ der Jugend in Lenzing 1947! Mit seiner vielfältigen Begabung und seinem Fleiß kann er, nach dem Rechtsstudium in Graz, zum Doktor der Rechte promovieren. Danach setzte er seine juristischen Kenntnisse auch für unsere eingeschüchterten und verunsicherten Landsleute ein. Trotz seiner hohen beruflichen Karriere, die ihn bis hin zum Direktor der VOEST führte, und der Herausforderungen als Ehegatte und Familienvater von drei Kindern fand er Zeit und Energie, seinen Siebenbürgern zu helfen. Er ist ein Mann des Rates und der Tat. So finden wir ihn beim Aufbau vieler, unserer evangelischen Gemeindezentren. Er hat selber mitorganisiert, aber auch mitgebaut, Ziegel getragen, Mörtel gemischt.

Seine unverkennbare, laute Stimme und die wohlgeformten, inhaltsreichen Reden prägten lange Zeit die Heimattage in Wels. Er hat unseren Weg vom Flüchtlingen und Heimatlosen zum Hiesigen und in „zwei Heimaten beheimateten Siebenbürger Sachsen in Österreich“ angeführt und prägnant formuliert: „Heimat verloren, Heimat gefunden!“.

Dr. Frank erkannte unsere Brückenfunktion. Alte und neue Heimat sind ihm Herzensanliegen. In der großen Not „sozialistischer Bevormundung und Unterdrückung und nach 1990 half er unseren Landsleuten in der alten Heimat. Mit seinen Besuchen pflegte er die Kontakte und mit vielen gestarteten Hilfsaktionen half er den Bedürftigen. Der Kontakt zur österreichischen Öffentlichkeit und den politischen Verantwortlichen lenkte das Augenmerk auf unsere Landsleute. Ihm und den großen Leistungen unserer Väter- und Muttergeneration ist es zu verdanken, dass wir heute Wertschätzung erfahren und integrierte „österreichische Siebenbürger Sachsen“ sind.

Für sein Lebenswerk erhielt er viele österreichische, als auch eine hohe rumänische Auszeichnung. Daran kann man erkennen, dass auch die politischen Verantwortlichen wussten und wissen, wie wertvoll Dr. Frank und sein sozialpolitischer und kultureller Beitrag war und ist.

Der läv Harrgott schink der sengen Sechen!“ Dem 96-jährigen Jubilar wünschen wir noch erfüllte Zeiten! Wir wünschen ihm jene christliche Gabe, die uns darüber staunen lässt, was wir noch vermögen; anderseits die nötige Großzügigkeit, über die nun engeren Grenzen unbeschwert und fröhlich hinweg blicken zu können. Bundesobmann

Konsulent Manfred Schuller, Ehrenobmann HR. Mag. Volker Petri

Schlagwörter: Österreich, Fritz Frank, Jubilar, Ehrenobmann, Schuller, Petri

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