15. Februar 2011

CNSAS identifiziert IM „Marin“ als Claus Stephani

Das Kollegium des Landesrates für das Studium der Securitateakten (CNSAS) hat die Identität des Securitate-Informanten „Marin“ bekannt gegeben. Diesen Decknamen habe Claus Stephani, 1938 in Kronstadt geboren, getragen.
Die Enttarnung erfolgte in einer von CNSAS-Präsident Dragoş Petrescu gezeichneten offiziellen Mitteilung vom 25. Januar 2011. Wie hierzu die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Ausgabe vom 9. Februar 2011 berichtete, strenge Stephani Verfahren an, „um unter anderem die Verwendung der IM-Decknamen ‚(Mircea) Moga‘ und ‚Marin‘, aber auch Bezeichnungen wie ‚Informant‘ oder ‚Denunziant‘ im Zusammenhang mit seiner Person nach 1966 zu untersagen. Seine IM-Tätigkeit in den Jahren von 1961 bis 1963 als IM ‚Mircea Moga‘ bleibt unbestritten. Die Behörde zur Aufarbeitung der Securitate-Akten (CNSAS) liess nun offiziell verlauten, dass IM ‚Marin‘ Claus Stephani sei.“

Dr. Claus Stephani war von 1967 bis zu seiner Aussiedlung in die Bundesrepublik im Jahr 1990 als Redakteur der deutschsprachigen Zeitschrift Neue Literatur in Bukarest tätig, von 1983 bis 1990 als stellvertretender Chefredakteur. In seinem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20. November 2010 veröffentlichten Beitrag „Schwester Lüge, Bruder Schmerz“ hatte sich der heute in München lebende freie Schriftsteller, Kunsthistoriker und Journalist zu seiner Securitate-Mitarbeit Anfang der 60er Jahre als IM „Moga“ bekannt, nicht aber zu einer Tätigkeit als IM „Marin“.

CS

Schlagwörter: Securitate, Stephani

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Neueste Kommentare

  • 15.02.2011, 12:03 Uhr von Äschilos: ...ja denn, Herr Doktor. Vielleicht schieben Sie noch ein Geständnis nach ! [weiter]
  • 15.02.2011, 11:28 Uhr von harz3: ... ein Trauerspiel [weiter]

Artikel wurde 2 mal kommentiert.

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