14. Februar 2016

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Rumänisch-Deutsches Forum in Bukarest gegründet

Das Rumänisch-Deutsche Forum (rumänisch: Forumul de Cooperare Bilaterală Româno-Germană) wurde am 4. Februar in Bukarest gegründet, um den ständigen Dialog der beiden Länder auf Regierungs- und privater Ebene zu fördern. Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins ist Prof. Dr. Andrei Pleșu, ehemaliger Außenminister Rumäniens und Begründer des New Europe College. Bei der Gründungsveranstaltung warb Michael Roth, Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt, um Rumänien als starken proeuropäischen Partner.
Die Vertiefung der deutsch-rumänischen Beziehungen ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen sowohl der politischen Klasse als auch der Zivilgesellschaft in Rumänien. Heute gibt es viele bilaterale Projekte in verschiedenen repräsentativen Bereichen, die von Organisationen und Persönlichkeiten vorangetrieben werden. Auf Initiative des siebenbürgisch-sächsischen Unternehmers Michael Schmidt, Vorsitzender der Stiftung, die seinen Namen führt, wurde nun eine Organisation gegründet, in deren Rahmen der deutsch-rumänische Austausch im kulturellen, wissenschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich nach dem Vorbild ähnlicher Einrichtungen in Deutschland gefördert werden kann. Der Vorschlag, ein Pendant zum Deutsch-Rumänischen Forum in Berlin auch in Rumänien zu gründen, wurde bereits am 26. Februar 2015 beim Antrittsbesuch des rumänischen Staatspräsident Klaus Johannis in Berlin gemacht. Gründungsveranstaltung des Rumänisch-Deutschen ...Gründungsveranstaltung des Rumänisch-Deutschen Forums in Bukarest, jeweils von links nach rechts, erste Reihe: Europa-Staatsminister Michael Roth, Andrei Pleșu (Vorsitzender); zweite Reihe: Botschafter Werner Hans Lauk, Caroline Fernolend; dritte Reihe: Außenminister Lazăr Comănescu, Michael Schmidt und Vizepremier Vasile Dâncu. Fotos: George Dumitriu Das neugründete Forum in Bukarest hat es sich zum Ziel gesetzt, die Integration der Bürger beider Länder in den europäischen Raum zu fördern, ebenso ihre kulturelle Identität, wirtschaftliche, rechtliche, unternehmerische und berufsbildende Initiativen zu unterstützen, Finanz- und andere Projekte zu entwickeln und durchzuführen.

Vorsitzender des Vereins ist Professor Dr. Andrei Pleșu, stellvertretende Vorsitzende sind Werner Hans Lauk, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest, und Dr. Vasile Dâncu, Vizepremier Rumäniens. Die Geschäftsführung hat Michael Schmidt, Vorsitzender der Michael Schmidt Stiftung, inne. Mitglieder des Forums sind Dr. Lazăr Comănescu, Außenminister Rumäniens, Dr. Paul Jürgen Porr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Caroline Fernolend, stellvertretende Vorsitzende des Mihai Eminescu Trusts, Vertreter der Konrad Adenauer Stiftung und der Friedrich Ebert Stiftung. Das Rumänisch-Deutsche Forum werde eng mit seinem Pendant in Berlin, dem Deutsch-Rumänischen Forum, zusammenarbeiten, erklärte Michael Schmidt gegenüber der Siebenbürgischen Zeitung. Europa-Staatsminister Michael Roth (Erster von ...Europa-Staatsminister Michael Roth (Erster von links) und Andrei Pleșu, Vorsitzender des Rumänisch-Deutschen Forums, diskutierten vor zahlreichen Vertretern der Politik, Zivilgesellschaft und Medien über die aktuellen Herausforderungen Europas. Michael Roth, Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt, bestritt zusammen mit Andrei Pleșu eine öffentliche Diskussion zum Thema „Rumänien und Deutschland 2016 – Gemeinsame Lösungen für neue europäische Herausforderungen“, die anlässlich der Gründungsversammlung des Rumänisch-Deutschen Forums am 4. Februar in der Residenz des deutschen Botschafters in Bukarest stattfand. In einem angeregten Gespräch mit zahlreichern Gästen ermunterte der deutsche Außenpolitiker Rumänien, seinen inneren Reform- und Modernisierungsprozess fortzusetzen und warb um das Land als starken proeuropäischen Partner. Teamgeist und Solidarität seien nach wie vor die besten Mittel, um die teils besorgniserregenden Probleme der Europäischen Union zu lösen, sagte Roth. Dazu gehörten die Flüchtlingskrise, der Krieg in Syrien, die Instabilität in der Ukraine, Bedrohungen durch den Terrorismus u.a. „Mit diesen Herausforderungen kann kein Land alleine fertig werden“, sagte der Minister.

Aus den Gesprächen, die Michael Roth am selben Tag mit Staatspräsident Klaus Johannis, Premierminister Dacian Cioloş und Staatssekretär George Ciamba geführt hatte, sei klar hervorgegangen, dass Rumänien bereit sei, Verantwortung u.a. in der Flüchtlingskrise zu übernehmen. Positiv erwähnt wurde auch Rumäniens Beitrag zur Stärkung der Außengrenzen der EU im Rahmen der Frontex-Kooperation.

SB / NM

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel wurde am 16. Februar 2016 um 15:00 Uhr aktualisiert.

Schlagwörter: Rumänisch-Deutsches Forum, deutsch-rumänische Beziehungen

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