26. Februar 2026

„Siebenbürgen, Banat und Altrumänien“

Vom 1. bis 6. Februar fand auf dem Heiligenhof in Bad Kissingen das Seminar „Siebenbürgen, Banat und Altrumänien. Eine Spurensuche in Wort und Bild“ mit knapp 50 Teilnehmern und Mitwirkenden, darunter auch 18 Schüler und Lehrer der deutschsprachigen Abteilung am Liviu-Rebreanu-National-Colegiums in Bistritz und Vertretern der HOG-Bistritz, statt. Prominentester Referent war der Abgeordnete des rumänischen Parlaments Ovidiu Ganţ.
Seminarteilnehmer „Siebenbürgen, Banat und ...
Seminarteilnehmer „Siebenbürgen, Banat und Altrumänien“ auf dem Heiligenhof in Bad Kissingen, Bildmitte Gustav Binder und Ovidiu Ganţ, links Schüler und Lehrer aus Bistritz. Foto: Hermine Pal
Ovidiu Ganţ wurde 1966 in Deta im Banat geboren, war Lehrer und von 1992 bis 2001 Schulleiter des Nikolaus-Lenau-Lyzeums in Temeswar. Von 2001 bis 2004 wirkte er als Unterstaatssekretär im Departement für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung. Seit 2004 ist er Abgeordneter im Rumänischen Parlament und gehört der Fraktion der nationalen und ethnischen Minderheiten an und ist damit einer der Abgeordneten mit der längsten Amtszeit nach der politischen Wende 1989/1990. 2005 bis 2006 gehörte Ganţ der rumänischen Beobachterdelegation im Europäischen Parlament (EP) an. Nach der Aufnahme Rumäniens in die Europäische Union war er 2007 Mitglied des EP und gehörte der Fraktion der EVP an.

Ganţ berichtete von seiner Tätigkeit als Interessenvertreter der Deutschen in Rumänien. Bei allen politischen Kontakten auf höchster Ebene zwischen Rumänien und den deutschsprachigen Ländern ist Ovidiu Ganţ stets dabei. Als Abgeordneter hat er Möglichkeiten in den parlamentarischen Gesetzgebungsprozess einzugreifen und Interessen der deutschen und anderer Minderheiten zu vertreten. Ein wichtiges Anliegen ist ihm auch der Erhalt des deutschsprachigen staatlichen Schulwesens in Rumänien.

Die rumänische Generalkonsulin aus München, Miheia-Mălina Diculescu-Blebea, hat die Teilnahme an der Veranstaltung krankheitsbedingt leider abgesagt. Sie ist in Kronstadt geboren und war – ebenso wie der Studienleiter des Heiligenhofs, Gustav Binder – Schülerin des Honterus-Lyzeums. Bei der Veranstaltung ergaben sich regionen- und generationenübergreifende Sympathien und Zusammengehörigkeitsgefühle zwischen Sachsen, Banater Schwaben, Rumänen und Bundesdeutschen.

Schlagwörter: Tagung, Heiligenhof, Jugend, deutsch-rumänische Beziehungen

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