8. März 2026

Von Zeiden nach München: Agnes Streinu engagiert sich in ihrem Heimatland

In der sonnenverwöhnten Hafenstadt Mangalia am Schwarzen Meer in Rumänien entsteht ein Ort voller Hoffnung – LifePlace. Die Siebenbürger Sächsin Agnes Streinu glaubt nicht an Zufälle, sondern an Begegnungen, die etwas bewegen. Geboren in Zeiden in Siebenbürgen, lebt sie seit über 34 Jahren in München – doch ihr Herz blieb dort, wo sie aufgewachsen ist. Seit mehr als elf Jahren kämpft sie mit Mut, Mitgefühl und unerschütterlicher Hoffnung für eine bessere Zukunft in ihrem Heimatland.
Gemeinsam statt einsam – im „LifePlace“ in ...
Gemeinsam statt einsam – im „LifePlace“ in Mangalia versteht sich jeder mit jedem.
2016 lernte sie über Facebook die Tierschützerin Violeta Sava in Mangalia kennen – schnell war klar: Sie teilen dieselbe Vision. Etwas außerhalb von Mangalia haben sie auf 5000 qm „LifePlace“ erschaffen, einen Zufluchtsort für Tiere und Menschen. Violeta ist die tragende Kraft vor Ort. Sie kümmert sich um verletzte und kranke Tiere, unterstützt Senioren und arbeitet mit Kindern.

Mit ihrem Verein in München „Vision – Hope for Life“ will Agnes Streinu zeigen, „dass echter Wandel dort beginnt, wo Liebe auf Entschlossenheit trifft“, wie sie gegenüber der Siebenbürgischen Zeitung erklärt. Was als kleine Initiative begann, sei heute eine Bewegung geworden, die Leben verändere.

„LifePlace“ in Mangalia ist ein Ort mit vielen Facetten:
• Tierschutz: Rettung, Pflege und medizinische Versorgung von Hunden, Katzen und weiteren Tieren; Kastrationskampagnen; geplante Tierklinik
• Soziale Hilfe: Monatliche Unterstützung von zehn Senioren in und um Mangalia mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Medikamenten; Bildungsarbeit und Betreuung von Kindern
• Nachhaltigkeit und Umwelt: Gemüseanbau, Artenschutzprojekte, Bienenschutz und Umweltbildung
• Infrastruktur: Geplantes Gebäude in Kooperation mit der orthodoxen Kirche in Limanu mit Suppenküche für bis zu 150 Menschen täglich; sichere Notunterkünfte für Bedürftige
• Gemeinschaft und Ehrenamt: Integration von Freiwilligen, Pflegestellen und Spendern; Kreislauf der Solidarität, bei dem Empfänger auch Mitgestalter werden

Agnes’ Haltung ist klar: „Man kann nicht sagen, man hat ein Herz für Tiere, aber nicht für Menschen – oder umgekehrt. Entweder man hat ein Herz, oder man hat keins.“ Hilfe soll Kreise ziehen: „Bei uns soll jeder, der Hilfe bekommt, auch die Chance haben, etwas zurückzugeben – durch Mitgefühl, kleine Aufgaben oder einfach durch Hoffnung.“ So entstehe ein Kreislauf der Solidarität: „Aus Empfängern werden Mitgestalter, aus Fremden eine Gemeinschaft.“

Gemeinsam mit der orthodoxen Kirche in der nahe gelegenen Gemeinde Limanu plant Agnes den Bau eines Gebäudes, das täglich bis zu 150 Menschen – vor allem Senioren und Kinder – mit warmen Mahlzeiten versorgen wird. Außerdem werden sichere Notunterkünfte für Bedürftige entstehen.

„LifePlace“ lebt von Menschen, die mitfühlen und anpacken. Wie Agnes Streinu hervorhebt, „schenkt jede Spende und helfende Hand den Tieren Geborgenheit, den Kindern Freude und den Senioren ein Stück Wärme“. Sie weiß: Veränderung braucht Zeit, doch ihre Vision wird schrittweise Wirklichkeit. Ihr Projekt zeigt, was möglich ist, wenn man nicht nur an das Gute glaubt, sondern es auch lebt.

Schlagwörter: Rumänien, Tierschutz, Soziales

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