6. Juli 2007

Siebenbürgische Tanzgruppe pflegt Partnerschaft mit Schäßburg

Die Volkstanzgruppe der Kreisgruppe Dinkelsbühl-Feuchtwangen hatte in diesem Jahr die Ehre, der Partnerschaftsunterzeichnung der beiden Städte beizuwohnen und diese mitzugestalten (siehe Artikel in dieser Zeitung). Eine Teilnehmerin berichtet.
Wir starteten unsere Reise zusammen mit Bürgern der Stadt Dinkelsbühl am 29. Mai. Mit dem Bus erreichten wir gegen Abend Budapest. Es wurde ein schöner Abend mit Besichtigung der schönen Innenstadt. Am nächsten Tag überquerten die rumänische Grenze bei Großwardein (Oradea) und die Westkarpaten. Auf einem Parkplatz legten wir eine Tanzübungsstunde ein, zur Freude der vorbeifahrenden Fahrzeuge, die kräftig zum Applaus hupten. Spät abends kamen wir in unserem Hotel in Dunesdorf bei Schäßburg an.

Die bereits „vorausgeflogenen“ Dinkelsbühler, allen voran Oberbürgermeister Dr. Hammer und Bürgermeisterin Hildegard Beck, Stadträte und Bürger sowie die Gastgeber bereiteten uns einen herzlichen Empfang. Am nächsten Tag begannen die Feierlichkeiten der Partnerschaftsunterzeichnung mit einem Empfang bei Bürgermeister Dorin Daneşan. Es folgte ein ökumenischer Gottesdienst, gestaltet von den fünf historischen Kirchen Schäßburgs. Es war für uns sehr bewegend, die Ökumene in Siebenbürgen so lebendig zu erfahren. Der eigentliche Festakt fand im Eminescu-Saal statt, moderiert von Michaela Türk. Umrahmt wurde die Feierlichkeit von einem kulturellen Teil mit Chören und Tanzeinlagen. Dazu gehörte auch der Auftritt unserer Tanzgruppe mit vier Tänzen. Beim anschließenden Festmahl konnten wir uns wieder einmal von der herzlichen Gastfreundschaft unserer Gastgeber überzeugen.
Nach Schäßburg gereist: die Volkstanzgruppe der ...
Nach Schäßburg gereist: die Volkstanzgruppe der Kreisgruppe Dinkelsbühl-Feuchtwangen, hier in Dunesdorf. Foto: Gerlinde Faff
Am Nachmittag führte uns Hermann Baier durch „seine“ Stadt. Seine mit kleinen Anekdoten ausgeschmückten Ausführungen ließen uns über die diversen Baustellen hinwegsehen und Schäßburg als ein wahres Kleinod ins Herz schließen. Abends waren wir alle in der bekannten „Villa Franca“ eingeladen, wo uns der Gastgeber neben einem leckeren Essen mit Volkstanzeinlagen der örtlichen Tanzgruppen sowie mit einem Feuerwerk überraschte.

Der zweite Tag begann mit einem Umzug der Kinder anlässlich des Internationalen Kindertages. Danach stand der Besuch der Kirchenburg Birthälm auf dem Programm. Danach folgten wir der Einladung der Gemeinde in den Weinkeller. Nach der Besichtigung desselben wurde uns Wein kredenzt und dazu Urda-Pfannkuchen und Schafkäse gereicht. Am Nachmittag hatten wir Zeit, Schäßburg auf eigene Faust zu erkunden. In der Klosterkirche besuchten wir ein Chorkonzert einer auf Besuch weilenden Gruppe aus Denkendorf bei Stuttgart. Zum Abschied unserer Reise lud uns Otmar Gitschner in die Kantine der Firma Parat zum Abendessen ein. Bei einer Lichtbild-Show konnten wir nochmals die schönsten Plätze und Winkel Schäßburgs sehen.

Am Abreisetag besuchten wir, wenn auch nur für eine Stunde, die Europäische Kulturhauptstadt 2007 Hermannstadt. Dann ging es auf die Heimreise. Auf dem Rückweg übernachteten wir in Kecskemet. Beim Abendspaziergang bewunderten wir die architektonische Vielfalt der Stadt. Es war für uns eine wunderschöne Zeit. Wir hatten viel Spaß auf der Reise, durften viel Gutes erfahren und liebe Menschen kennen lernen. Dafür danken wir der Stadt Dinkelsbühl. Der Stadt Schäßburg danken wir für die herzliche Gastfreundschaft. Wir sind stolz, dass wir bei der Partnerschaftsunterzeichnung dabei sein durften und wünschen den beiden Städten eine fruchtbare und gesegnete Partnerschaft.

Johanna Mantsch

Schlagwörter: Dinkelsbühl, Städtepartnerschaft, deutsch-rumänische Beziehungen

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