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20. Februar 2016

Rumänien und Siebenbürgen

Kirchturm und Teil der Kirche in Rothbach eingestürzt

Der Kirchturm in Rothbach (rumänisch Rotbav), 20 km nördlich von Kronstadt (Braşov), ist am 19. Februar 2016 um 21.13 Uhr in sich zusammengestürzt und hat etwa ein Viertel der evangelischen Kirche samt Glocken und Orgel in einen Schutthaufen verwandelt. Die Bevölkerung in Rothbach und die Heimatortsgemeinschaft Rothbach in Deutschland sind geschockt und unendlich traurig über den Verlust ihres geliebten Wahrzeichens. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 11 mal kommentiert.

  • bankban

    1bankban schrieb am 20.02.2016, 19:20 Uhr:
    "In den letzten Jahren wurde der Kirchturm öfters von Architekten vermessen und begutachtet. Seine Schieflage war schon lange Zeit bekannt, aber der Turm wurde nicht als akut einsturzgefährdet eingestuft."

    Wie gut, dass man professionelle, gute Fachmänner und Spezialisten hat.

    "1602 belagerte der ungarische Fürst Basta die Burg,"

    Was war denn "Ungarisch" an dem Basta? Seine albanische Herkunft, sein Geburtsort in (Südost)Italien oder sein Geldgeber, der römisch-deutsche Kaiser Rudolf II.?
  • gerri

    2gerri schrieb am 21.02.2016, 11:51 Uhr:
    Als Burzenländer,als Landsmann hat es mich sehr getroffen.
    Beim vorbeifahren dachte ich mir immer:-So ein Turm bricht nie von alleine ein,niemals. Wir vergehn,dieser Turm bleibt stehn,für jedermann eigentlich.....
    GK.
  • rosenau

    3rosenau schrieb am 21.02.2016, 11:56 Uhr:
    In nächster Zeit wird es immer wieder zu solchen
    Katastrophen kommen.Nun muss man überlegen,ob man
    überhaupt etwas renovieren soll, da die Gemeinschaft
    der Siebenbürger Sachsen in Auflösung begriffen ist
    und der Erhalt der Kirchenburgen nicht mehr möglich sein wird.
  • Melzer, Dietmar

    4Melzer, Dietmar schrieb am 21.02.2016, 12:27 Uhr:
    Mit Radeln und Rothbach ist es nur der Anfang, aber es können noch andere Ortschaften der Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgens folgen, wenn nichts in absehbarer Zeit geschieht.....
  • gogesch

    5gogesch schrieb am 21.02.2016, 12:37 Uhr (um 12:59 Uhr geändert):
    Es wird nichts seitens der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft getan werden können, da diese unter Beteiligung sämtlicher sächsischer Organisationen ihr Pulver schon in Gundelsheim verschossen haben. Und wenn die Gerüchte stimmen ist Gundelsheim auch nicht ganz rosig. Ich hab z.B. seit Wochen nichts mehr von dem Geschäftsführer Thiess gelesen.
    Und von unserer neuen Vorsitzenden hab ich auch noch kein einziges Wort zu Radeln und Rotbach vernommen.
    Der HOG Verband wollte sich mit den Kirchenburgen beschäftigen!! Aus der Ecke kommt nichts mehr, außer unnötige Spendenaufrufe.
  • rosenau

    6rosenau schrieb am 21.02.2016, 16:28 Uhr:
    Vergangen,vergessen,vorüber.
    vergangen,vergessen,vorbei,
    die Zeit deckt den Mantel darüber,
    vergangen,vergessen,vorbei.
  • gehage

    7gehage schrieb am 22.02.2016, 12:19 Uhr:
    zu 4. wenn du nur die kirchenburglandschaft sbb dazu zählst könntest du recht haben. aber es gibt auch noch andere "kulturbauten" der sbs die sich in ähnlichem zustand befinden. oder schon "zusammengebrochen" sind. spontan fällt mir der stattliche gemeindesaal zu großscheuern ein bei dem, seit jahren schon, auch nur noch die grundmauern stehen...könnte auch noch andere beispiele nennen.
  • getkiss

    8 • getkiss schrieb am 24.02.2016, 07:30 Uhr:
    Dazu zählt der Kirchturm in Keisd. Mächtige Risse klaffen im Mauerwerk.
    Ob der noch ein stärkeres Erdbeben überdauert?
  • FrediWeiss

    9FrediWeiss schrieb am 24.02.2016, 23:05 Uhr:
    Der Chorraum der Kirche in Wölz ist bereits im Jahr 2002 eingestürzt, siehe folgende Seite: http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/alteartikel/1060-dramatische-lage-der-siebenbuergisch.html
    Die Einstürze haben viel früher, nämlich mit der Aussiedlung der Siebenbürger Sachsen begonnen, im Klartext mit dem Bruch der Hymne ... "und um alle deine Söhne schlinge sich der Eintracht Band!" Vom Eintrachts Band konnte bei der Aussieldung der Sachsen wohl keine Rede mehr sein....
  • bankban

    10bankban schrieb am 25.02.2016, 09:46 Uhr:
    War denn dieses Band nicht früher schon zerstört worden...? Etwa in den 30er Jahren?...
    Gab es denn je ein solches Band der einstimmigen und harmonischen Eintracht? Oder ist diese nicht doch eher eine Rückprojektion?
  • Karin Decker-That

    11Karin Decker-That schrieb am 28.02.2016, 20:00 Uhr:
    Die aus Siebenbürgen stammende Schriftstellerin Elisabeth Hering (1909 – 1999) schrieb fern ihrer Heimat ein Gedicht, in dem sie nach Antworten suchte auf Fragen, die mittlerweile kaum noch jemand stellt.

    1988 erhielten diese Verse eine Besorgnis erregende Aktualität, als Nicolae Ceaușescu im Zuge seines Programmes zur „Systematisierung der Dörfer“ auch viele Ortschaften der Siebenbürger Sachsen zu zerstören plante. Und nun wieder, da die Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen „von selbst“ zerbersten.


    Heimat

    Nächtlich im Traume geh ich in deine Gassen ein,
    sehe die alten Mauern in meiner Liebe Schein.

    Heimat, bist du mir Bergwald? Bist du mir Fluss und Tal?
    Bist du mir Gottesacker? Bist du mir Totenmal?

    Bist du mir Burg und Kirche? Bist du mir Garten und Haus?
    Send ich nach Steinen und Mauern nachts meine Sehnsucht aus?

    Ach, wo sind sie geblieben? Ach, wohin sind sie verweht,
    denen dein Bild wie die heilige Gralsburg im Herzen steht?

    Nächtlich im Traume geh ich in deine Gassen ein.
    Wenn unsere Stimmen verstummen, werden die Steine schrein!

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