8. April 2015

Manfred Ungar: Ir ihrsem läw Giëst

Ein Gedicht von Manfred Ungar, das sich an alle Beiträger der Mundartrubrik „Sachsesch Wält“ richtet
Manfred Ungar

Ir ihrsem läw Giëst

Ech hun, Ir ihrsem läw Giëst uch Schrewerlegt,
dett sachsesch Lied geschriwen norr fiur dett Trefen hegt.
Ech wall hoffen, dått menj Bädråch Ech villicht gefeallt,
dett Lied widmen ech alle Schrewern vun der „Sachseschen Wealt“.

Wat Ir Johr äm Johr eas fiur eas Liëser huet geschriwen,
dåt äs bestämmt ä munch sachsescher Siel än Erännerung bliwen.

De Siweberjer Zegdung eas set Johre begliet
und schinkt der „Sachsesch Wealt“ en klien Rubrik.
Dåram, läw Schrewer, schrewt fleßich wegter än easer Mottersproch.

Eas Mottersproch, dä huet en griuße Wiërt,
sä äs iemolich stuulz uch ienzich af deser Iërd.
Dåram selle mir se wegter riëden uch fliëjen, eas Mottersproch.

Beseangders wichtich sen dess Trefen fiur eas jang sachsesch Legt,
mät ennem Wiurt: Eas Mottersproch giht sonst verliere mät der Zegt.

27. Dezember 2014

Schlagwörter: Mundart, Gedicht, Saksesch Wält

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