Schlagwort: Integration

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2. Juli 2020

Interviews und Porträts

Im Einsatz gegen das Coronavirus: Die interkulturell erfahrene Ärztin Christiane Krestel-Al Khouri

Das Ärzteehepaar - sie aus Siebenbürgen, er aus Syrien stammend - lebt mit den beiden Kindern im Eigenheim im beschaulichen Bad Wimpfen. In der 7400 Einwohner zählenden Kurstadt am Neckar im Landkreis Heilbronn haben Dr. Christiane Krestel-Al Khouri, Fachärztin für Allgemeinmedizin, und Dr. Bassam Al Khouri, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, auch ihre Gemeinschaftspraxis. Der bisherige Lebensweg der 47-jährigen Hausärztin ist, flapsig formuliert, nicht von schlechten Eltern, hier in einigen Stichworten: geboren in Mediasch, aufgewachsen in Scharosch an der Kokel, im Alter von zwölf Jahren (1985) mit der Familie nach Deutschland ausgesiedelt (den jüngeren Bruder Daniel Salmen kennen viele von seinen Heimattagsauftritten als Gitarrist von Amazonas-Express); Realschule, Ausbildung zur Großhandelskauffrau, Abitur am Abendgymnasium, Medizinstudium an der Universität Greifswald. Mediale Bekanntheit erlangte das Ehepaar vor fünf Jahren durch einen Dokumentarfilm des SWR: Plötzlich Großfamilie - Wenn die syrischen Verwandten kommen. mehr...

21. Juni 2019

Verbandspolitik

Heimattag einer lebendigen Gemeinschaft: Verband der Siebenbürger Sachsen feiert 70-jähriges Bestehen

Rund 24.000 Besucher feierten den 69. Heimattag der Siebenbürger Sachsen vom 7. bis 10. Juni in Dinkelsbühl. Das Pfingstfest stand im Zeichen des 70-jährigen Bestehens des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, der am 26. Juni 1949 in München gegründet worden ist. Das Motto „70 Jahre – Für die Gemeinschaft“ stellte in prägnanter Weise eine Wirklichkeit fest, die in Dinkelsbühl überall spürbar war: Die Gemeinschaft ist nach sieben Jahrzehnten lebendiger denn je und wird von Tausenden Siebenbürger Sachsen getragen, die eine neue Heimat in Deutschland, Österreich oder anderen Ländern gefunden haben, die ihre Kultur beherzt pflegen, aber auch „ihre Heimat im Herzen tragen“ (Stierstorfer) und sich auch für ihre Landsleute in Siebenbürgen engagieren. mehr...

10. Juni 2019

Verbandspolitik

Herta Daniel: "Wir stehen für unsere Gemeinschaft und die Bundesrepublik Deutschland ein!"

„Wir stehen für unsere siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft ein, wir stehen aber auch ein für die Gemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland!“ Mit diesen Worten bekräftigte Herta Daniel, Bundesvorsitzende der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, das ungebrochene Engagement der Siebenbürger Sachsen für ihre neue Heimat. Im Gegenzug forderte die Bundesvorsitzende in ihrer Festrede beim 69. Heimattag in Dinkelsbühl von den bundesdeutschen Politikern Rentengerechtigkeit für die Siebenbürger Sachsen und andere Aussiedler ein. Dank der Förderung von Bund und vom Land Baden-Württemberg werde Schloss Horneck zu einem internationalen Kultur- und Begegnungszentrum um- und ausgebaut. Mehr als 3.100 Trachtenträger nahmen am Pfingstsonntag am Festumzug durch die mittelterlichen Straßen der Stadt Dinkelsbühl teil, rund 24.000 Besucher kamen zu einem sehr gelungenen Pfingstfest zusammen. Die Festansprache der Bundesvorsitzenden wird im Folgenden ungekürzt wiedergegeben. mehr...

30. April 2019

Verschiedenes

Leserecho: Gelungene Integration

Anmerkungen zum Verbandsleben in Folge 5 vom 25. März 2019 mehr...

23. November 2018

Verbandspolitik

Spätaussiedlerbeirat fordert Bundesregierung auf, Rentenbenachteiligung zu beseitigen

Berlin - Die erste Sitzung des Beirates für Spätaussiedlerfragen mit den neu ernannten Mitgliedern hat unter Leitung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, am 21. November im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat stattgefunden. Der neu konstituierte Beirat informierte sich über den aktuellen Stand im Spätaussiedleraufnahmeverfahren und über die vielfältigen Maßnahmen zur Eingliederung der nach Deutschland heimgekehrten Spätaussiedler. mehr...

25. Juni 2018

Kulturspiegel

Die Siebenbürger Sachsen im Spannungsfeld zwischen Integration und Assimilation

Ostern 2018, 35 Jahre nach der Ausreise erstmals wieder das Burzenland gesehen und begriffen, dass es kein Zurück gibt. Die Heimat, die verklärt und unverändert im Gedächtnis gespeichert war, war eine Illusion. Alles verfällt, was Siebenbürger Sachsen hinterlassen haben, oder wird höchstens noch als museumsreif erhalten. Was bleibt, sind Erinnerungen an eine Kultur, die aus der Ferne nicht aufrechterhalten werden kann. Ich möchte deshalb ein paar Gedanken teilen zum Thema Kultur, Gesellschaft und Gestaltungswille. mehr...

4. Juni 2018

Kulturspiegel

In München: Vortrag und Buchpräsentation

Zu einem Vortrag mit Buchpräsentation am Donnerstag, 7. Juni, 19.00 Uhr, laden das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München, das Haus des Deutschen Ostens, das Institut für Deutsch als Fremdsprache an der LMU München und die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in die Kleine Aula der LMU (Raum A 120), Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, ein. mehr...

30. Mai 2017

Interviews und Porträts

Die Berufung zum Beruf gemacht: Interview mit Doris Hutter

Doris Hutter, Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, wird heute 60 Jahre alt. Ihre Herzenssache – den Erhalt der siebenbürgisch-sächsischen Kultur – hat sie zum Beruf gemacht. Seit 17 Jahren engagiert sie sich als Geschäftsführerin des Hauses der Heimat (HdH) in Nürnberg auch für viele andere Aussiedler und Vertriebene sowie deren Eingliederung in die neue Heimat. In Agnetheln geboren und aufgewachsen, studierte Doris Hutter in Bukarest 1976-1980 Mathematik, unterrichtete als Lehrerin am Agnethler Lyzeum und siedelte 1989 mit der Familie, darunter drei Kindern, nach Herzogenaurach aus. In Deutschland studierte sie Wirtschaftswissenschaften, Lehramt Gymnasien an der Universität Erlangen-Nürnberg und unterrichtete einige Jahre an der Staatlichen Berufsoberschule Nürnberg. Über ihr vielseitiges Engagement sprach Siegbert Bruss, Chefredakteur der Siebenbürgischen Zeitung, mit der Jubilarin, die an führender Stelle siebenbürgisch-sächsisches Leben in Deutschland mitgestaltet. mehr...

26. April 2017

Verbandspolitik

NRW 60 Jahre Patenland unseres Verbandes: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Gespräch

Wir kennen vielfältige Formen einer von Menschen oder juristischen Personen eingegangenen Patenschaft, die örtliche wie die internationale, die Tauf-, die Tier-, Baum-, auch die Städtepatenschaft. Grundsätzlich verstehen wir unter dem Begriff „Patenschaft“ die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht. Die Patenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für unseren Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland erreicht 2017 ihr diamantenes Jubiläum: 60 Jahre! Der Beschluss der damaligen Landesregierung Nordrhein-Westfalens zur Patenschaftsübernahme „war eine richtige und wichtige Entscheidung und ist heute genauso bedeutend wie damals“, unterstreicht Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Die Siebenbürger Sachsen seien „fester Bestandteil unseres Landes und eine große Bereicherung – in kultureller, wie auch wirtschaftlicher und politischer Sicht“. In dem nachfolgenden Interview, das Christian Schoger mit der 55-jährigen SPD-Politikerin führte, kündigt Ministerpräsidentin Kraft an, das Engagement des Landes werde nicht nur fortgesetzt, sondern in den Schwerpunktbereichen Kulturpflege und Bildungsarbeit weiter ausgebaut. mehr...

1. Dezember 2016

Verschiedenes

Gelungene Integration im Burzenland: Gedanken zum 150. Geburtstag von Andreas Kravatzky

Man schreibt das Jahr 1848. Im Habsburger Reich herrscht Revolution. Kaiser Franz Joseph hat im Dezember den Thron bestiegen. Die Ungarn, auch die aus Siebenbürgen, kämpfen um ihre Selbstständigkeit. Im Burzenland gibt es gewaltige Kämpfe zwischen Sachsen und Széklern. Österreich mobilisiert seine Truppen und zieht nach Siebenbürgen. Bei Podul Olt, nahe Honigberg, kommt es im Frühjahr 1849 zur Schlacht, in der auf österreichischer Seite auch das Galizische Regiment kämpft. Einer seiner Soldaten heißt Johann Krawatzky, von Beruf Fassbinder, 23 Jahre alt. Er beschließt, in Honigberg zu bleiben. Der Lehrer und spätere Schulleiter in Honigberg Andreas Bruss willigt in die Heirat seiner Tochter Rosina mit Johann ein. Ihr erstes Kind, eine Tochter, wird nach sächsischer Sitte Rosina, auf den Namen der Mutter getauft. Das zweite Kind ist ein Sohn, welcher seinem Großvater zu Ehren und zum Dank Andreas getauft wird. Das dritte Kind, ein Sohn, wird den Namen seines Vaters, Johann, tragen.
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