26. April 2022

Natalie Pawlik wird neue Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten

Berlin – Das Bundeskabinett hat die Bundestagsabgeordnete Natalie Pawlik zur neuen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten berufen. Sie hat ihr Amt am 14. April 2022 angetreten. Natalie Pawlik wurde am 26. August 1992 im sibirischen Wostok (Russland) geboren. 1999 siedelte sie gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester als Spätaussiedlerin in die Bundesrepublik Deutschland aus und lebt seitdem im hessischen Bad Nauheim. Seit 26. September 2021 ist Natalie Pawlik die direkt gewählte SPD-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises 177, Wetterau I.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser erklärte zur Ernennung von Pawlik: „Wir wollen unsere vielfältige Gesellschaft zusammenhalten. Dabei sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber den Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern, den Vertriebenen, den nationalen Minderheiten in Deutschland und den deutschen Minderheiten im Ausland sehr bewusst. Mit der Berufung von Natalie Pawlik zeigen wir: Minderheitenrechte zu schützen, ist ein sehr aktuelles und sehr wichtiges Thema für alle Generationen. Ich freue mich sehr, dass wir mit ihr eine junge Politikerin gewonnen haben, die mit ihrer eigenen Biografie und Erfahrung eine besondere Glaubwürdigkeit hat. Natalie Pawlik wird eine starke politische Stimme für Zusammenhalt und Teilhabe sein. Dem bisherigen Bundesbeauftragten Dr. Bernd Fabritius danke ich herzlich für seine wertvolle und wichtige Arbeit.“

Natalie Pawlik ist neue Beauftragte der ...
Natalie Pawlik ist neue Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Foto: Bundesministerium für Inneres
Die neue Beauftragte Natalie Pawlik, MdB, erklärt: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die damit verbundenen Herausforderungen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, Minderheitenrechte im In- und Ausland zu schützen und den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken. Es entspricht der Lebensrealität vieler Menschen in Deutschland, einer nationalen Minderheit anzugehören oder eine Vertriebenen- und Aussiedlergeschichte zu haben. Sie haben Anerkennung und Teilhabechancen verdient. Ich sehe es als meine Aufgabe an, sie als Beauftragte der Bundesregierung mit diesem Anliegen zu unterstützen.“ Gleichzeitig hat das Bundeskabinett Dr. Bernd Fabritius mit Ablauf des 13. April 2022 von der Funktion des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten entbunden.

Bundesinnenministerin Faeser dankt Herrn Dr. Fabritius für seine geleisteten Dienste und wird mit ihm als Präsident des Bundes der Vertriebenen weiterhin sehr eng zusammenarbeiten.

Das Amt der oder des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen wurde 1988 eingerichtet und am Bundesministerium des Innern angesiedelt. 2002 wurde das Amt durch die Beauftragung für die nationalen Minderheiten ergänzt.

Für die Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler ist die Beauftragte zentrale Ansprechpartnerin auf Bundesebene. Sie ist verantwortlich für die Koordinierung der Aussiedlerpolitik der Bundesregierung, der Integrationsmaßnahmen mit Bund, Ländern und Gemeinden sowie der im Eingliederungsbereich tätigen Kirchen, Wohlfahrtsverbände und gesellschaftlichen Gruppen. Zusätzlich betreut sie die in den Herkunftsgebieten der Aussiedler verbliebenen Deutschen, koordiniert die Maßnahmen der Hilfenpolitik und übernimmt den Co-Vorsitz der bestehenden Regierungskommissionen zu Angelegenheiten der deutschen Minderheiten. Auch für die nationalen Minderheiten ist die Beauftragte zentrale Ansprechpartnerin auf Bundesebene. Sie vertritt die Bundesregierung in den bestehenden Kontaktgremien.

Quelle: Bundesministerium des Innern und für Heimat



Bundesvorsitzender Lehni gratuliert Natalie Pawlik


Der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland gratuliert Natalie Pawlik ganz herzlich zur Ernennung zur Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und wünscht ihr hierfür viel Erfolg. Frau Pawlik hat russlanddeutschen Hintergrund und ist als Kind mit ihrer Familie als Spätaussiedlerin nach Deutschland gekommen. Durch ihren familiären Hintergrund hat sie bereits Berührungspunkte zu den Herausforderungen der Verbände der Aussiedler und Spätaussiedler, deren Interessen sie jetzt vertritt.

Dieses wichtige Amt in der Bunderegierung ist weiterhin mit einer Vertreterin aus dem Bereich der Aussiedler und Spätaussiedler besetzt, eines Personenkreises, der in Deutschland mehrere Millionen Menschen umfasst. Der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland freut sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Aussiedlerbeauftragten. Ihre Aussage, dass Menschen mit Vertriebenen- und Aussiedlergeschichte Anerkennung und Teilhabechancen verdient haben, begrüßen wir ausdrücklich. In der Umsetzung berechtigter Anliegen der Aussiedler und Spätaussiedler werden wir Natalie Pawlik gerne unterstützen. Außerdem fordern wir auch weiterhin die notwendige Unterstützung der Bundesregierung für die deutschen Minderheiten, die in den Heimat- und Herkunftsgebieten leben.

Rainer Lehni, Bundesvorsitzender

Schlagwörter: Aussiedlerbeauftragter, deutsche Minderheit, Berlin, Pawlik, SPD, Bernd Fabritius, Aussiedler, Spätaussiedler, Russlanddeutsche, Integration, Rainer Lehni, Bundesvorsitzender

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