Schlagwort: Rezension
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Alfred Schadt: "Vom Alter, Abschiednehmen und Erinnern"
Marcel Reich-Ranicki, der für seine berühmt-berüchtigten Sprüche bekannt war und mal wieder einen voluminösen Roman in der Hand zur Beurteilung hielt, ihn aufschlug und hastig drin blätterte, sagte einmal: „Das hätte man auch auf 80 Seiten erzählen können.“ Ich glaube, dass die Geschichten und Gedanken eines jeden 75-Jährigen, wenn gewollt, sicherlich einen großen kartonierten Roman füllen könnten, der sich gut verkaufen ließe. mehr...
Hervorragend recherchierte Romane: Cornelius Schergs „Der Spinner aus Partschins“ und „Ein Altar jenseits der Wälder“
Am Sonntag, dem 9. Februar, um 11.00 Uhr liest Cornelius Scherg in der KünstlerGilde e.V., Küferstraße 37, in Esslingen aus seinem Buch „Der Spinner aus Partschins“. Cornelius Scherg, geboren 1943 in Tübingen, Sohn des bekannten Schriftstellers Georg Scherg (1917-2002), ist neues Mitglied der KünstlerGilde Esslingen, deren Bundesvorsitzende Eva Beylich seine beiden jüngsten Bücher vorstellt. mehr...
Heimat, was das auch sein mag: Sabin Tambrea schreibt Familiengeschichte als Roman
Manchmal sind Lesende schon längst, bevor sie überhaupt eine einzige Zeile inhaltlich erfasst haben, mittendrin in der Handlung. Bei dem von Sabin Tambrea kreierten Druckwerk „Vaterländer“ ist das wahrscheinlich genauso. Bereits auf dem Deckblatt erkennen Draufblickende recht schnell ein innig verliebtes Paar. Gefühlte fünfeinhalb Sekunden weiter ist dieses Duo passgenau noch einmal abgebildet. Nur sorgt jetzt der deutlich erkennbare morbide Charme einer recht bekannten rumänischen Universitätsstadt mit ihren Fassaden eindeutig für klarere Konturen … mehr...
Schauplatz der Erinnerung und Kunst der Fuge: Joachim Wittstocks romaneske Chronik
Rein physisch gesehen ist es ein Schwergewicht, das neue Buch mit über 600 Seiten von Joachim Wittstock „Das erfuhr ich unter Menschen“ mit dem Untertitel „Romanhafte Chronik siebenbürgischer Schicksale“, und kein Roman im engeren Sinne. Erschienen ist es im Schiller Verlag, 2024. Gleich im Vorwort wird dem Leser, der geneigten Leserin erklärt, dass es sich um eine Schilderung im Sinne des chronikalischen Realismus handeln wird. Der Titel stammt aus dem Wessobrunner Gebet, einem Sprachdenkmal des Althochdeutschen um 800, und damit knüpft der Autor an eine literarische Tradition an, die im Text mitschwingt (siehe Von den Zeitereignissen zurechtgeformt: Interview mit Joachim Wittstock, dem „Heimweltautor“) mehr...
„Es ist fast keiner mehr“: Siebenbürgisch-deutsche Lyrik-Anthologie von Stefan Sienerth
Im Mai 2024 erschien in der Edition Noack & Block in Berlin: „,Es ist fast keiner mehr‘ – Siebenbürgisch-deutsche Lyrik des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“. Als Herausgeber dieser Anthologie signiert Stefan Sienerth. Der Werbetext des Verlages lautet: „Der Band umfasst 110 deutschsprachige Gedichte siebenbürgischer Autoren von 1700 bis 1848. Sie bilden die ganze Bandbreite siebenbürgisch-deutscher Lyrik in diesem Zeitraum ab: von Schmäh- und Streitgedichten über Hochzeitspoesie und andere Gelegenheitsdichtungen bis hin zur Naturlyrik und zu politischen Liedern. Ein Vorwort über die literaturhistorischen Zusammenhänge, knappe bio-bibliografische Hinweise auf die Verfasser sowie ein Quellenverzeichnis ergänzen die Anthologie. Sie vervollständigt die fünfbändige Reihe Stefan Sienerths zur Geschichte der siebenbürgisch-deutschen Lyrik von ihren Anfängen bis zum Jahr 1944.“ mehr...
Heimatelixier Erinnerung: Die Geburt der virtuellen Hermannstadt aus dem Geiste der erinnerten Sehnsucht
Dagmar Dusil (Hrsg.): „Im Schnee der Erinnerungen. Hermannstadt: dokumentiert · erinnert · recherchiert“. Traian Pop Verlag, Ludwigsburg, 2024, 444 Seiten, 29,90 Euro, ISBN 978-3-86356-407-0; bestellbar in jeder Buchhandlung sowie beim Verlag. Die Buchpräsentation findet am 3. August um 14.00 Uhr in Hermannstadt (Sibiu) im Spiegelsaal des Deutschen Forums unter Mitwirkung der Autoren statt. Rahmenprogramm: Trio Eybler/Nürnberg und Hans Günter Seiwerth. mehr...
Bayerische Familie wandert nach Siebenbürgen aus: „Tatsächlich Transsilvanien“ von Rita Klaus
„Tatsächlich Transsilvanien – Aus dem verrückten Alltag einer bayerischen Auswandererfamilie“ von Rita Klaus ist im September 2023 im DuMont Reiseverlag erschienen. Die Autorin beschreibt kurzweilig und mit viel Humor die zahlreichen Hürden, die die sechsköpfige Familie aus Bayern überwinden musste, um ihren Traum vom ursprünglichen Leben auf dem Land in Siebenbürgen wahr werden zu lassen. mehr...
Franz Hodjaks jüngste Aphorismen und Gedichte: Reinen Wein eingeschenkt von einem Freigeist
Mit einem Gedicht der Woche überrascht nun der vielleicht doch noch ganz jung gebliebene Franz Hodjak auf Instagram, per Video auf Facebook, wie er seinen ungarischen Lyrikband vorstellt, aber auch schon wieder analog mit zwei Büchern in Deutschland. mehr...
Weidenbach im Fokus: „Schicksal eines siebenbürgisch-sächsischen Dorfes“ von Otto Dück
Im November 2023 erschien im BOD-Verlag als Taschenbuch „Schicksal eines siebenbürgisch-sächsischen Dorfes“ von Otto Dück. Hierbei handelt es sich um eine korrigierte und erweiterte Print-Ausgabe der bereits als E-Book veröffentlichten Fassung zu Weidenbach. Wie der Autor im Vorwort schreibt, wurden dabei „vor allem aber aktuellere Fortschritte hinsichtlich der Ortsentwicklung und des Ausbaus des internationalen Flughafens … eingearbeitet“. mehr...
Ein Geschmack von Freiheit – Zwei Siebenbürger entdecken die Welt
Karin Scheiners Buch „Ein Geschmack von Freiheit“ ist im Sommer 2023 im Eigenverlag erschienen. Es ist weder ein Roman noch ein Reiseführer, sicher aber eine Fundgrube an interessanten Reisezielen und -routen für Individualtouristen rund um den Globus. mehr...









