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Vor 50 Jahren: Unsere Flucht aus dem Ceaușescu-Land Rumänien
„Das Göld darf man nicht so wuzeln“, sagte die Beamtin an der österreichisch-bayerischen Grenze, nachdem ich die zur Einreise nach Deutschland erforderliche Autoversicherung mit einem 100-DM-Schein aus unserer „Reisekasse“ bezahlen wollte. Der Geldschein war tatsächlich sehr dünn zusammengerollt, weil wir das deutsche Geld im Rohr der Gangschaltung unseres Käfers verstecken mussten. Wir waren ja rumänische Staatsbürger und durften als solche keine Devisen besitzen. „Manchmal muss man das Geld aber wuzeln“, meinte ich nur und beobachtete, wie die Frau mit einem Kugelschreiber versuchte, meinen Geldschein zu glätten. „Na, das Göld muss man nie so wuzeln“, sagte sie noch und übergab mir den Versicherungsschein samt 20 DM Restgeld. Jetzt waren wir ganz legal in Deutschland angekommen. An diesem Tag, es war der 18. August 1971, hatten wir, das sind meine Frau Eli, unser damals dreijähriger Sohn Robert und ich, es „geschafft“. Die zwei Wochen vorher begonnene Flucht aus Rumänien über Bulgarien, das damalige Jugoslawien und Österreich hatte ein gutes Ende gefunden. Wir waren sehr glücklich, dankbar und davon überzeugt, unserem Sohn einen besseren Start ins Leben ermöglicht zu haben. Er sollte nicht die schon im Kindergarten einsetzende „Erziehung“ mit roter „Pionierkrawatte“, Huldigungsgesängen und Tänzen zu Ehren des Staatschefs durchmachen müssen. mehr...
Nachbarschaft Lohhof wählt neuen Vorstand
Pandemiebedingt fand mit fast eineinhalb Jahren Verspätung am 18. Juli die Jahreshauptversammlung mit Wahlen für die Nachbarschaft der Siebenbürger Sachsen Lohhof e.V. statt. Den derzeit geltenden Hygieneregeln Rechnung tragend, wurde die Mehrzweckhalle für maximal 50 Personen bestuhlt. 45 Mitglieder fanden sich ein und wurden vom 1. Vorsitzenden Ralf Potsch herzlich begrüßt. Gleich zu Beginn der Versammlung wurde in einer Schweigeminute der in den vergangenen drei Jahren verstorbenen acht Mitglieder gedacht. Seit 2019 haben 17 Mitglieder die Nachbarschaft wegen Wegzug oder aus sonstigen Gründen verlassen. Aber auch 22 Erwachsene sowie neun Jugendliche und Kinder konnten als neue Mitglieder begrüßt werden. Somit gehören aktuell 289 Erwachsene, 42 Jugendliche und 27 Kinder, insgesamt also 358 Mitglieder der Nachbarschaft Lohhof an. mehr...
Nachbarschaft Mattigtal: Trauer um Ehrenkapellmeister Michael Lutsch
Nach einem sehr langen und erfüllten, in Zufriedenheit und Dankbarkeit geführten Leben verstarb unser aus Mettersdorf stammendes Mitglied Michael Lutsch am 11. Juli im 90. Lebensjahr. Michael Lutsch wurde 1944 in der letzten großen Gruppe Jugendlicher in Mettersdorf konfirmiert und landete, wie viele seiner Landsleute, mit seiner Familie im Innviertel in Oberösterreich. Durch seine Liebe zur Musik fand er schnell Anschluss. mehr...
Bundestagswahl 2021: Fabritius kandidiert auf CSU-Listenplatz 23
Mit einer erstmals zu gleichen Teilen aus Frauen und Männern bestehenden Liste zieht die CSU in die Bundestagswahl am 26. September. Die paritätische Wahlliste wurde am 26. Juni in Nürnberg beschlossen. Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, zudem Präsident des Bundes der Vertriebenen, Dr. Bernd Fabritius, kandidiert von CSU-Listenplatz 23 für den 20. Bundestag. Wie schon bei der letzten Bundestagswahl tritt Fabritius wieder als Spitzenkandidat der Union der Vertriebenen und Aussiedler (UdV) an. Das bestätigte UdV-Landesgeschäftsführer Thomas Mittermeier gegenüber der Redaktion der Siebenbürgischen Zeitung.
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Kommunalpolitiker und Schulleiter: Hermann Schmidt erhält Willy-Brandt-Medaille
Dem 93-jährigen Siebenbürger Sachsen Hermann Schmidt ist die Willy-Brandt-Medaille verliehen worden. Die nach Willy Brandt, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1969-1974) und SPD-Parteivorsitzender (1964 bis 1987), benannte Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die Partei zu vergeben hat. Der feierliche Akt erfolgte am 19. Juni in der Großen Kreisstadt Mössingen (Landkreis Tübingen) im Beisein der früheren Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin. Das Schwäbische Tagblatt berichtete über das „Mössinger SPD-Urgestein“ Schmidt unter dem Titel „Beispielhaft für Zusammenhalt und Solidarität eingesetzt“. mehr...
Erinnerungsort und Identifikationsfigur: Feierlichkeiten zum 300. Geburtstag des Barons Samuel von Brukenthal
„Wodurch aber Brukenthal zu einem dauerhaften Erinnerungsort und zu einer Identifikationsfigur wurde, das ist die Stiftung seiner umfangreichen und wertvollen Sammlungen zu einem öffentlichen Museum mit Bibliothek in gemeinschaftlichem Besitz mit Prägekraft bis heute.“ Diese Worte stehen in der Einleitung zu dem Heft der Wanderausstellung „Ein früher Europäer“, die aus Anlass des 300. Geburtstags von Baron Samuel von Brukenthal von dem Deutschen Kulturforum östliches Europa Potsdam in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern erstellt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wurde. mehr...
Vielseitiges und segensreiches Wirken für die Gemeinschaft: Nachruf auf Kurt Franchy
Pfarrer i.R. Kurt Franchy starb nach langer Krankheit am 7. Juli 2021 im Alter von 86 Jahren in Wiehl-Hillerscheid. Der Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen „Adele Zay“, dessen Vorsitzender er 25 Jahre war, das Wohn- und Pflegeheim Haus Siebenbürgen, die Eisenburger Stiftung sowie die Kreisgruppe Drabenderhöhe des Verbandes der Siebenbürger Sachsen trauern gemeinsam mit der Familie um einen wertvollen Menschen, dem die Gemeinschaft viel zu verdanken hat. Nach der Trauerfeier am 14. Juli in der evangelischen Kirche wurde er auf dem Friedhof in Drabenderhöhe beigesetzt. mehr...
25. Auflage des Carl-Filtsch-Wettbewerb-Festivals in Hermannstadt
Nach der Online-Austragung zahlreicher Wettbewerbe fand der ursprünglich für November 2020 geplante Carl-Filtsch-Wettbewerb tatsächlich live vom 10. bis 15. Juli in Hermannstadt statt. Nicht zuletzt ist es ein Verdienst von Bolizsár Csiky, dem Präsidenten der Jury, der mit allen Mitteln sein Möglichstes getan hat, um den Wettbewerb am Leben zu erhalten. „O tempora, o mores“ heißt die Ausstellung, die parallel zum Carl-Filtsch-Wettbewerb am 10. Juli im Foyer des Thalia Saales eröffnet wurde und Werke von Gert Fabritius zeigt. Sie kann bis Ende August besichtigt werden. mehr...
Luise Teutsch/Müller – Jules Verne – Hamruden
In fünf seiner 65 Romane lässt Jules Verne einen Bezug zum „karpato-pontischen“ Raum erkennen. Zuneigung und Liebe zu einer Hamrudnerin, Verarbeitung vor Ort gewonnener Erkenntnisse und Erfahrungen in seinen Werken beziehungsweise minuziöse Recherche und Fremddokumentation sind wichtige Fragen, die die Fachwelt bis heute beschäftigen. mehr...
Als Schloss Horneck ins heimische Wohnzimmer kam: Digitales Schlossfest begeistert Publikum mit reichem Kulturprogramm
Ein Jahr nach der Eröffnung lud der Verein Siebenbürgisches Kulturzentrum „Schloss Horneck“ zum digitalen Schlossfest. Ohne selbst vor Ort zu sein, bekamen die Gäste aus erster Hand umfassende Einblicke und genossen ein hochkarätiges Kulturprogramm. mehr...









