29. Oktober 2015

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Verbandstag 2015 in Bonn

Gemäß § 12 Absatz 1 der Richtlinien des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland sind die Organe des Vereins: „- Der Verbandstag, - der Bundesvorstand und - der Geschäftsführende Vorstand, zugleich als Vorstand im Sinne des § 26 BGB.“ Der Verbandstag ist das ranghöchste Organ und tritt alle vier Jahre zusammen, um über grundsätzliche Fragen und Vereinsbelange zu beraten und zu beschließen. Die nächste repräsentative Mitgliederversammlung findet am 7. und 8. November 2015 im Gustav-Stresemann-Institut e.V., Langer Grabenweg 68, in Bonn statt.
Bei dem unmittelbar bevorstehenden Verbandstag in Bonn, im Patenland des Verbandes der Siebenbürger Sachsen Nordrhein-Westfalen, wird auf Basis der Tätigkeitsberichte des Bundesvorsitzenden und seiner Stellvertreter die bisherige wie auch die künftige landsmannschaftliche Arbeit erörtert. Dabei können Mitglieder des Verbandes, die nicht Delegierte sind, als Zuhörer teilnehmen. Stimmberechtigt sind jedoch nach § 20 der Satzung, Absatz 2 und 3, ausschließlich die von den Landes- bzw. Kreisgruppen gewählten Delegierten und die Delegierten von Amts wegen, also die Mitglieder des Bundesvorstands sowie die Regionalgruppenleiter der Heimatortsgemeinschaften, sofern diese Verbandsmitglieder sind. Der Bundesvorstand hat gemäß § 18, Absatz 1 und 2, zu allen auf der Tagesordnung stehenden Punkten und Anträgen einen Beschluss zu fassen, soweit es nicht offensichtlich entbehrlich ist. Die Beschlussfassung erfolgt mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Bundesvorsitzenden.

Auf der Tagesordnung steht auch die Wahl der bzw. des Bundesvorsitzenden, ihrer/seiner Stellvertreter sowie weiterer wichtiger Ämter. Bei diesem Verbandstag wird eine personelle Erneuerung an der Spitze des Verbandes erfolgen. Wie in dieser Zeitung berichtet ("Vernetzung als Stärke: Bundesvorstand erörterte aktuelle Vorhaben"), hat der Bundesvorstand auf seiner Frühjahrssitzung am 7. März in München beschlossen, den Delegierten eine Doppelspitze vorzuschlagen. Der seit 2007 amtierende Bundesvorsitzende Dr. Bernd Fabritius steht aufgrund seiner erheblichen Beanspruchung als Bundestagsabgeordneter (seit September 2013) und Präsident des Bundes der Vertriebenen (seit November 2014) nicht mehr als Bundesvorsitzender zur Verfügung, hat sich aber bereit erklärt, im Amt eines per Satzungsänderung neu zu etablierenden Verbandspräsidenten weiterhin repräsentative Aufgaben zu übernehmen, etwa die politische Vertretung des Verbandes nach innen und außen. Die Leitung des Verbandes soll wie in der Vergangenheit der oder dem Bundesvorsitzenden obliegen. Für dieses Amt kandidiert auf Vorschlag des Bundesvorstandes die Stellvertretende Bundesvorsitzende und Vorsitzende des Landesverbandes Bayern Herta Daniel. Während sich die übrigen Stellvertretenden Bundesvorsitzenden Alfred Mrass, Rainer Lehni und Doris Hutter für ihre bisherigen Ämter wieder zur Wahl stellen, kandidiert der kommissarische Bundesjugendleiter der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland Edwin-Andreas Drotleff neu für das Amt des Stellvertretenden Bundesvorsitzenden.

Eines der Schwerpunktthemen in Bonn wird erwartungsgemäß das Kultur- und Begegnungszentrum auf Schloss Horneck in Gundelsheim sein. Notwendigerweise wird sich das höchste Organ unseres Verbandes auch mit dem nach wie vor akuten Problem des Mitgliederschwundes auseinanderzusetzen haben. Rückläufige Mitgliederzahlen bedeuten sinkende Beiträge und damit schrumpft das Haushaltsbudget. Dem gilt es mit vereinten Kräften entgegenzusteuern. Bundesgeschäftsführer Erhard Graeff prognostiziert einen arbeitsreichen, debattenintensiven Verbandstag: „Damit wir die notwendigen Regularien durchführen können, ist die Tagesordnung sehr lang. Trotzdem hoffe ich auf ausreichenden Raum für Austausch und Diskussionen an diesen beiden Tagen. An Themen mangelt es nicht, erinnere ich doch nur an die beiden am letzten Verbandstag 2011 verabschiedeten Resolutionen. Es ging dabei um die Forderungen unserer Gemeinschaft an unser Herkunftsland Rumänien betreffend die Entschädigung für Zwangsarbeit in der Sowjetunion bzw. Restitutionsansprüche unserer Landsleute, wie auch unsere Positionierung gegenüber Deutschland, dass die Bundesregierung gem. § 96 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) zur Sicherung der Kultur der Siebenbürger Sachsen als Teil des gesamtdeutschen kulturellen Erbes unsere zentralen Kultureinrichtungen in Gundelsheim in ihrem Fortbestand und ihrer Wirkungsfähigkeit dauerhaft sichern muss. Waren uns diese Papiere von Nutzen, was haben sie gebracht, wo stehen wir heute?“

Im Vorfeld des Verbandstags in Bonn, am Nachmittag des 6. November und am Vormittag des 7. November, findet vor Ort die Herbstsitzung des Bundesvorstandes statt.

Christian Schoger

Schlagwörter: Verbandstag, Bonn, Fabritius, Bundesvorstand, Wahlen

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