16. August 2009

Partnerschaft zwischen Hemhofen und Obereidisch besiegelt

In einem feierlichen Festakt im Rahmen des diesjährigen Obereidischer Treffens, an dem mehr als 120 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern teilnahmen, wurde die lange vorbereitete Partnerschaft zwischen den Gemeinden Hemhofen und der ehemaligen Heimatgemeinde Obereidisch besiegelt. Landrat Eberhard Irlinger, Bürgermeister Joachim Wersal (Hemhofen) und Bürgermeister Mihai Petruţ (Obereidisch) unterzeichneten die Urkunde.
Bereits 2004 wurden die Kontakte zwischen der ehemaligen Heimatgemeinde Obereidisch und Hemhofen intensiviert. Der Höhepunkt des kulturellen Brückenschlags war nun die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zum Auftakt des Obereidischer Heimattreffens in der Mehrzweckhalle in Hemhofen.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst, der von Pfarrer Laszlo Kezdi und Pfarrer Koschnitzke gehalten wurden, zogen die Festbesucher unter Begleitung der Zeckerer Blaskapelle in die Turnhalle ein. 16 Obereidischer, darunter fünf Jugendliche, waren extra zu diesem Fest nach Hemhofen gekommen um Bekannte zu treffen und dem Festakt beizuwohnen.

„Es ist der Kontakt der Enkelgeneration“, unterstrich der Schirmherr des Festes, Bürgermeister Joachim Wersal (FW) in seinem Grußwort diese Tatsache. In den fünfziger Jahren hätten viele Familien aus Obereidisch auch in Mittelfranken eine neue Heimat gefunden. Erst in den letzten Jahren sei durch die politische Veränderung ein reger Besuch und Austausch mit der alten Heimat möglich geworden. Bei so einem Besuch stellte Wolfgang Emrich, Vorsitzender des Vereins „Die Obereidischer“, fest, dass die Dorfkirche am Verfallen war. In einer spontanen Aktion wurden deshalb in elf Monaten 20 000 Euro an Spenden für die Renovierung der Kirche gesammelt. Unter der Leitung von Pfarrer Kezdi gelang es das Bauvorhaben zügig zu vollenden und nach kurzer Bauzeit wieder mit der Konfirmation von drei Konfirmanden einzuweihen.

Landrat Eberhard Irlinger (SPD), der selbst als Student Siebenbürgen kennengelernt hat, beobachtete „mit Freude die Entwicklung der Partnerschaft“ und vor allem die Einbeziehung der Jugend. Für die Jugendarbeit in Obereidisch überreichte er dem stellvertretenden Bürgermeister Mihai Petruţ ein Geldgeschenk.

Petruţ überreichte als Gastgeschenk eine traditionelle Keramikvase, eine Nachbildung der Vase, die kürzlich bei Ausgrabungen durch deutsche und rumänische Archäologen gefunden wurde. Darin spiegelt sich laut zweitem Bürgermeister Mihai Petruţ die 5000-jährige Besiedelung der Region, die entwickelte Kultur und das Zusammenleben verschiedener ethnischer Volksgruppen in Siebenbürgen. Mit Tanzaufführungen und einem geselligen Zusammensein wurde dieser wichtige Tag gemeinsam be- endet.

Wolfgang Emrich

Schlagwörter: deutsch-rumänische Beziehungen, HOG, Partnerschaften

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