20. Mai 2017

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Reichesdorfer Treffen 2017

Das 14. Reichesdorfer Treffen von 2015 war ein gelungenes Fest. Bedingt durch kleine Unstimmigkeiten, trat nach kurzer Zeit fast der ganze Vorstand der HOG Reichesdorf von seinem Amt zurück, einschließlich des Vorsitzenden. In dieser Situation bestand die Gefahr, dass unsere über Jahre gut funktionierende Gemeinschaft auseinanderbrechen könnte. Doch siehe da, es gab noch Reichesdorfer, die dies zu verhindern wussten.
Eine kleine Gruppe mit neuem Vorsitzenden in Person des uns allen bekannten Gustav Maiterth nahm die Geschicke der HOG Reichesdorf kommissarisch in die Hände. Eine neue Satzung wurde ausgearbeitet und den Reichesdorfern mit dem Boten im Herbst 2016 zum Einsehen bereitgestellt. Termin und Ort des 15. ­Reichesdorfer Treffens (samt Anmeldungsformularen) wurden ebenfalls bekanntgegeben. Die Zeit eilte dahin und so konnten wir unser Fest vom 28.-30. April an gewohntem Ort, im Ahorn Berghotel Friedrichroda, feiern. Schon am Freitag strömte eine große Schar, die eine längere Anfahrt hatte, ins Hotel. Welche große Freude, sich mit Freunden und Nachbarn, die man schon Jahre nicht mehr gesehen hatte, wieder begrüßen zu können! Noch erfreulicher war es dann am Samstag, als eine weitere große Zahl lieber Menschen stürmisch begrüßt werden konnte. Nach kurzer Aussprache und einem stärkenden Mittagessen ging es dann geschlossen zum Gottesdienst. Da die Pfarrer, die unsere Gottesdienste bisher gestaltet hatten, durch Konfirmationen in ihren Gemeinden unabkömmlich waren, hatte Hans Hügel Pfarrer i.R. Gerhard Kuppler aus Lauffen am Neckar gebeten, den Gottesdienst zu halten. Alle waren begeistert von der Art und dem Inhalt der gesprochenen Worte. Musikalisch an der Orgel wurde der Gottesdienst von unserem Hans Hügel begleitet, der auch den Chor gekonnt führte und mit dem Siebenbürgenlied einen krönenden Abschluss gestaltete. Neuer Vorstand der HOG Reichesdorf, von links: ...Neuer Vorstand der HOG Reichesdorf, von links: Harald Hügel, Heinrich Maiterth, Anni Schneider und Gustav Maiterth (Vorsitzender). Foto: Hans Christian Hienz Nach einer erfrischenden Pause mit Kaffee und Kuchen begann der offizielle Teil des Festes. Gustav Maiterth, der kommissarisch die Stelle des Vorsitzenden übernommen hatte, begrüßte alle Anwesenden und freute sich, dass doch so viele den weiten Weg nicht gescheut hatten, um sich hier wieder zu sehen. Er dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen, die Geschicke der HOG kommissarisch zu übernehmen.

In einer Schweigeminute wurde der Verstorbenen gedacht. Ein Dank ging, wenn auch nicht anwesend, an Werner Meyndt. der die Geschicke der HOG über so viele Jahre geleitet hatte. Besonderer Dank ging an Heinrich Maiterth, der für die Gestaltung und um die Herausgabe des Reichesdorfer Boten und Jahreskalender bemüht ist, sowie an Hans Christian Hienz, der den Internetauftritt betreut. Die vorgeschlagene Satzung wurde mit drei Enthaltungen angenommen.

Laut Satzung wird der Vorstand für vier Jahre gewählt. Hans Alzner wurde als Wahlleiter bestellt, unterstützt von Heidi Stolz und Helga Meyndt. Der Vorstand besteht aus Vorsitzendem, Stellvertretendem Vorsitzenden, Kassier und Schriftführer, zwei Beisitzern und zwei Kassenprüfern. Zur Wahl stellten sich Gustav Maiterth als Vorsitzender, Harald Hügel als Stellvertretender Vorsitzender, Heinrich Maiterth als Schriftführer. Da Ernst Kloos sich nicht wieder zur Wahl stellte, erklärte sich Anni Schneider bereit, das Amt der Kassierin zu übernehmen. Alle vier wurden einstimmig gewählt. Alles geregelt, und nun konnte der gemütliche Teil losgehen. Die beiden Musiker gaben ihr Bestes, und in der Runde gab es nur glückliche Gesichter. Es wurde erzählt, es wurde gesungen, Jugenderinnerungen wachgerufen, Probleme des Alltags besprochen, einfach quer durchs Erlebte. Der Hirschtalbrunnen mit seiner Quelle beim Schmidentotz und die Säuberungsaktionen von Hans Wachsmann wurden auf Text und Melodie vom „Brennchen um granen Rhin“ besungen. Da musste ich mir oft die Frage stellen – was hält die vielen Abwesenden ab, dieser so vertrauten und liebevollen Runde fernzubleiben. Erklärbar sind nur Alter, Krankheit und sonstige nicht selber zu bestimmende Termine von Familienfesten (Konfirmationen). Man muss sich fragen, haben sie die vertraute Gemeinschaft aus der alten Heimat, die Nachbarn und Freunde denn vergessen, aus deren Mitte sie zu dem aufgestiegen sind, was sie heute sind und haben?

Ein Spruch des verstorbenen Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker lautet: „Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.“

In diesem Sinne möchte ich meinen Beitrag abschließen und in Gedanken mich der vielen Umarmungen erinnern, die Sonntagmorgen beim Antreten des Heimweges vollzogen wurden mit dem Versprechen, beim nächsten Treffen mit neuen Erinnerungen und Erlebtem wieder dabei zu sein. Auch hoffen alle, auch die jetzt Daheimgebliebenen dann aufs Herzlichste begrüßen zu können. Ich wünsche allen Gesundheit und Frieden für die nächsten Jahre.

Hans Alzner

Schlagwörter: Reichesdorf, Treffen

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