8. Januar 2026

Matura-Treffen der Brukenthal-Schüler nach 62 Jahren

Klaus Neugeboren hat die Initiative ergriffen und uns wieder zusammengebracht, die Maturaabsolventen des Brukenthal-Gymnasiums Hermannstadt, Abschlussjahrgang 1963. Das war gar nicht so einfach, aber er hat nicht lockergelassen und sich hervorragend vorbereitet.
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Matura-Treffen der Brukenthal-Schüler nach 62 Jahren in Löwenstein
Es war unglaublich schön, im Oktober 2025 in der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein zusammenzukommen. Wir waren sehr gut untergebracht, hatten tolle Verpflegung und einen großen Raum für uns. Bei der Begrüßung der relativ großen Runde war es gut festzustellen, dass man noch alle erkennen konnte, und wir waren gespannt auf die Gespräche. Das Gefühl, gemocht und verstanden zu werden, war gleich voll da. Wir waren etwa 20 ehemalige Schüler (von drei Abiturientenklassen 1963), die Hälfte davon war in Begleitung von Partnern.

Das Essen in Büfett-Form war in einem großen hellen Raum. Wir hatten immer die gleichen 8er-Tische ohne feste Sitzordnung, so konnte man sich der Reihe nach zu jedem setzen. Das Essen ließ keine Wünsche offen. Wir machten auch eine kleine Wanderung in die Umgebung und sahen uns die Weinberge von oben an! Mit Harald Melas (am Klavier) sangen wir alte Lieder! Klaus hatte alles liebevoll im Griff mit dem vorgesehenen Programm. Er hatte das großartig vorbereitet mit Diaprojektionen von Aufnahmen voriger Treffen. Ach, wie wir uns freuten, zu sehen, wie schön wir mal waren.

Eine Morgenandacht gehörte natürlich dazu, und es war angenehm, dass wir uns in guten Händen unseres Seelsorgers (Klaus) befanden. Er nahm Bezug auf die Bildkarte, die er jedem von uns bei der Ankunft geschenkt hatte (Spuren im Sand), um den Gedanken des Vertrauens und der Hoffnung bei uns zu bestärken, dass wir in unser Leben nicht nur hineingeboren wurden, sondern auch heute und weiterhin getragen werden. „Gott schenke uns diese Zuversicht – was unsere nächsten Jahre auch bringen“, war der Segensspruch zum Mitnehmen auf unseren weiteren Lebensweg!

Am zweiten Nachmittag sollten wir uns auch wie früher bei „Cheffs“ mit Tanzen erfreuen. Da fehlten vielleicht die alten Schlager aus vergangenen Zeiten, aber die Gespräche hörten nicht auf. Die beste Idee kam dann, als überlegt wurde, ob man sich in fünf oder in zehn Jahren wieder treffen sollte? Nein, jedes Jahr ab nun! Das fanden spontan alle gut: also 2026! Spontan waren fast alle davon begeistert. Der Weg ist frei. Wir hoffen von Jahr zu Jahr noch gesund zu sein und uns auf das Wiedersehen zu freuen.

Als ich wieder zu Hause war, überlegte ich, wie es mir nun mit meinen Erwartungen bzw. Befürchtungen ergangen war. Ich hatte nur ein tolles Hochgefühl, als würde ich immer noch schweben. So viel Zuneigung und einfaches Verstandenwerden, ohne sich aufzuplustern oder anzugeben. Ich schmökerte in einem Büchlein mit japanischen Weisheiten und fand folgende Sentenz, die mich sofort an unser Klassentreffen erinnerte: „Düstere Ruinen bestieg ich, erinnerungsschwer, / Wie staunte ich nun: überall Rosen!“ Herzlichen Dank an Klaus Neugeboren für das wunderbare Treffen.

Christa Scheerer, verheiratete Bonfert

Schlagwörter: Brukenthalschule, Hermannstadt, Treffen, Matura

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