14. Juni 2017

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Achtes Treffen der Heimatortsgemeinschaft Nadesch

Unter dem Motto „Tradition auf neuen Wegen“ fand am 6. Mai das 8. Treffen der Nadescher Heimatortsgemeinschaft in Nürnberg statt. Es ist nicht schwer zu erraten, welche Absichten sich hinter diesem Leitsatz verbergen.
So begann das Heimattreffen traditionell mit dem Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Emmauskirche in Nürnberg. Pfarrer Hermann, ehemaliger Pfarrer in Nadesch in den Jahren 1974 bis 1984, war extra mit seiner Ehegattin aus Neumünster angereist, um mit den Nadeschern dieses Treffen zu feiern. Die Nadescher erlebten nicht nur einen Gottesdienst, „wie man ihn seit Verlassen der alten Heimat nicht mehr erlebt hat“, sondern auch eine Andacht, die tief mit der Seele der Nadescher verwurzelt ist. Es blieb kaum ein Auge trocken, als Pfarrer Hermann die Worte zitierte und erläuterte, die bei jedem festlichen Anlass der Anfang aller Reden war: „Ech wäll nor esü riaden och irschtens Gott dunken …“.

Die fesselnde Predigt, die auch das Motto des Treffens nochmal aufgriff, gab den Anwesenden Trost und Hoffnung für die Zukunft, für neue Wege, die unvermeidbar sind. Auch die Lieder waren von Pfarrer Hermann sehr bedacht ausgesucht worden. Norbert Stark begleitete die Gemeinde an der Orgel. Statt der Orgel begleiteten die Nadescher Adjuvanten unter der Leitung von Hans Barth das Eingangs- und Ausgangslied. Und die Glocken wurden von Stefan Baier, Sohn des ehemaligen Glöckners aus Nadesch, von Hand geläutet. Jessica Roth führte die Lesung aus dem 5. Kapitel des Matthäusevangeliums durch. Bei der Totenehrung wurden die Namen der 70 Verstorbenen der letzten vier Jahre abwechselnd von Heidrun Kloos und Hans Georg Baier vorgelesen. Die Kollekte soll der Pflege des Nadescher Friedhofs zugutekommen.

Die in unmittelbarer Nähe befindliche Eventhalle „Gartenstadt“ lud in festlich dekoriertem Ambiente zum Mittagessen ein. Vor einer Kulisse, einem 42 m² großen Sonderdruck der Nadescher Kirche, eröffneten die Nadescher Adjuvanten mit dem „Reisefiebermarsch“ das Kulturprogramm. Die Trachtentanzgruppe Nadesch e. V. und andere Trachtenträger marschierten dazu auf. Die anschließende Begrüßung der Gäste durch den langjährigen Vorstandsvorsitzenden der HOG Nadesch, Hans-Werner Henning, sprach unter anderem auch die Thematik des Mottos in Bezug auf die Frage „Wo bin ich zu Hause?“ an.

Grußworte der Ehrengäste aus der lokalen Politik von Dr. Ulrich Blaschke (SPD), Konrad Schuh (CSU) sowie von Horst Göbbel, Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes Nürnberg, aus den Heimatortsgemeinschaften unserer ehemaligen Nachbarn, Dietmar Wagner (Zuckmantel) und Wilhelm Paul (Großalisch), der Kirchenkuratorin Katharina Eiwen aus Nadesch erwähnten in lobender Weise die rege Tätigkeit der Nadescher Gemeinschaft und der Kulturgruppen, ihre aktive Präsenz im Verbandsleben der Siebenbürger Sachsen im Nürnberger Raum und wünschten ihnen auch weiterhin alles Gute „auf neuen Wegen“ in gelebter und bewährter Tradition. Dazwischen konnten sich die Gäste an den musikalischen Auftritten der Adjuvanten und des Männerchors, geleitet von Hans Barth, sowie an den Tanzdarbietungen der Trachtentanzgruppe Nadesch e. V. unter der Leitung von Dieter Altstädter erfreuen. Durch das mehrstündige Programm führte souverän Malvine Ludwig. Aufmarsch der Trachtenträger am 8. Nadescher ...Aufmarsch der Trachtenträger am 8. Nadescher Treffen. Foto: Hans Georg Baier Nach dem Festprogramm fanden die Neuwahlen des Vorstands unter der Leitung von Wilhelm Paul, 1. Vorsitzender der HOG Groß-Alisch, statt. Der Vorstand wurde entlastet, drei Vorstandsmitglieder (Hans-Werner Henning, Heinrich Schorscher sen. und Reinhard Ludwig) traten nicht mehr zur Wahl an. Gewählt wurden ohne Gegenstimmen und Enthaltungen die fünf verbleibenden Vorstände Heidrun Kloos, Malvine Ludwig, Hans Georg Baier, Dirk Raab, Heinrich Schorscher jun. und als neues Vorstandsmitglied Horst Kloos. Aufgaben und Ämter werden in der nächsten Vorstandssitzung beschlossen und zugeteilt. Im Anschluss an die Wahlen unterhielten die Nadescher Adjuvanten die Gäste mit Tanzmusik bis 20.00 Uhr, als die Band „Rocky 5“ zum Ball einlud und bis um zwei Uhr nachts für gute Stimmung sorgte. Für die Kinderanimation wurde die Clownin Tini eingeladen. Sie beschäftigte die jungen Gäste den ganzen Nachmittag überwiegend draußen bei schönem Wetter und bastelte für sie Blumen und Tiere aus Luftballons. Trotz der guten Stimmung im Saal und auf der Tanzfläche wurde ein hoher Rückgang in der Teilnahme am Treffen verzeichnet.

Dennoch dürfen wir den Blick nach vorne wagen, uns neuen Aufgaben stellen und diese mit Zuversicht, gestützt auf unsere Traditionen, in die Zukunft tragen. Im Namen des Vorstandes der HOG Nadesch

Hans Georg Baier und Malvine Ludwig

Schlagwörter: Nadesch, HOG-Treffen

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