5. Mai 2018

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Roder Trachtenseminar

Unsere Roder Tracht tragen wir bei vielen Anlässen mit Freude und Stolz. Deshalb ist es unerlässlich, dass wir die unterschiedlichen Trachtenteile sachgemäß lagern, aufbewahren und so den Wert dieser traditionellen Erbstücke bestmöglich erhalten. Gerade die jüngeren Trachtenträger/-innen unter uns sind meist von dem Glück gesegnet, dass sich die Mutter, eine Oma oder eine andere Verwandte um die Tracht kümmert und für den jeweiligen Anlass alle Trachtenteile frisch gewaschen, gestärkt und gebügelt zur Verfügung stellt. Wir möchten uns aber generationenübergreifend die Kunst der Trachtenpflege und deren Aufbewahrung ins Bewusstsein rufen und in die Praxis umsetzen. Deshalb hat unsere HOG Rode e.V. am 17. März ein „Roder Trachtenseminar“ in Ingolstadt veranstaltet.
Dank der professionellen Organisation und Vorbereitung durch Annette Folkendt, unserer Sozialreferentin Jugend und Familie, fand das Seminar erfreulich guten Anklang und war gut besucht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Regionen Ingolstadt, Fürth-Nürnberg, Waldkraiburg, Würzburg und sogar aus Traun/Österreich haben aus diesem Workshop viele individuelle Informationen und praktische Hinweise mitgenommen.

Annette Folkendt führte durch ein umfangreiches Programm, das sie anhand eigener Erfahrungen und praktischer Hinweise veranschaulichte. Annette und andere Frauen hatten unzählige Trachtenteile mitgebracht und als Anschauungsmaterial zur Verfügung gestellt.

Hauptthema des Workshops war das Waschen, Stärken und Bügeln der Trachtenteile, das von Katharina Folkendt sehr praxisbezogen erklärt und am Bügelbrett vorgeführt wurde. Im anschließenden Themenblock erläuterte Annette die richtige Aufbewahrung und Lagerung der Frauentracht, Ilse Bell referierte über das sachgemäße Aufbewahren der Männertracht. Unter den Teilnehmerinnen fand zu diesen Themenbereichen ein reger Erfahrungsaustausch statt, viele Details wurden durch Nachfragen und Diskussionen weiter intensiviert.Die Teilnehmerinnen des Roder Trachtenseminars in ...Die Teilnehmerinnen des Roder Trachtenseminars in Ingolstadt. Foto: Michael Bell Nach einem schmackhaften Mittagessen gut gestärkt, wurde im zweiten Programmteil am Nachmittag die hohe Kunst des Bockelns aufgefrischt und geübt. Katharina Folkendt führte uns gekonnt sowohl die weiße Bockelung als auch die schwarze Festbockelung vor. Danach wurde in mehreren Gruppen eifrig das Bockeln geübt.

Zusammenfassend kann unser Trachtenseminar als sehr intensiv und aufschlussreich betrachtet werden. Neben dem kulturellen Aspekt wurde auch unsere Roder Gemeinschaft bereichert und eine alte Roder Tradition gepflegt: am Seminartag, dem 17. März, durften unsere drei Teilnehmerinnen namens „Gertrud“ im Mittelpunkt stehen, denn es war ihr Namenstag! Wir ehrten sie mit einem Ständchen und einem kleinen Blumengruß und dankten ihnen für die gespendeten Kuchen, die wir zur Kaffeezeit genießen konnten.Die beiden „Gebockelten“: links Susanne Kopes ...Die beiden „Gebockelten“: links Susanne Kopes (geborene Schmidt), rechts Gertrud Grünwald (geborene Imrich). Foto: Michael Bell Dank gebührt aber noch einigen weiteren Personen, die unser Seminar überhaupt erst möglich gemacht haben. Unsere liebe Gerda Knall hatte uns dankenswerterweise das Vereinsheim der Kreisgruppe Ingolstadt als Veranstaltungsort vermittelt. Leider konnte sie krankheitsbedingt nicht dabei sein, deshalb auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön! Gleichzeitig danken wir unseren Roder Landsleuten aus Ingolstadt für die Gastfreundschaft und dafür, was sie alle – Katharina Folkendt, Gudrun Fleischer (Hedrich), Monika und Herbert Kopes – persönlich zu unserem gemeinsamen Tag beigetragen haben. Aber ein solches Seminar steht und fällt mit seinen Teilnehmern. Deshalb danken wir allen, die der Einladung nach Ingolstadt gefolgt sind und diese wichtigen Themen mit uns behandelt haben!

Irene Kastner, eigens aus Traun/Österreich angereist, äußerte, „… dass solche Seminare enorm wichtig sind. Ein Volk lebt ja durch seine Sprache und auch durch seine Tracht. Speziell beim Bockeln ist schon viel Wissen verloren gegangen und daher ist so ein Seminar besonders wichtig. Ich würde auch noch weiter als 300 oder 400 km fahren, um dabei zu sein!“

Bei unserem Trachtenseminar sind sehr viele Bilder entstanden. Diese sind mit einem zusammenfassenden Protokoll auf unserer Homepage www.hogrode.de zu sehen und bieten einen Leitfaden und viele nützliche Hinweise auch für diejenigen, die nicht am Seminar teilnehmen konnten.

Adelheid Roth

Schlagwörter: Rode, HOG, Trachten, Seminar, Brauchtumspflege

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