29. März 2010

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HOG Großscheuern/Ingolstadt: Stefan Groß wurde 70

Der Vorsitzende der HOG Großscheuern/Nachbarschaft Ingolstadt e.V., Stefan Groß, hat am Wochenende vom 6./7. März 2010 im Rahmen einer großen Familienfeier mit 140 Gästen im Gasthaus Ledl zu Gaimersheim/Ingolstadt das Alter von 70 Jahren feiernd erreicht.
Der Jubilar hatte neben Anverwandten, Freunden und Bekannten auch alle Mitglieder des Vorstands der HOG Nachbarschaft Ingolstadt mit Ehepartnern, die Großscheuerner Tanzgruppe Ingolstadt sowie die Großscheuerner Blaskapelle und deren Ehefrauen eingeladen. Bei der Begrüßung wurden Schnaps, Großscheuerner Eierhanklich und Nussstrudel gereicht, gebacken und gespendet von den Familien Reuer/Gierlich und Susanna Roth.

Als Ehrengäste waren anwesend: Christian Siebendritt seitens der Stadt Ingolstadt, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Süd, Brigitte Wöhrl, Gattin des Stadtrats Franz Wöhrl, Doris Hutter, Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen und Kulturreferentin des Landesverbandes Bayern, Wilhelm Schenker, Vorsitzender der Kreisgruppe Ingolstadt, Christian Fuss, 1. Sprecher der HOG Großscheuern. Bei der 70. Geburtstagsfeier in Gaimersheim, von ...Bei der 70. Geburtstagsfeier in Gaimersheim, von links: Wilhelm Schenker, Vorsitzender der Kreisgruppe Ingolstadt, Doris Hutter, Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes, der Jubilar Stefan Groß, Christian Fuss, 1. Sprecher der HOG Großscheuern. Foto: Lukas Groß Sie alle hoben in ihren Ansprachen insbesondere die langjährigen erfolgreichen Aktivitäten des Jubilars im Rahmen der HOG Großscheuern, der Kreisgruppe Ingolstadt, des Verbandes der Siebenbürger Sachsen sowie der Stadt Ingolstadt hervor und überreichten ihm Geschenke und Urkunden. Im Namen des Verbandes der Heimatortsgemeinschaften übereichte Christian Fuss eine Ehrenurkunde. In einem Schreiben hatte auch der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer dem Jubilar gratuliert und für sein engagiertes Wirken in der HOG Großscheuern/ Ingolstadt gedankt.

Eine große Freude bereitete dem Jubilar die in Tracht erschienene Tanzgruppe, die Tänze vorführte und einige Lieder sang. Der Leiter der Tanzgruppe, Gerhard May, 1. Stellvertretender Vorsitzender des Nachbarschaftsvereins, dankte für die die ihnen zuteil gewordene Unterstützung und betonte, dass Groß sich bereits 1985 für die Gründung der Großscheuerner Nachbarschaft eingesetzt und dafür gesorgt habe, dass die wichtigsten Aufgaben wie Förderung und Pflege des Kulturgutes und der Bräuche aus Großscheuern in der Satzung des Vereines eingetragen wurden. Hans Martin Gräf, Stellvertretender Vorsitzender, dankte im Namen der Vorstandsmitglieder, überreichte dem Jubilar Geschenke und dessen Ehefrau Sofia einen Blumenstrauß. Eine Senioren-Singgruppe mit Lehrerin i. R. Katharina Müller und ihre Ansprache waren ein weiterer Höhepunkt. Johann Müller, ehemaliger Vorsitzender der Nachbarschaft Frankfurt/Main, dankte Stefan Groß für die gute Zusammenarbeit. Lehrer Hartmann Friedrich, ehemaliger Direktor des Kulturheims in Großscheuern, betonte in seiner Würdigung den großen Einfluss, den Groß zusammen mit Landsmann Andreas Späck beim Zuzug von vielen Großscheuernern nach Ingolstadt hatte.

Die beiden Schwiegersöhne des Jubilars zeigten einen Streifzug in Bildern durch dessen Leben. Stefan Groß war ein ausgezeichneter Schüler. Er war schon in jungen Jahren eine große Stütze auch in der Familie. Bereits als 16-Jähriger setzte er sich mit großem Fleiß beim Neubau des 1944 durch Bombardierung völlig zerstörten Elternhauses in Großscheuern ein. Die Schwiegersöhne zeigten Bilder von Groß in der neuen Heimat, von seinem Familien- und Arbeitsleben bis in die heutigen Tage. Sie dankten ihm für die stetige Hilfe. Er habe sich mit viel Optimismus und Schaffenskraft zum Wohle der Familie eingesetzt und gehe stets mit gutem Beispiel voran. Zu Hause setze er sich mit viel Freude bei der Betreuung seiner drei Enkelkinder ein.

Der heutige noch rüstige Rentner war 1972 als junger Familienvater mit Ehefrau und zwei kleinen Töchtern als Aussiedler nach Ingolstadt gekommen, wo er sich sogleich in den Dienst der siebenbürgischen Landsleute stellte, u. a. beim Ausfüllen von Formularen, bei Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche half. Besonders aber setzte er sich bereits 1973 für die Entstehung der ersten Wohnsiedlung und den Neubau von Eigenheimen der Siebenbürger Sachsen ein. So wurde er bei den städtischen Behörden bekannt. Daneben konnte er sich schulisch und dienstlich in der technischen Entwicklung bei Audi fortbilden, wo er in den weiteren Jahren mit großem Erfolg als technischer Referent in der Motorentwicklung berufstätig war. Bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand wurde er gebeten, auch weiterhin als Berater zur Verfügung zu stehen.

Hoch einzuschätzen sind auch die uneigennützig erbrachten Leistungen von Stefan Groß im Sinne der Nachbarschaftshilfe. So hat er viele Landsleute, die sich zum Bau eines Wohnhauses entschlossen hatten, beraten und tatkräftig bei der Arbeit in der Freizeit mitgeholfen. Auch auf kultureller Ebene hat Stefan Groß die Mitarbeit mit den lokalen Behörden, der Stadt Ingolstadt, dem Bürgermeisteramt und der Bayerischen Staatsregierung gesucht und gefördert und damit für die Anerkennung und Integration gesorgt. Mit den Kulturgruppen wie Blaskapelle, Tanzgruppe, Trachtengruppe erfolgten Teilnahmen an vielen städtischen Festivitäten. So ist man eine bekannte und geschätzte Volksgruppe in Ingolstadt und Bayern geworden. Nachdem die Großscheuerner nicht nur aus Ingolstadt, sondern auch aus dem ganzen Bundesgebiet bereits 1989, 1994 und 1979 am Münchener Oktoberfest die Siebenbürger Sachsen vertreten haben, werden sie auch am 19. September 2010 antreten.

Unermüdlich setzt sich Stefan Groß zusammen mit Christian Fuss und anderen Großscheuernern für den Erhalt und die Renovierung der Großscheuerner Kirche sowie für die Friedhofspflege ein. Für die Erstellung des Heimatbuches ist er als Projektleiter tätig. Auch am Projekt Ortsgenealogie sind er und Christian Fuss beteiligt. Groß bekam vom Ortsgenealogen Lukas Groß eine frisch gedruckte Ahnentafel mit Familienbuch zu neun Generationen zum Geburtstag. Die Stimmung bei der Feier, die Reinhold Schnell filmte, stieg nochmals, als die Blaskapelle um Mitternacht „Hoch soll er leben“ anstimmte. Kapellmeister Hans Paul Fuss sen. gratulierte Stefan Groß im Namen der Blaskapelle zum Geburtstag. Die Tanzunterhaltung ging bis 2 Uhr nachts und endete erst, als auch dem Küchen- und Bedienungspersonal ein Tanz gegönnt wurde.

Lukas Groß

Schlagwörter: Jubilar

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