22. September 2016

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31. Internationale Siebenbürgische Akademiewoche in Lippa

Der offene Kreis „Studium Transylvanicum“ lud mit Unterstützung des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) vom 31. August bis zum 6. September 2016 zur 31. Internationalen Siebenbürgische Akademiewoche nach Lippa (Lipova) ein. Das Ziel dieser jährlich stattfindenden Sommerakademie ist, so Mitveranstalterin Enikö Dacz, Studierenden und Jungakademikern, die sich mit der Region beschäftigen, die Möglichkeit zu bieten, ihre Projekte zur Diskussion zu stellen und Kontakte zu knüpfen.
„Kulinarik und Ernährung im Donau-Karpaten-Raum – traditionelle und unkonventionelle Kulturrezepte“, so lautete das diesjährige Thema, dem sich die Teilnehmer, die in diesem Jahr aus Rumänien, Ungarn, Deutschland und Weißrußland kamen, widmeten. Prof. Rudolf Jaworski (Konstanz) sprach über „Kulinarik als Indikator von Mischkulturen in der späten Habsburgermonarchie“, Gabor Egry (Budapest) beleuchtete die „Gastronomie, Geschichtspolitik und Mythisierung in Ungarn nach 1989“ und Klara Kuti (Tata) gab einen Einblick in die „kulinarische Kommunikation“ im Donau-Karpaten-Raum. Interessant waren darüber hinaus auch die Vorstellung des „Kulturführers Mitteleuropa – Kulinarik und Kultur“ (herausgegeben vom Institut für Donauraum und Mitteleuropa, Wien) durch Wilhelm Droste (Budapest) sowie die Präsentation eines Audios über die Entstehung des „Transsilvanian Brunch“, welches für sich in Anspruch nimmt, „die authentische kulinarische Kultur im südlichen Transsilvanien“ darzustellen. Die Teilnehmer der Akademiewoche vor der ...Die Teilnehmer der Akademiewoche vor der Wallfahrtsbasilika Maria Radna. Foto: Hugo-Alexander Frohn Eva Spanier (Erlangen) leitete einen Workshop zum Thema „Fremd- und Selbstbilddiskurse über Rumänien im Spiegel zeitgenössischer rumänischer Kochbücher“. Zu den Höhepunkten gehörten zudem die lyrischen Darbietungen des Katzendorfer Schriftstellers Frieder Schuller („die angst der parkbank vor dem abendrot“) sowie die Lesungen des Temeswarer Literaturkreises „Stafette“ (Lorette Bradiceanu-Persem, Robert Tari). Als Rahmenprogramm freuten sich die Teilnehmer über eine Wanderung zur Burgruine nach Sojmosch, den Besuch des Weingutes Rekasch und die Besichtigung des Geburtshauses von Adam Müller-Guttenbrunn. Abschließend führte der örtliche Pfarrer Andreas Reinholz durch seine örtliche Wallfahrtskirche Maria Radna. Viele Beiträge der Beteiligten sind auch in der Zeitschrift Spiegelungen des IKGS nachzulesen.

Hugo-Alexander Frohn

Schlagwörter: Akademiewoche, Lippa, AKSL

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