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25. September 2012

Jugend

Wir machen ihnen den (Fried-)Hof

Wie auch Ursula und Susi (Großraum München), Pier aus Italien und die Polin Anna brach ich Anfang August nach Schäßburg auf, um Teile des Bergfriedhofs instand zu setzen. Zwei Wochen verbrachten wir gemeinsam in einem von der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Internationalen Bauorden organisierten Workcamp. Zwei Wochen Arbeit, zwei Wochen siebenbürgischer Kultureinfluss, zwei Wochen gefüllt mit Eindrücken. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 4 mal kommentiert.

  • gloria

    1gloria schrieb am 25.09.2012, 08:14 Uhr (um 08:22 Uhr geändert):
    Herzlichen Dank und ein herzliches "Vergelt`s Gott" euch allen,die ihr am Schäßburger Bergfriedhof mitgearbeitet habt.Auch wenn ich dort keine Angehörigen begraben weiß,sondern 19 km weiter in Kreisch/bei Dunnesdorf so freut es mich von Herzen,dass der Bergfriedhof etwas hergerrichtet wurde.2009 war ich im Mai,Herr Hermann Baier ,mein ehemaliger Schulleiter,hat uns eine umfangreiche Führung angeboten,welche wir dankend mitgemacht haben.Aber am Friedhof haben wir alle,die aus Siebenbürgen stammten(10 Teilnehmer einer 30 Teilnehmer starken Gruppe aus Nürnberg)arg mit Tränen gekämpft.Es tut weh,unsere Eltern,Großeltern in ungepflegten Friedhofen gebetet zu wissen und mir drängt sich immer der Text des wohlbekannten Liedes in Erinnerung und in mein Herz:"Deiner Sprache,deiner Sitte,seiner Toten bleibe treu.Steh in deines Volkes Mitte,was sein Schicksal immer sei.Wie die Not auch dräng und zwinge,hier ist Kraft sie zu bestehn,trittst du aus dem heilgen Ringe-wirst du ehrlos untergehn.Bleibe treu!Bleibe treu!"Ich weiß,dass unsere Ahnen unseren Schritt verstehen würden und gutheissen würden,dass wir zurückkehrten in unser Mutterland Deutschland.Wir werden nicht ehrlos untergehen-sicher nicht,wenn wir in Ehren leben. Unsere Ahnen verliessen auch ihre Heimat am Rhein und an der Mosel und kamen,auf Geheiss des ungarischen Königs Geisa der II.in das urbar zu machende Land im Osten ,im Gürtel der Karpaten-in der Hoffnung auf ein besseres Leben.Sie ver- liessen auch ihre angestammte Heimat und wir sind nach über 800 Jahren zurückgekehrt ins Land unserer Väter.Was wir aber nicht vergessen und ignorieren sollten und können, ist die Art wie die Gräber,der heiligste Ort eines jeden Volkes,unserer Verwandten,Freunden ,Nachbarn gepflegt wird.Das ist heilige Pflicht-vor allen Kirchensanierungen und Abriss oder Umbau der verlassenen,leerstehenden Pfarrhäusern in ganz Siebenbürgen...usw....Ich habe viele bittere Tränen vergossen,auf unserer Rundfahrt im Mai 2009-auch in anderen Ortschaften,beim Anblick der Gräber auf verschiedenen Friedhöfen.Oft mussten Friedhofstürchen fast aus den Angeln gehoben werden ,um einen Friedhof,Gräber von teuren Verstorbenen, zu besuchen .Aus Respekt vor den Gefühlen mancher Leser,möchte ich keinen Namen der besuchten Ortschaften nennen....es ist traurig und schwierig.Deshalb bin ich froh und dankbar,dass junge Menschen diese Chance ergriffen haben,am Friedhof zu arbeiten,dafür sicher auch einige schönen,erholsamen Stunden in Schäßburg erleben durften.Ich bin mit Dechant Johannes Halmen 4 Jahre in die Schule gegangen,2 Jahre in dieselbe Klasse-ich weiß welch wunderbarer Mensch er ist und welch wunderbare Familie die "Halmens"in Schäburg sind und schon immer waren.Dankeschön an euch ,ihr jungen Helfer/innen-Gott möge es euch 1000fach lohnen!!!.Bleibt gesund,fröhlich,fleißig und Gott befohlen-eure dankbare Rosemarie Hartmann,aus Kreisch in Siebenbürgen,heute gerne in Nürnberg zu Hause.
  • gogesch

    2gogesch schrieb am 25.09.2012, 10:50 Uhr:
    Ein interessanter Artikel, der zum Nachdenken anregt.
  • Struwwelpeter

    3 • Struwwelpeter schrieb am 25.09.2012, 12:35 Uhr (um 12:35 Uhr geändert):
    Ja, nachdenken, um Wege zu finden,
    über unsere gemeinsame Verantwortung,
    die sächsischen Friedhöfe in ihrer vielfältigen Bedeutung
    in einem würdigen Zustand zu erhalten.

    Auch an deren Gestalt wird sichtbar,
    wer wir waren, aber auch wie wir
    Erinnerungskultur pflegen und bewahren.
  • gogesch

    4gogesch schrieb am 25.09.2012, 13:12 Uhr:
    Das könnte auch ein Vorbild für unsere SJD sein.

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