10. August 2010

Kreisgruppe Heilbronn: Gottesdienst mit Bischof Klein auf dem Gaffenberg

Das 36. Begegnungsfest auf dem Gaffenberg wurde am 18. Juli in Heilbronn gefeiert. Über 2000 Besucher waren aus ganz Baden-Württemberg angereist, um diesen Tag mit Bekannten und Freunden zu verbringen, um die Gedanken in die alte Heimat schweifen zu lassen, um die Gemeinschaft zu pflegen. „Ich bin so glücklich!“, strahlte Luise Markus. „Ich habe Kolleginnen und ehemalige Schüler getroffen. Wir haben gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht.“
Das Fest begann mit einem Gottesdienst, zelebriert von Bischof D. Dr. Christoph Klein und Dekan Otto Friedrich. Der Posaunenchor Heilbronn umrahmte den Gottesdienst musikalisch.

In seiner Festpredigt betonte Bischof Christoph Klein, dass in Heilbronn vorbildliche diakonische Arbeit geleistet werde. Er sagte, die Gemeinschaft gleiche einem Wunder, dass Men- schen sich verstehen, einander helfen und die Sprache der Nächstenliebe sprechen. Seine Anwesenheit auf dem Gaffenberg wollte er als Zeichen der Dankbarkeit für die den Siebenbürger Sachsen zuteil gewordene vielfältige Hilfe verstanden wissen.

Richard Siemiatkowski-Werner, stellvertretender Leiter des Diakonischen Werkes Heilbronn, begrüßte die zahlreichen Ehrengäste: die Stadträte Alexander Throm und Rainer Hinderer, den Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic, den Vorsitzenden des BdV Heilbronn, Harald Wissmann, den Vorsitzenden der Landesgruppe Baden-Württemberg, Alfred Mrass, sowie Heilbronns Bürgermeister Harry Mergel.

Letzterer erwähnte in seinem Grußwort, dass die Siebenbürger Sachsen zu den Leistungsträgern der Stadt Heilbronn gehören. Eine gute Ausbildung, gute Sprachkenntnisse, ein enger Zusammenhalt, ein fester Glaube zeichne diese Gruppe aus.

Christa Andree, die Vorsitzende der Kreisgruppe, griff das Motto des diesjährigen Heimattages auf: „Gemeinsam unterwegs“. Dieses sei auch der Grundgedanke unseres jetzigen Begegnungsfestes: „Gemeinsam unterwegs sein und gemeinsam ankommen.“
Begegnungsfest auf dem Gaffenberg, von links: ...
Begegnungsfest auf dem Gaffenberg, von links: Richard Siemiatkowski-Werner (stv. Leiter des Diakonischen Werks Heilbronn), Ines Wenzel (stv. Vorsitzende der Kreisgruppe Heilbronn), D. Dr. Dr. h.c. Christoph Klein (Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien), Edwin-Andreas Drotleff (Landesjugendleiter der SJD Baden-Württemberg), Otto Friedrich (Dekan des Kirchenbezirks Heilbronn) und Dietmar Melzer (Schwäbisch Gmünd). Foto: Jürgen Binder
Das kulturelle Programm zum „Begegnungsfest auf dem Gaffenberg“ begann mit der Trachtenschau der Kreisgruppe Heilbronn „Siebenbürgisch-sächsische Brautpaare“ unter der Leitung von Christa Andree und Ines Wenzel. 40 Personen, größtenteils Mitglieder und Freunde der Siebenbürgischen Jugendtanzgruppe Heilbronn, zeigten Brautpaare und deren Begleitpersonen auf dem Weg zum Traualtar. Vertreten waren dabei acht Gemeinden aus sieben sächsischen Trachtenlandschaften: Jaad (Nösnerland), Zendersch (Zwischenkokelgebiet), Hamlesch (Unterwald), Hammersdorf (Hermannstädter Gegend), Jakobsdorf (Harbachtal), Mergeln (Harbachtal), Deutsch-Weißkirch (Repser Gegend) und Heldsdorf bzw. Brenndorf (Burzenland).

Nach einem feierlichen Einzug, angeführt vom „Karpaten – Tanz- und Unterhaltungsorchester Heilbronn“, verteilten Mitglieder der Siebenbürgisch-Sächsischen Kindergruppe Heilbronn zunächst die von Christa Andree gebackene Hanklich unter den Gästen. Ines Wenzel stellte danach jedes Brautpaar und die dazugehörigen Brautmägde, -frauen, -knechte, Hochzeitsväter oder Kranzelpaare sowie die von ihnen getragene Tracht unter Hervorhebung von Besonderheiten vor. An dieser Stelle geht nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Trachtenträger/innen für ihre Bereitschaft, Mühe und Geduld; auch dafür, dass sie den tropischen Temperaturen mit Kirchenpelzen und -mänteln getrotzt haben. Ein weiterer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern für ihre Mühe und jenen, die Trachtenteile zur Verfügung gestellt haben, für ihr Vertrauen. Es folgten Auftritte der Siebenbürgisch-Sächsischen Kindergruppe Heilbronn unter der Leitung von Astrid Kelp und der Siebenbürgischen Jugendtanzgruppe Heilbronn unter der Leitung von Christine Göltsch und Ines Wenzel. Die Kindergruppe, der zurzeit 30 Kinder im Alter zwischen vier und 13 Jahren angehören, tanzte den Fröhlichen Kreis, die Mühlenpolka und die Topporzer Kreuzpolka. Am 6. November dieses Jahres wird die Kindergruppe ihr fünfjähriges Jubiläum feiern.

Die Jugendtanzgruppe ehrte Susanne Faff für fünf Jahre Mitgliedschaft und zeigte die Schwäbische Tanzfolge und den Kaukasus-Walzer. Das Karpaten – Tanz- und Unterhaltungsorchester unter Uwe Horwath spielte bis in die Abendstunden zum Tanz auf. Als Solisten traten Melitta Wonner und Hans Gaber auf.

An dieser Stelle sei allen Kuchenspenderinnen, Organisatoren, Helferinnen und Helfern gedankt, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

Gerlinde Schuller, Ines Wenzel

Schlagwörter: Heilbronn, Bischof, Begegnungsfest

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