2. Januar 2011

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Vernissage der Stadt Herzogenaurach von Siebenbürger Sachsen mitgestaltet

Am 8. November stand in den "Nordbayerischen Nachrichten": „Herzogenaurach war schon immer durch ‚Zuzug‘ geprägt, wie die zweite Bürgermeisterin Renate Schroff in ihrer Eröffnungsansprache ausführte… Einige von ihnen stellten in der Ausstellung ihr Heimatland vor. Prospekte, kulinarische Leckerbissen und im persönlichen Gespräch konnten sich die Besucher über das jeweilige Land informieren. Der ganze Globus war vertreten: farbenfroh die süd- und mittelamerikanischen Länder wie Brasilien, Panama, Puerto Rico, Venezuela. Nicht minder bunt die Asiaten mit China, Indien, Japan und Thailand. Der afrikanische Kontinent war durch Südafrika vertreten. Aber auch unsere europäischen Nachbarn wie Italien, Serbien und Spanien zeigten Präsenz. Die Siebenbürger Sachsen sorgten mit ihren Mitsingliedern für beste Stimmung.“
Damit wurde die Ausstellung „Zugezogen – fremd und doch zu Hause“ des Kulturamtes der Stadt Herzogenaurach, organisiert in Zusammenarbeit mit der International Womens Group, den Siebenbürger Sachsen Herzogenaurach und dem Club der Jugoslawen, angesprochen, bei deren Vernissage ein interessiertes Publikum nordsiebenbürgische Handarbeiten, Bilder und Bücher von Marianne Hager aus Niederndorf bewundern sowie Daten zur Geografie und Geschichte Siebenbürgens studieren und mit der sächsischen Singgruppe mitsingen konnte. Der Fränkische Tag schrieb dazu: „Von den Siebenbürger Sachsen gab es eine Hommage an die neue Heimat, zusammen mit den Besuchern wurde ‚Kein schöner Land in dieser Zeit‘ gesungen. ‚Das soll auch ein Dank an die Stadt Herzogenaurach und ihre Bürger sein‘, betonte eine Sprecherin der Gruppe, die auch ausdrückte, ‚wir fühlen uns aufgenommen und hier sehr wohl‘.“

Um unsere Herkunft besser darzustellen, sang die Singgruppe auch das sächsische Lied „Der Owend kit erun“, wobei das Publikum dank ausgeteilter Texte mitsingen bzw. unsere Mundart kennenlernen konnte. Mehrere Besucher waren Siebenbürger Sachsen. Die Sänger sind vielseitige Mitglieder der Sächsischen Volkstanzgruppe Herzogenaurach. Sie tanzen nicht nur, wie zum Beispiel Ende Juli beim Folklorefestival in Prag, und beteiligen sich bei verschiedenen Trachtenumzügen, sondern sind schon mit Theaterstücken und in verschiedenen Singgruppen aufgetreten, können eine Blumenkrone binden für das schon in den Jahreskalender der Stadt Herzogenaurach eingebundene Kronenfest, die Krone aufstellen, kulinarische Spezialitäten kochen und backen und zum Teil sogar als Urzeln mit einer Geißel knallen. Kein Wunder, dass sie die gute Stimmung des Abends mitprägten! Der Abend wurde auch mit russischen Tänzen und einer japanischen Teezeremonie und natürlich mit diversen kulinarischen Spezialitäten, u. a. Hanklich und Salzstangen, gewürzt. An dem folgenden Wochenende gab es dann weitere Darbietungen der meist jungen Generation der Zuwanderer aus Thailand, Jugoslawien, Indien und Brasilien, die mit Tänzen und Liedern für einen begeistert aufgenommenen, bunt-fröhlichen Abschluss der Ausstellung sorgten.

Doris Hutter

Schlagwörter: Ausstellung, Migration, Kultur

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