20. Februar 2018

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Ostdeutscher Winterball in Bonn

Der von den Regionalgruppen der ostdeutschen Landsmannschaften organisierte Winterball in Bonn jährte sich heuer zum elften Mal. Er ist nicht nur dem Tanzvergnügen gewidmet, denn das Wiedersehen mit alten Freunden aus der Heimat ist mindestens ebenso wichtig. Gleichzeitig galt er auch als Benefizball zu Gunsten der Kulturarbeit der deutschen Heimatvertriebenen in Bonn.
Am 3. Februar trafen sich im Beethovensaal des Bonner „Maritim“ Hotels etwa 200 festlich gekleidete und frohgestimmte Menschen, um den Abend gemeinsam zu verbringen. Am Eingang bekam jede Dame von Landestracht tragenden Mitgliedern der schlesischen Tanzgruppe „Fröhlicher Kreis“ eine langstielige Rose überreicht. Vasen mit diesen Begrüßungsrosen ergänzten später stilvoll die elegant gedeckten Tische im prunkvollen Saal. Am Büfett wurden „ostdeutsche“, d.h. schlesische, böhmische und ostpreußische Spezialitäten angeboten.

Nach dem feierlichen Einzug der Fahnenträger der teilnehmenden Landsmannschaften begrüßte der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien und Vizevorsitzende des BdV, Stefan Rauhut, die Anwesenden. Er freute sich über Ehrengäste wie die Landesbeauftragte der hessischen Landesregierung für Vertriebene und Aussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, sowie die zahlreichen Gäste aus anderen Orten Nordrhein-Westfalens. Ostdeutscher Winterball in Bonn: Blick in den ...Ostdeutscher Winterball in Bonn: Blick in den Saal. Foto: p.z. Er rief dazu auf, die Traditionen der hier ansässigen Landsmannschaften weiter zu pflegen, dankte den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz und wies auf die Hauptpreise der Tombola hin. Dann wünschte er „besten Appetit und gute Unterhaltung“ und lud zur Musik der oberschlesischen Zweimann-Band „Jazzboys“ zum Tanz ein. Neben den vielen Gesprächen sorgte ein buntes Unterhaltungsprogramm für Kurzweil. Die schlesische Trachtengruppe „Fröhlicher Kreis“ unter der Leitung von Bernadette Glattki eröffnete die Veranstaltung, später trat die „Chorgemeinschaft Menden-Meindorf“ auf. Die Sänger zeigten, wie inhaltsreich mit Gefühl gesungene Rhein- und Karnevalslieder sein können, wenn man ihnen bewusst zuhört und nicht in Weinlaune laut dahergrölt. Die Zuhörer waren begeistert und wurden bald „Teil des Konzertes“.

Die Verlosung von 200 Tombolapreisen mit attraktiven Hauptgewinnen wie einer Reise zum EU-Parlament nach Brüssel, Bernsteinketten und Eintrittskarten für das Kabarett-Theater „Springmaus“ rundete das Programm ab. Man tanzte und unterhielt sich bis nach zwölf Uhr, der Abend wurde von allen als gelungen erachtet.

Das große Gemeinschaftsgefühl über alle geographische Herkunft hinweg wurde zum Schluss mit den gemeinsam gesungenen Hymnen Pommerns, Ostpreußens, Schlesiens und Siebenbürgens unterstrichen.

p.z.

Schlagwörter: Ball, Bonn, Heimatvertriebene

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