10. Mai 2019

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Kuba-Reise der Kreisgruppe Landshut

Am 13. März trafen wir – eine Gruppe von 24 Personen – uns am Flughafen München, um die von Renate und Werner Kloos organisierte Reise nach Kuba anzutreten. Nach der Ankunft am Abend in Havanna wurde nicht mehr viel unternommen. Am nächsten Morgen begrüßte uns die Stadt mit strahlendem Sonnenschein.
Wir besichtigten zuerst die Altstadt – Habana vieja – und dann die Plaza de la Revolución und die Festung mit der Christusstatue. Die Altstadt beeindruckt durch prachtvolle Bauten verschiedener Epochen, von denen wir einige sahen, z.B. den ehemaligen Palacio de los Capitanes Generales an der Plaza des Armas, die Wandmalereien an der Callejón de Hamel, die Bodeguita del Medio, wo Hemingway und viele andere Prominente einen Mojito genossen, die Kathedrale de la Virgen Maria an der Plaza vieja, das Floridita, in dem auch heute noch Hemingway in Bronze am Tresen sitzt und auf seinen Daiquiri wartet. Am Parque Central gingen wir zum Kapitol, das 1929 dem Weißen Haus in Washington nachempfunden wurde. Hier wollte das kubanische Parlament 2018 einziehen, „aber“ (dieses Wort sollten wir noch öfters von unserer Reiseleiterin Vivian hören) die Renovierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. An der Plaza de la Revolución, wo Fidel Castro seine berühmten Reden hielt und die Bevölkerung Havannas 2016 Abschied von ihm nahm, erfuhren wir einiges über die Revolution 1959 und sahen zum 109 m hohen Memorial a Jose Martí auf. Nach einem Mojito durften wir beim Hotel Nacional de Cuba in Oldtimer-Cabriolets steigen und die Fahrt entlang des Malecón genießen. Nach dem quirligen, mit Musik erfüllten Havanna führte unsere Reise nach Pinar del Rio, die berühmte Tabakprovinz Kubas. Die Fahrtzeit verkürzten wir uns mit Gesang (dank Angelika Meltzers extra für diese Reise angefertigtem Liederheft und dem Kanon Mango Banana). Beim Besuch einer Zigarrenfabrik durften wir zuschauen, wie diese gefertigt werden. Unsere Fahrt ging mit Gesang und Mundharmonikabegleitung weiter in das durch seine Mogotes berühmte Vinalestal zu den Mural de la Prehistoria mit ihren bunt bemalten Wänden. Zum Abschluss des Tages besichtigten wir den Ort Vinales.Landshuter Reisegruppe vor dem Kapitol in ...Landshuter Reisegruppe vor dem Kapitol in Havanna. Foto: Robert Krestel Am nächsten Morgen unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Rio San Vicente in die Cueva del Indio, ehe unsere Reise Richtung Schweinebucht weiterging. Auf dem Guama-See brachten uns Boote zu einer Insel, auf der das Leben der Ureinwohner Kubas nachgestellt ist, ehe wir eine Krokodilfarm besuchten, wo man kleine Krokodile anfassen oder die großen mit einem Stück Fleisch füttern durfte. Am nächsten Tag besichtigten wir das Museo de la Intervención an der Playa Girón, ehe es weiterging nach Cienfuegos. Nach einem Stadtbummel tranken wir im Patio des ehemaligen Palacio de Valle einen Mojito. In Punta Gorda genossen wir einen Drink auf dem Turm eines im maurischen Stil errichteten Gebäudes eines Zuckerbarons und ein paar unserer Männer musizierten mit der kubanischen Combo.

In Trinidad besichtigten wir die Plaza Mayor, das berühmte Treppencafé, erfuhren, welche Bedeutung die Gitter vor den Fenstern haben, tranken im La Canchánchara das gleichnamige Getränk aus Rum, Zitronensaft und Honig, ehe wir in einem gemütlichen Paladar unser Mittagessen einnahmen. Nachmittags besuchten wir das Museo Municipal. Der nächste Morgen führte uns ins Escambray-Gebirge. Die Straße führte in steilen Serpentinen nach Topes de Collantes. Hier stiegen wir in offene Fahrzeuge um, die uns weiter hinauf in die Berge zum Parque Guanayara brachten. Begleitet von einem Guide, wanderten wir durch die wunderbare Natur, lernten Kaffee, Mango-, Pinien-, Teak- Marmeladen-, Korallenbaum, verschiedene Johannisbrotbäume, kubanischen Bambus, Toilettenpapierpflanze, Mimosa pudica und viele andere kennen, bewunderten die Königspalmen und die Blüten des amerikanischen Tulpenbaums, sahen Kolibris oder den Nationalvogel Kubas, Tocororo, bestaunten die Wasserfälle und badeten in einem der grünen, klaren Tümpel am Fuße eines Wasserfalls. Das Mittagessen genossen wir in einem Parador inmitten der Natur, ehe uns die russischen LKW mit chinesischem Motor und kubanischem Fahrer über steile, rumpelige Wege sicher zu unserem Bus zurückbrachten. Der letzte Tag unserer Rundreise führte in das Tal der Zuckerfabriken, wo wir das Herrenhaus besichtigten und den Torre de Iznaga bestiegen, von dem aus früher die Sklaven bewacht wurden. Es folgte Santa Clara. Die Provinzmetropole war Schauplatz von Che Guevaras Sieg über Battistas Soldaten. Hier besichtigten wir das Museo Memorial de Ernesto Che Guevara und bummelten durch die Straßen der Stadt auf der Suche nach Souvenirs. Damit endete unsere Rundreise. Wir hatten viel gesehen und von Vivian einiges über die die Revolution, das Leben Che Guevaras, das Land oder die Unzulänglichkeiten des Alltags erfahren, z.B., dass viele Dinge nur mit Bezugsschein zu bekommen sind, was uns Siebenbürgern nicht fremd war. Während der Busfahrten wurde auf Anregung von Doris und Angelika immer wieder gesungen.

Da nun unser Badeurlaub begann, nahmen wir Abschied von unserer Reiseleiterin Vivian und Lazarito, unserem Busfahrer. Auch wenn es manchmal windig war, stürzten wir uns in die Wellen, spazierten den Sandstrand entlang oder lagen faul in der Sonne. Abends traf man sich an der Bar bei einem Drink und genoss anschließend das Unterhaltungsprogramm. Den letzten Abend begingen wir mit einem gemeinsamen Essen und Gesang im Dunkeln im Strandpavillon. Am 27. März hieß es Abschied nehmen von Kuba, Sonne, Sand und Meer. Die zwei Wochen gemeinsamen Urlaubs haben uns zu Freunden werden lassen, so dass beim Abschied in München etwas Wehmut aufkam. Wir danken noch einmal Werner und Renate für die Organisation der Reise und hoffen, uns bei einem Nachtreffen wieder zu sehen.

Gerlinde Faff

Schlagwörter: Kreisgruppe, Landshut, Reise, Kuba, Bericht

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