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19. Januar 2020

Aus den Kreisgruppen

Großer Festgottesdienst am Dreikönigstag in Karlsruhe

Das Mittelschiff der großen Stadtkirche in Karlsruhe war am 6. Januar voll besetzt, als der Ortspfarrer Dirk Keller am Epiphaniasfest den siebenbürgischen Gottesdienst eröffnete, alle Besucher und Ehrengäste begrüßte und seiner Freude Ausdruck verlieh, nun endlich auch selbst einmal mit uns feiern zu können. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein überbrachte der versammelten Gemeinde die anerkennenden Grüße aus dem Rathaus; die Badische Neueste Nachrichten (BNN), unsere Tageszeitung, hatte eine Reporterin geschickt, die schon tags darauf sehr positiv und mit Foto über unseren Gottesdienst in der Zeitung berichtete. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 2 mal kommentiert.

  • SIMIVALI

    1SIMIVALI schrieb am 19.01.2020, 11:32 Uhr (um 11:41 Uhr geändert):
    1. Landsleute und Kreisgruppenvorsitzende aus einem recht weiten Umkreis dabei, also etwa von Mannheim bis München oder von Frankfurt bis Freiburg. Und Mitglieder des BdV-Vorstandes, Kreisverband Karlsruhe, dazu Vorstände mehrerer befreundeter Landsmannschaften wie Banater Schwaben, Schlesier, Russland- und Karpatendeutsche. Sie haben, obwohl z.T. katholisch, begeistert mit uns gefeiert und das auch laut gesagt!

    Die Passage 1.,wurde aus dem Artikel kopiert.
    Mir gefällt die Aussage "obwohl z. T. katholisch" nicht. Warum? Bin selbst katholisch, kümmere mich seit 2015 erfolgreich um die Heimatkirche meiner Vorfahren in Siebenbürgen, besuche den evangelischen A. B. Gottesdienst bei Heimattreffen dort, verlese im Gottesdienst das Grußwort von Herrn Reinhart Bischof Guib, ebenfalls bei Heimattreffen in Deutschland, auch von Herrn Pfarrer Dr. Johannes Klein, Herrn Bezirkskirchenkuator Ortwin Hellmann.
    Obwohl katholisch, eine katholische Protestantin A. B. ?, halte ich die Aussage "z. T. katholisch" für unangebracht.

    Als unsere jüngste Tochter 2014 in Frankreich heiratete, begleiteten der evangelische Pfarrer unserer Schlosskirche hier, sowie seine Frau, den Gottesdienst und die Trauungszeremonie musikalisch (Gitarre, Querflöte).
    Wäre ein Artikel geschrieben worden, hätte dort garantiert nicht gestanden:

    "Alle Hochzeitsgäste haben begeistert gefeiert und das auch laut gesagt, obwohl z. T. evangelisch."

    Unsre Kinder getraut hat übrigens Kardinal Cláudio Hummes aus Sáo Paulo mit Assistenz eines Priesters aus Afrika.

    International, "multikonfessionell"!

    Das Wort "katholisch", "evangelisch" ist nie gefallen.
    Mir scheint jedoch, dass in vielen Köpfen "ökumenisch" noch nicht angekommen ist. Arbeiten wir dran!

    P. S. Damit niemand jetzt noch auf die Idee kommt, die "Hochzeits-Flüge" wären aus der "Kirchenkasse" bezahlt worden - diese als auch Hotel - Kosten haben die Eltern der Braut beglichen.
  • SIMIVALI

    2SIMIVALI schrieb am 19.01.2020, 15:42 Uhr (um 15:45 Uhr geändert):
    Nachschlag:
    Vielleicht wissen manche Siebenbürger Sachsen nicht, dass es Gemeinsamkeiten gibt, z. B. im Ritus des katholischen und evangelischen A. B. Gottesdienstes, welche wir bei reformierten, unierten und lutherischen Protestanten so nicht kennen. Der wichtigste Unterschied zwischen prot. A.B. und kath.liegt wohl in der Auslegung der Abendmahlsfeier: Brot und Wein bleiben Brot und Wein, prot. A. B., Brot und Wein werden Leib und Blut Christi, kath.;
    ansonsten gelten im Evangelischen Glauben A. B. die vier Soli: SOLA FIDE, SOLA GRATIA, SOLUS CHRISTUS, SOLA SCRIPTURA.

    J. Ratzinger, Was eint und was trennt die Konfessionen?, in: Int. kath. Zeitschrift Communio 2, 1972, S. 176.

    Bekenntnis, Kirchenordnung, Katechismus, Liturgie in der Landessprache, Predigt, Kirchenlied u.a.

    Mit Recht schreibt J. Ratzinger:
    »Gemeinhin wird die Realität Kirche als das eigentlich trennende angesehen, und in mancher Hinsicht ist sie es auch. Aber man darf nicht vergessen, daß nicht nur die römisch-katholische Kirche und die verschiedenen Kirchen des Ostens katholische Kirche im Sinn der Kirche der ersten Jahrhunderte sein wollen, sondern daß auch die Reformationskirchen, speziell diejenige des Augsburgischen Bekenntnisses, die wirkliche, die ursprüngliche Katholizität gesucht haben und suchen. Das hat zur Folge, daß trotz der Differenz der theologischen Interpretationen und der geschichtlichen Ausgangspunkte im Innern der einzelnen Konfessionen ein überraschend ähnliches Leben besteht, positiv und negativ. Gegen alle Spaltungen hat sich der wesentliche christliche Inhalt immer wieder überraschend einig als derselbe durchgesetzt, so wie die Menschlichkeit der Menschen unter verschiedenen Vorzeichen immer wieder recht ähnlich sich äußert.«

    Und wenn für mich/uns Vieles nicht verständlich erscheint:
    SI COMPREHENDIS NON EST DEUS

    Am 25. Juni 1530 wurde Kaiser Karl V. auf dem Reichstag zu Augsburg die CONFESSIO AUGUSTANA dargelegt. 490 Jahre, ein Anlass, wieder einen Festgottesdienst zu feiern, an dem bestimmt auch wieder viele Katholiken teilnehmen werden - vielleicht komme ich dann auch.

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