9. März 2016

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In Heilbronn: "Unerhörte Musik" aus Siebenbürgen und dem Banat

„Unerhörte Musik“ aus Siebenbürgen und dem Banat ist am 2. April um 18 Uhr in der Kilianskirche Heilbronn zu erleben. Zum Abschlusskonzert ihrer 31. Musikwoche Löwenstein lädt die Gesellschaft für deutsche Musikkultur im südöstlichen Europa ein. Das Konzert gestalten Chor und Orchester der Musikwoche unter Leitung der Wiener Kantorin, Organistin und Musikwissenschaftlerin Erszébet Windhager-Geréd. Der Jugendchor wird von der Gesangspädagogin Gertraud Winter aus Augsburg dirigiert.
Auf dem Programm steht zum Abschluss ein Requiem für Chor und Orchester des Banater Komponisten Wilhelm Franz Speer (1823-1898). Solisten sind unter anderem Melinda Samson (Sibiu / Hermannstadt), Hans Straub und Renate Dasch (beide Berlin). Ebenfalls zu hören sein wird die Motette „Vias tuas Domine“ für Solo-Sopran, obligate Orgel, Chor und Orchester von Philipp Caudella (1771-1826), der als katholischer Kirchenmusiker in Hermannstadt wirkte. Zum Auftakt des Konzertes erklingt eine Ouvertüre des siebenbürgischen Wunderkindes Carl Filtsch (1830-45). Filtsch war Schüler von Chopin und Liszt und als Klaviervirtuose trotz seiner jungen Jahre hoch gerühmt. Leider starb er schon im zarten Alter von 15 Jahren. Er hat etliche Kompositionen vor allem für Klavier, aber auch für Orchester hinterlassen.

Konzertmeisterin des Orchesters der Musikwoche ist erstmals die junge Geigerin Sarah Christian, die sich als Solistin bereits im In- und Ausland einen Namen gemacht hat. Sie ist Konzertmeisterin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Plakat des Konzertes in Heilbonn. ...Plakat des Konzertes in Heilbonn. An der Musikwoche in der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein nahe Weinsberg nehmen jährlich über 120 begeisterte Laienmusikerinnen und -musiker allen Alters teil, die unter Anleitung erfahrener Dozenten vor allem Musik von deutschen Komponisten aus Südosteuropa erarbeiten und aufführen. Die reiche Musikkultur dieser Region ist in Deutschland nur wenig bekannt. Weit über 100 Werke, die in den vergangenen Jahrzehnten in Archiven ausgegraben, für die Praxis eingerichtet und während der Musikwoche aufgeführt wurden, machen jedoch deutlich, dass es sich lohnt, diese Musik entdecken. Die Notenausgaben für die im Abschlusskonzert der diesjährigen Musikwoche vorgesehenen Werke haben im Wesentlichen die Verleger Franz Metz und Frieder Latzina besorgt. Unterstützt wird die Musikwoche unter anderem von der Heimatgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt, der Heimatortsgemeinschaft der Kronstädter und dem Kulturreferat Südost im Donauschwäbischen Zentralmuseum.

Weitere Informationen auf der Webseite www.suedost-musik.de, Auskunft erteilt Johannes Killyen, Mobiltelefon: (01 78) 5 22 21 77.

Schlagwörter: Musik, Konzert, Südosteuropa, Heilbronn

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