9. Juni 2017

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Bayerisches Fernsehen zeigt Porträt einer Siebenbürger Sächsin

Das Bayerische Fernsehen sendet am Sonntag, den 11. Juni, 15.30-16.00 Uhr, im Rahmen der ARD-Themenwoche „Woran glaubst Du?“ das filmische Porträt einer nach Bayern ausgesiedelten Siebenbürger Sächsin. Autorin des Films Hoffnungsgeschichten. Den Glauben im Gepäck ist Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen, die Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für Hörfunk und Fernsehen beim Bayerischen Rundfunk.
Susanne Mai (58) ist eine Frau mit „Migrationshintergrund“. Auch im konfessionellen Sinn. 20 Jahre ist sie alt, als sie ihr kleines Dorf Großscheuern in Siebenbürgen nahe Hermannstadt verlässt und nach Bayern zieht, zu ihrem Mann. Evangelisch geprägt kommt sie in eine katholische Großfamilie. Studiert Sozialpädagogik, arbeitet heute in der Diakonie Regensburg als Wegbegleiterin und Türöffnerin für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Der Glaube, das Evangelisch-Sein zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Biografie. Lieder und biblische Geschichten prägen die innere Landschaft des Kindes. Die Auseinandersetzung mit anderen Religionen gehört zum Interesse der erwachsenen Frau. In evangelischer Freiheit.

Susanne Mai wird als evangelische Siebenbürger ...Susanne Mai wird als evangelische Siebenbürger Sächsin im Fernsehen porträtiert.Susanne Mai ist von Ost nach West gewandert. Die Reformation wanderte von West nach Ost. Am 15. Oktober 1542 führte der Rat der Stadt Regensburg die Reformation ein. Im gleichen Jahr geschah das auch in Kronstadt in Siebenbürgen und kurz darauf in Hermannstadt. Johannes Honterus, der sich Ende der 30er Jahre in Regensburg aufgehalten hatte und intensive Kontakte nach Wittenberg zu Melanchthon und Luther pflegte, gilt bis heute als Kopf der Reformation in Siebenbürgen. Regensburg spielte dabei eine zentrale Rolle: die Verbreitung der Reformation im Südosten Europas, vor allem in Österreich, aber auch in Slowenien, Kroatien und Ungarn, begann hier. Zahlreiche Pfarrer aus diesen Gebieten erhielten hier ihre Ausbildung und wurden in der Neupfarrkirche ordiniert. Sie trugen zu einer vielfältigen Glaubensgeschichte bei, von der in Siebenbürgen nicht zuletzt die Kirchenburgen Zeugnis ablegen.

Das Porträt einer evangelischen Frau heute, erzählt auf dem Hintergrund der Reformationsgeschichte der Stadt, in der sie heute lebt, und der Gegend, aus der sie kommt. Filmautorin Melitta Müller-Hansen begleitet Susanne Mai durch Regensburg und nach Rumänien. Hier trifft sie Ruth Istvan, eine Pfarrerstochter und Rückkehrerin nach Siebenbürgen, die heute bei der „Stiftung Kirchenburgen“ arbeitet.

Schlagwörter: TV-Tipp, Bayerisches Fernsehen, Porträt, Film, Müller-Hansen

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