28. Juli 2021

„Europa im Kleinen?“ Neue Dauerausstellung am Bukowina-Institut in Augsburg

Das Bukowina-Institut an der Universität Augsburg ist mehr als nur eine Haltestelle – die Dauerausstellung: „Europa im Kleinen? Die Bukowina als multiethnische Kulturlandschaft und ,verlorene Heimat‘“ lädt ein, sich auf eine Zeitreise in das ehemalige Habsburger Kronland zu begeben!
Foto: Katarzyna Madalska ...
Foto: Katarzyna Madalska
Multiethnizität, Multikulturalität, „Umsiedlung“ und Heimatverlust: All diese Begriffe werden mit der Bukowina in Verbindung gebracht. Im Stillen – leider aufgrund der Covid-19-Pandemie ohne jeglichen Festakt – wurde die Dauerausstellung im Foyer des Bukowina-Instituts installiert und wartet seitdem auf ihre Besucherinnen und Besucher.

Die Bukowina – nicht jedem ein Begriff – ist eine historische Region im (süd-)östlichen Europa, die früher ein ehemaliges Habsburger Kronland war und mit der Hauptstadt Czernowitz (ukr. Černivci, rum. Cernăuţi) auch „Klein-Wien des Ostens“ genannt wurde. Das Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, das sich der Erforschung und Vermittlung von Wissen über Kultur und Geschichte aus diesem Gebiet widmet, hat nun eine Dauerausstellung eröffnet, welche diese Gegend – früher auch „Europa im Kleinen“ genannt – den Besucherinnen und Besuchern multiperspektivisch vorstellt. Interessierte können sich so auf eine Spurensuche durch die religiöse, sprachliche und ethnische Vielfalt der Region begeben und dabei Geschichte hautnah erleben. Die Ausstellung erzählt davon, dass die Region seit dem 18. Jahrhundert eine Vielzahl von Zuwanderinnen und Zuwanderern anzog, sich später aber, im „Zeitalter der Extreme“, die Migrationswege ins Gegenteil verschoben und die Bukowina ein Ort der (Zwangs)Migration und der Gewalterfahrung wurde. Dies betraf nicht zuletzt die deutschsprachige Bevölkerung, von der zahlreiche Personen in der hiesigen Region eine neue Heimat fanden. Ausgewählte Exponate und zahlreiche Hörstationen, Karten und Pläne ermöglichen es, die unterschiedlichen Themenbereiche zu entdecken und Informationen rund um die Bukowina zu erhalten.

Foto: Katarzyna Madalska ...
Foto: Katarzyna Madalska
Leider waren aufgrund der anhaltenden Maßnahmen bisher keine Führungen und größere Gruppen innerhalb der Räumlichkeiten des Bukowina-Instituts erlaubt. Für den Ausstellungsbesuch ist eine Terminvereinbarung notwendig, da sich aufgrund der Abstandsregelungen nur eine begrenzte Personenzahl gleichzeitig in der Ausstellung aufhalten darf. Sollte sich dies ändern, finden Sie die aktuellen Informationen auf unserer Webseite (www.bukowina-institut.de), unseren Social-Media-Kanälen (@bukowina_institut), Facebook: „Bukowina-Institut an der Universität Augsburg“ und Instagram: bukowina_institut“ oder Sie können sich gerne telefonisch (0821) 577067 und per E-Mail (info[ät]bukowina-institut.de) an uns wenden.

Wir hoffen, ab September wieder zahlreiche Führungen und auf unsere Besucherinnen und Besucher zugeschnittene Veranstaltungen vor Ort durchführen zu können, und freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Realisierung und die Implementierung der Ausstellung wurden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch das Haus des deutschen Ostens finanziert.

Quelle: Bukowina-Institut

Schlagwörter: Ausstellung, Bukowina-Institut, Augsburg, Universität, Geschichte

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