28. Mai 2026

Einladung zur Subskription für historische Buchedition

Öffentliche Fördergelder werden immer knapper. Darunter leiden Vorhaben und Projekte in vielen kulturellen wie auch wissenschaftlichen Bereichen. Somit entstehen neue oder bereits bewährte, wie vorliegend, Lösungsansätze: eine Einladung zur Subskription und ein Aufruf an privates Engagement in der Form einer zweckgebundenen Geldzuwendung für ein Buchprojekt mit siebenbürgischem Thema.
Der Beginn der staatlich organisierten und wissenschaftlich fundierten Hochschulausbildung von Mediko-Chirurgen (auch Landärzte genannt) und Hebammen, vor 250 Jahren, war in der Geschichte des Großfürstentums Siebenbürgen ein hochrelevantes, bildungshistorisches Ereignis. Die neuartige Lehranstalt, nach Wiener Vorgaben, nahm den Unterrichtsbetrieb 1776, ein Jahr nach der Gründung durch Kaiserin Maria Theresia, auf. Das Studium umfasste Anatomie, Chirurgie, Geburtshilfelehre und bald auch der Tierheilkunde und war zunächst als Medizinische Fakultät einer Universität (Akademie) eingerichtet, jedoch wurde sie ab 1782, wie auch in anderen sieben Provinz-hauptstädten des Habsburgerreiches (Innsbruck, Graz, Salzburg, Linz, Klagenfurt, Laibach, Olmütz und Lemberg) zu einem königlichen Lyzeum, heute würden wir von Fachhochschulen sprechen, umgestaltet. Ziel dieser Reform Kaiser Josephs II. war, neben den vier Universitäten (Wien, Prag, Pest und Krakau) mit akademischer Medizinerausbildung, deutlich größere Kapazitäten für die Ausbildung von „niederem Medizinalpersonal” zu schaffen. Davon versprach sich die Regierung, die personellen Forderungen des Sanitätshauptnormativs von 1770 zu erfüllen. Am Klausenburger Studium (später Lehranstalt und Institut genannt) wirkten Professoren aus mehreren Regionen des Habsburgerreiches: Siebenbürger Sachsen, Deutsche, Österreicher, Ungarn, Mähren und auch ein Rumäne Auch die Hörerschaft setzte sich aus den drei Hauptethnien des Großfürstentums zusammen, aber auch zahlreiche Ausländer besuchten diese attraktive Bildungsanstalt, den Vorläufer der 1872 gegründeten Medizinischen Fakultät der Königlich-Ungarischen Universität (siehe auch Siebenbürgische Zeitung vom 4. März 2025, Seite 10, und SbZ Online vom 7. März 2025).

Im November 2025 stellten die Autoren Dr. György Gaal (Literatur- und Stadthistoriker von Klausenburg) und Prof. Dr. Robert Offner (Leitender Arzt und Medizinhistoriker am Universitätsklinikum Regensburg) im Rahmen einer wissenschaftlichen Festtagung an der Universität Babeș-Bolyai zu Klausenburg ihre umfangreiche (524 Seiten), mit über 100 Abbildungen illustrierte, ungarischsprachige Monografie vor. Das Buch ist zugleich die erste, auf Archivforschungen basierende Geschichte dieser Hochschule, wenn man von der ersten, schwer zugänglichen Kurzübersicht von János Maizner (1890) und von einem Dutzend Zeitschriftenbeiträgen in verschiedenen Sprachen absieht.

Für die Autoren war vom Anfang an ein wichtiges Anliegen, das Buch auch in deutscher und rumänischer Sprachen zu veröffentlichen, weil diese Hochschulgeschichte gleichzeitig fester Bestandteil der Kulturgeschichte Siebenbürgens, aber auch des ehemaligen Österreich-Ungarns und des heutigen Rumäniens ist. Erfreulicherweise konnte für das Buchprojekt das Interesse der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte geweckt werden, die in einem Wiener Verlag die Edition des Buches beabsichtigt. Zur Verwirklichung benötigen die Projektverantwortlichen allerdings Mittel für eine Teilfinanzierung. Ohne private Spenden kann das Vorhaben nicht realisiert werden. Aus diesem Grund wenden wir uns auf diesem Weg an die Leserschaft der Siebenbürgischen Zeitung mit der Bitte um Zuwendungen zugunsten des Buchprojektes in der Form einer Subskription. Jeder Förderer, der mindestens 100 Euro einbringt, wird in der Tafel der Förderer genannt und erhält dazu ein signiertes Gratisexemplar (Buchhandelspreis: ca. 45 Euro) des Buches. Bei höheren Beträgen – was sehr begrüßenswert wäre – steigt der Anspruch auf weitere Gratisexemplare.

Wir laden hiermit alle interessierten Leser herzlichst ein, ihre geldlichen Zuwendungen auf folgendes Bankkonto mit dem Anwendungsvermerk: „Chirurgische Lehranstalt Klausenburg“ zu überweisen: Robert Offner, Sparkasse Bayreuth, IBAN: DE12 7735 0110 0020 4544 43, BIC: BYLADEM1SBT. Die Autoren und die Projektleitung hoffen auf reges Interesse und Hilfsbereitschaft.

Prof. Dr. Robert Offner

Schlagwörter: Subskription, Medizin, Geschichte, Klausenburg

Bewerten:

6 Bewertungen: +

Noch keine Kommmentare zum Artikel.

Zum Kommentieren loggen Sie sich bitte in dem LogIn-Feld oben ein oder registrieren Sie sich. Die Kommentarfunktion ist nur für registrierte Premiumbenutzer (Verbandsmitglieder) freigeschaltet.