15. Februar 2012

Dramatische Kältewelle

Bukarest – Die in weiten Teilen Europas vorherrschende Kältewelle hat Rumänien schwer getroffen und bislang 79 Todesopfer gefordert. Schneestürme, Eisregen und Temperaturen von bis zu -30°C setzen dem Land seit dem 26. Januar zu. Am stärksten betroffen waren der Süden und Osten des Landes und die Hauptstadt Bukarest.
Mitte Februar waren nach wiederholten Schneestürmen bis zu 60000 Menschen in 262 Ortschaften eingeschneit, rund 7000 Schulen in zwölf Kreisen blieben geschlossen. Bei Redaktionsschluss gab es die dramatischsten Nachrichten aus den nördlich der Hauptstadt gelegenen Kreisen Vrancea und Buzău, wo mehr als 40000 bzw. 23000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten waren. In vielen Orten ist die Stromversorgung ausgefallen. Teilweise türmten sich die Schneeverwehungen bis zu sechs Meter hoch, ganze Dörfer sind im Wortsinn eingeschneit, so dass Einwohner Tunnel durch den Schnee gruben oder ihre Häuser durch Dachfenster verließen.

Viele Ortschaften müssen aus der Luft mit Lebensmitteln versorgt werden. Die Regierung setzte die Armee ein, um zu den eingeschlossenen Dörfern vorzudringen. Teilweise waren 44 Nationalstraßen für den Verkehr gesperrt, ebenso die Autobahnen um Bukarest. Mit Eisbrechern versuchten die Behörden, die Bewohner abgelegener Dörfer im Donaudelta mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten zu versorgen.

HW

Schlagwörter: Rumänien, Wetter

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