1. Juli 2014

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Über die Würde des Menschen: Ausstellung über Diakonie in Dinkelsbühl, München und anderen Orten

Wie in den vergangenen Jahren war die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien (EKR) auch zu Pfingsten 2014 beim Heimattag in Dinkelsbühl präsent. So sprach Landeskirchenkurator Friedrich Philippi am Samstag ein Grußwort bei der Eröffnung des Heimattages, Altbischof D. Dr. Christoph Klein übermittelte am Sonntag das Geistliche Wort vor der Schranne und hielt die Laudatio auf die beiden Kulturpreisträger 2014. Der jährliche Stand der EKR im Foyer der Schranne wurde diesmal von der evangelischen Honterusgemeinde Kronstadt gestaltet.
Eine aufschlussreiche Ausstellung über die Tätigkeit der Heimatkirche wurde im Kinderzech-Zeughaus gezeigt, ein Raum, der erstmals für Veranstaltungen des Heimattages genutzt wurde. Die Heimatkirche hat 2014 zum „Jahr der Diakonie“ erklärt. Es ist ein schwieriges Thema, das auf Nächstenliebe und Nachbarschaften aufbaut. In den fünf Kirchenbezirken sind rund 70 Projekte, Vereine und Initiativen entstanden, aber eine Vernetzung durch das Diakonische Werk war nicht möglich. So wird am 11. September 2014 in Hermannstadt ein „Diakonietag“ stattfinden, um die fehlende Vernetzung voranzutreiben. 92-Jährige und Pflegerin im Carl-Wolff-Heim in ...92-Jährige und Pflegerin im Carl-Wolff-Heim in Hermannstadt. Foto: Martin Eichler In Dinkelsbühl war die Ausstellung „Menschen der Diakonie“ von Martin Eichler zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung sprach Landeskirchenkurator Friedrich Philippi zu „Diakonie im Bereich der Evangelischen Kirche A.B. in Siebenbürgen“ und führte mit persönlichen Beispielen in diesen wichtigen Bereich der kirchlichen Arbeit ein. Zur Finissage lud die EKR am Sonntagabend zu einem Empfang ein und bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Diese wurde auch praktisch sichtbar, da die HOG-Regionalgruppe Zwischenkokel die aus Michelberg eingeflogene Hanklich und den dazugehörigen Wein servierte. In seiner Ansprache wies der Leiter des Referates für Institutionelle Kooperation, Dr. Stefan Cosoroabă, darauf hin, dass die Ausstellung versuche, den üblichen Blick auf die Menschen richten, die die Kirche ausmachen.



Diese Sichtweise vermittelt auch der Münchner Fotograf, der der Frage nachgegangen ist, wie das Wesen von Diakonie anhand von Bildern verdeutlicht werden kann. Seine Antwort ist schlüssig: Nicht die Gebäude, Heime und Stätten können das, sondern schlicht und einfach der Mensch, um den es in der Diakonie geht. Vor die Linse hat Martin Eichler nicht arme und erbarmungswürdige Menschen gestellt, sondern solche, die trotz Alter oder Bedürftigkeit Würde ausstrahlen. Dabei kommen sie beide vor, jene, die Hilfe annehmen und jene, die Hilfe leisten. Auf den Bildern sind also Senioren aus Altenwohnheimen, Kinder aus Betreuungszentren und Behinderte aus Werkstätten ebenso zu sehen wie Betreuer, Pfleger und Angestellte. Mit jedem Portrait spürt der Betrachter den ökumenischen und offenen Geist der Diakonie der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Kurzinformationen über „Leuchtturmprojekte“ der Diakonie in Rumänien runden Eichlers fotografischen Rundgang ab. Finissage der Ausstellung "Menschen der Diakonie" ...Finissage der Ausstellung "Menschen der Diakonie" in Dinkelsbühl: Landeskirchenkurator Friedrich Philippi (1. von rechts), Pfarrer Dr. Stefan Cosoroabă (2. von rechts) und Hans Gärtner, Vorsitzender des HOG-Verbandes (1. von links). Foto: Hans-Werner Schuster Nach der Eröffnung beim Heimattag in Dinkelsbühl wird die Ausstellung „Menschen der Diakonie“ vom 23. Juni bis 2. Juli 2014 im rumänischen Generalkonsulat München (Richard-Strauss-Straße 149, 81679 München) gezeigt, vom 10. bis 17. Juli 2014 ist sie im Wolf-Ferarri-Haus, Rathausplatz 2, in 85521 Ottobrunn zu sehen. Am 17. Juli um 18.00 Uhr wird sie dann Bayern verlassen, nicht ohne eine Finissage, bei der Bürgermeisterin a.D. Dr. Sabine Kudera (Ottobrunn) und wiederum Dr. Stefan Cosoroabă (Michelsberg) sprechen werden. Die von der Michael-Schmidt-Stiftung geförderte Ausstellung wird 2014 auch an weiteren Orten in Deutschland, Rumänien und Österreich zu sehen sein.

S. B.

Schlagwörter: Heimattag 2014, EKR, Kirche und Heimat, Diakonie

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