25. Juli 2016

Sklaven für die Holzmafia

Bukarest – In einem Großeinsatz mit 400 Ordnungskräften, angeleitet von Staatsanwälten der Direktion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des Terrorismus (DIICOT), wurde im zur Gemeinde Berevoieşti gehörenden Weiler Gămăceşti, 150 Kilometer nordwestlich von Bukarest, ein Ring von Holzhändlern und -dieben aufgedeckt, die sich geistig und körperlich Behinderte, Obdachlose und Stadtstreicher als Sklaven hielten und sie zur Arbeit, zum Holzdiebstahl, zum Betteln und möglicherweise auch zu sexuellen Handlungen zwangen.
40 Häuser wurden durchsucht und 38 Personen verhaftet. Drei Erwachsene und zwei Kinder, die in Ketten gehalten wurden, konnten bei der Aktion befreit werden. Zudem wurden etwa 51000 Euro, ein Kilogramm Gold, neun Kettensägen und drei Holztransport-Nutzfahrzeuge beschlagnahmt. 90 Mitglieder einer lokalen Roma-Großfamilie werden verdächtigt, bereits seit acht Jahren insgesamt 40 Menschen, darunter auch Minderjährige, entführt, misshandelt und als Sklaven gehalten zu haben. Die Opfer waren an Bahnhöfen oder auf der Straße aufgegriffen oder sogar von zu Hause aus entführt worden.

NM

Schlagwörter: Holz, Rumänien

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