27. März 2021

Dritte Corona-Welle angerollt: Präsident Klaus Johannis sichert den Bürgern Rumäniens keinen Lockdown für Ostern zu

Bukarest – Am 10. März wurden der Alarmzustand in Rumänien um einen weiteren Monat verlängert und die bestehenden Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie leicht verschärft. Die bisherige nächtliche Ausgangssperre von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens wurde auf 22.00 Uhr vorverlegt.
Kronstadt gehört zu den Risikogebieten in ...
Kronstadt gehört zu den Risikogebieten in Rumänien. Foto: Peter Simon
Gästehäuser und Hotels in den beliebten touristischen Wintersportorten dürfen nur noch mit einer Auslastung von bis zu 70 Prozent funktionieren. Dies betrifft die Schulerau, Predeal und Törzburg im Kreis Kronstadt, Păltiniș im Kreis Hermannstadt, Azuga, Bușteni und Sinaia im Kreis Prahova, Bad Tușnad, Borsec, Bad Homorod und Bad Harghita in Harghita, Borșa und Cavnic in der Maramuresch sowie die Kreise Muresch (Sovata), Suceava (Vatra Dornei), Vâlcea (Voineasa), Alba (Arieșeni), Neamţ (Durău), Gorj (Novaci – Rânca), Bihor (Stâna de Vale) und Hunedoara (Straja).

Unter Lockdown steht seit dem 18. März Petersberg bei Kronstadt, nachdem der Inzidenzwert am Vortag 7,5 Infizierte pro tausend Einwohnern überschritten hatte. In Kronstadt lag die Inzidenzrate noch bei 6,12 pro tausend Einwohnern, weswegen die Schulen geschlossen wurden. Ein Lockdown für die Zinnenstadt sei nur noch eine Frage der Zeit, wurde Andreea Nicolau, Leiterin des Kronstädter Gesundheitsamtes DSP, in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ) zitiert.

Auch der Hauptstadt rückt der Lockdown näher: Seit dem 19. März stehen im Kreis Ilfov Berceni (Inzidenz 9,59), die Flughafenstadt Otopeni und Brănești unter Quarantäne, insgesamt sieben Gemeinden.

Am selben Tag erreichte die Auslastung der Intensivstationen in Rumänien mit 1.313 Patienten den Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am 20. März wurden 6.096 Neuinfektionen verzeichnet, neun Kreise befinden sich im „roten Szenario“ mit Inzidenzwert über drei, führend sind Ilfov (6,36), Temesch (5,99), Bukarest (4,85) und Kronstadt (4,46). Seit 23. Februar zeigt die Kurve der täglichen Neuinfektionen wieder einen exponentiellen Anstieg. Trotz der laufenden Impfkampagne ist die dritte Welle mit schätzungsweise 9.000 Neuinfektionen am Tag angerollt. Die Intensivstationen und der Rettungsdienst ­befinden sich an der Grenze ihrer Auslastung.

Trotzdem versicherte Staatspräsident Klaus Johannis, für Ostern werde kein landesweiter Lockdown in Betracht gezogen.

Nina May

Schlagwörter: Rumänien, Corona, Politik, Petersberg

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