20. Februar 2008

Verschrottung der „Wusch“ gestoppt?

Die historische Schmalspurbahn, von den Siebenbürger Sachsen liebevoll „Wusch“ genannt, die von 1898 bzw. 1910 die Strecke Hermannstadt – Agnetheln - Schäßburg bediente und letztmalig 2001 fuhr, drohte zum Alteisen zu kommen.
Einige Lokomotiven und Schmalspurwaggons, von denen es nur noch zwölf Stück in Rumänien gibt, sollten am 6. und dann am 18. Februar unter den Hammer kommen (diese Zeitung berichtete). Letztendlich wurde die Versteigerung von der touristischen Tochter des staatlichen Eisenbahnunternehmens, SFT (Societatea Feroviară de Turism), annuliert, weil Konzessionen für einige der Schmalspurbahnen erteilt werden sollen. Ob damit das Schreckensgespenst der Verschrottung endgültig gebannt ist, bleibt abzuwarten.

Bürgerinitiativen im Harbachtal wie der Verein „Valea Hârtibaciului“ sprechen sich für eine Restauration und die Wiederinbetriebnahme der Schmalspurbahn aus. Diese touristische Attraktion würde auch tourismusrelevante wirtschaftliche Aktivitäten in einer strukturschwachen Region nach sich ziehen. Die „Wusch“ (rumänisch "Mocăniţa")durchquerte siebenbürgisch-sächsisches Siedlungsgebiet. Die wiederbelebte Schmalspurbahn würde das Bewusstsein für das einzigartige kulturelle Erbe stärken und eine Alternative zum Bustransport bieten.

Elfi Silem

Schlagwörter: Politik, Verkehr, Tourismus

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