Schlagwort: Identität
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Was zeichnet die Sachsen aus? Betrachtungen eines Viertel-Siebenbürgers
Dr. Jürgen Gündisch, LL.M., wurde am 26. Februar 1929 in Dresden geboren, war von 1961 bis 1974 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft in der CDU-Fraktion, außerdem über 25 Jahre Mitglied des Hamburger Verfassungsgerichts. Der Rechtsanwalt ist nur zu einem Viertel Siebenbürger Sachse. Dennoch meinen seine Frau und seine Kinder, dass in seinem Bewusstsein das Siebenbürgische überwiege. Warum? mehr...
Gedanken und Einsatz für Siebenbürgen
„Bin ich eine Siebenbürger Sächsin?“ Diese Frage stellt sich Antonia Weißert, 1994 in Berlin geboren und aufgewachsen. Ihre Mutter kommt aus Siebenbürgen und reiste mit sechzehn Jahren nach Deutschland aus. Ihr Vater ist kein Sachse. Antonia spricht zwar kein Siebenbürgisch-Sächsisch, aber die Mundart ist ihr von frühester Kindheit vertraut, denn bei den Großeltern in Süddeutschland ist Sächsisch immer noch die Alltagssprache. Die 19-Jährige ist überzeugt, dass ihre Generation „durch ihr Handeln über den Fortbestand des kulturellen Erbes der Siebenbürger Sachsen in Rumänien mitentscheidet“. mehr...
Bernd Fabritius: Aufruf zum Mitgestalten und zur Bewahrung der siebenbürgisch-sächsischen Identität
Der Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl stand unter dem Motto „Wir gehören dazu! Dank und Verpflichtung“. Von diesem Leitwort ging der Bundesvorsitzende Dr. Bernd Fabritius in seiner Begrüßungsansprache am Pfingstsonntag, dem 19. Mai, aus, um für die Aufnahme der Siebenbürger Sachsen in Deutschland zu danken und um gleichzeitig deutlich zu machen, „dass wir Teil der deutschen Gesellschaft sind, dass wir hier Annahme und auch Unterstützung benötigen und dass wir dieser Gesellschaft dafür auch etwas zurückgeben können“. Bernd Fabritius forderte seine Landsleute auf, nicht gleichgültig oder bequem zu sein, sondern ihre Identität zu erhalten, ihr Kulturerbe zu pflegen und letztendlich ihre Gestaltungskraft zu erkennen: Ein besseres Miteinander entstehe nicht, wenn wir die Verantwortung nur bei anderen sehen, sondern durch Mitmachen und Gestalten. Der Bundesvorsitzende konnte seine Ansprache wegen einsetzenden Unwetters nur auszugsweise halten. Sie wird im Folgenden für die Leser der Siebenbürgischen Zeitung in voller Länge wiedergegeben. mehr...
Über Heimat und Identität in einer globalen Welt
Was ist Heimat und wo ist sie zu verorten? – Die Erörterung dieser Kernfragen war Gegenstand der Konferenz „Heimat – Identität, Kontinuität und Differenz in einer globalen Welt”, zu der die Deutsche Gesellschaft e.V. Berlin vom 10. bis 12. Oktober nach Klausenburg an die Babeș-Bolyai-Universität eingeladen hatte. Der Einladung folgten einerseits Soziologen, Philosophen, Geografen sowie Germanisten, die den Heimatbegriff im Rahmen ihres Fachbereiches untersuchten. Andererseits waren Künstler vertreten, die sich mittels Pinsel, Farbe, Kamera, Musik oder Worten mit der Heimatthematik auseinandersetzten. Die Moderation der Veranstaltung übernahmen Beatrice Ungar, Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung, und Georg Aescht, Chefredakteur der Kulturpolitischen Korrespondenz und Übersetzer zahlreicher rumänischer Werke ins Deutsche. mehr...
Gestaltungskraft der Siebenbürger Sachsen
Den Dauerkritikern und Pessimisten, die behaupten, der Untergang der Siebenbürger Sachsen sei schon Realität, hat Horst Göbbel eine klare Abfuhr erteilt. In seinem Vortrag „Gestaltungskraft der Siebenbürger Sachsen heute“ belegte der 67-jährige Historiker und Pädagoge anhand zahlreicher Beispiele, dass „unser kreatives Reservoir“ keinesfalls erschöpft sei. Der am Pfingstsonntag, dem 27. Mai, in Dinkelsbühl gehaltene Vortrag wird im Folgenden gekürzt wiedergegeben. mehr...
Über die Perspektiven der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft
Vom 13.-15. November 2009 fand in Hermannstadt eine Tagung der Evangelischen Akademie Siebenbürgen und des Siebenbürgenforums betreffend „Zukunft und Perspektiven der deutschen Minderheit in Rumänien“ statt (diese Zeitung berichtete, siehe auch Stellungnahme des Bundesausschusses des Bundesverbandes der Siebenbürger Sachen in Österreich). Die Beiträge wurden in einem „Thesenpapier“ zusammengefasst, das kontroverse Diskussionen über die Frage ausgelöst hat, ob außerhalb Siebenbürgens auf längere Sicht die Erhaltung siebenbürgisch-sächsischer Eigenart („Authentizität“) möglich ist. Walter Schuller, ehemaliger Kulturreferent des Bundesverbandes der Siebenbürger Sachsen in Österreich, behauptet im folgenden Beitrag, dass die weltweit verstreute siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft nur dann eine Perspektive hat, wenn sie ihre Rückbindung an Siebenbürgen intensiv pflegt. mehr...
Bundesausschuss der Siebenbürger Sachsen in Österreich setzt sich mit Dr. Karl Scheerers Identitätsbegriff kritisch auseinander
Der Bundesausschuss des Bundesverbandes der Siebenbürger Sachen in Österreich hat am 13. November 2010 getagt und bezieht im Folgenden Stellung zu den Ausführungen des Historikers Dr. Karl Scheerer, stellvertretender Vorsitzender des Siebenbürgenforums, beim 20. Sachsentreffen am 18. September 2010 in Bistritz (siehe Beilage „Kirche und Heimat“, Siebenbürgische Zeitung vom 15. Oktober 2010, Seite 16). Scheerer hatte ein Thesenpapier erläutert, das bei der Tagung „Zukunft und Perspektiven der deutschen Minderheit in Rumänien vom 13. bis 15. November 2009 in Hermannstadt vorgelegt worden war. Erarbeitet wurde das Papier von einer Arbeitsgruppe des Siebenbürgenforums, bestehend aus Benjamin Józsa, Dr. Hans Klein, Dr. Paul Philippi, Dr. Karl Scheerer und Winfried Ziegler. mehr...
Umfrage über die soziale Identität: Junge Siebenbürger schätzen alte Werte
Einer aktuellen Erhebung zufolge sehen sich 91,5 % der befragten Siebenbürger Sachsen als Deutsche, und dennoch hat davon rund die Hälfte den Eindruck, von den „hiesigen Deutschen“ als Rumäne wahrgenommen zu werden. Die soziale Identität der Siebenbürger Sachsen in Deutschland hat die Studentin Miriam Daniel in einer Umfrage thematisiert, die als Grundlage ihrer Diplomarbeit dient. mehr...
Radio-Tipp: Deutschrumäne oder Rumänendeutscher?
Unter dem Titel „Deutschrumäne oder Rumänendeutscher? Über die Suche nach der kulturellen Identität“ strahlt SWR 2, der Kulturkanal des Südwestrundfunks, am Freitag, dem 5. Februar, 10.05-10.30 Uhr, in der Sendereihe „Leben“ einen Beitrag von Matthias Baxmann aus. mehr...
Einmal Aussiedler, immer Aussiedler?
Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde (ENM) in Berlin – Leiterin Bettina Effner – ist heute ein zentraler und wichtiger Ort der Begegnung, Information, Reflexion und Diskussion. Eine ständige museale Ausstellung zum Thema „Flucht im geteilten Deutschland“ sowie zahlreiche museumspädagogische Führungen und Sonderausstellungen vermitteln lebendige Einsichten in die Geschichte der letzten fünfzig Jahre, die bekanntlich von Flucht, Vertreibung, Umsiedlung und Aussiedlung gekennzeichnet sind. mehr...


