Schlagwort: Schriftsteller
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Trauerfeier Hans Bergel im Sudetendeutschen Haus
Wie die Familie des am 26. Februar verstorbenen Schriftstellers und Publizisten Hans Bergel mitteilt, wird die Trauer- und Gedenkfeier am 19. März 2022 um 16.00 Uhr im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8, 81669 München, stattfinden. mehr...
Bedeutender Schriftsteller und Publizist Hans Bergel gestorben
Der bedeutende siebenbürgische Schriftsteller und Publizist Hans Bergel ist am 26. Februar im Alter von 96 Jahren nach längerer schwerer Krankheit im Krankenhaus in Starnberg gestorben. Ana Blandiana bewertete ihn als „den repräsentativsten Schriftsteller Siebenbürgens insgesamt – Siebenbürgens als Landschaft der Begegnung und des Zusammenlebens mehrerer Völkerschaften, Religionen, Traditionen, Mentalitäten, in fruchtbarer Gemeinschaftlichkeit Lebenskraft und -sinn erzeugend“. „Der Tanz in Ketten“ sei „bis heute der komplexeste, der subtilste, der kenntnisreichste Roman über den kommunistischen Terror im Rumänien der 1950er Jahre“, schrieb Ana Blandiana in der Siebenbürgischen Zeitung aus Anlass seines 90. Geburtstages. mehr...
Die surreale Schaffensphase (1919-1921) des Schriftstellers Otto Alscher
Im Sommer 1919 war Otto Alscher von Budapest nach Temeswar umgezogen und bezog eine Wohnung im „Scherter-Haus“, wo er getrennt von der Ehefrau, Leopoldine Elisabeth, und den beiden Kindern, Helmut und Helga, in der Nähe der Redaktion des Banater Tagblatts, am Domplatz, lebte. Thematisch und stilistisch setzt er sich mit der „transformierenden Darstellung von Empfindungen, mit Gefühls-, Empfindungs-, Sinnes- oder Seelenbildern“ auseinander (wiener kinetismus. eine bewegte moderne, belvedere, 2010), unter dem Einfluss der Psychoanalyse, der reformistischen Ansätze der Wiener Bildungspolitik und des „Wiener Kinetismus“. mehr...
Ein Lebenswerk in Fragmenten und Zitaten: Hans-Bergel-Brevier in zwei Bänden erschienen
Ein Brevier im profanen Sinne des Wortes ist eine Sammlung von Zitaten, Textstellen aus dem Werk eines bedeutenden Denkers, das facettenreich Aufschluss gibt über Ansichten, Einsichten in dessen Werkgeschichte, die stilistisch formulierte persönliche Weltsicht ihres Schöpfers. Das Werk Hans Bergels (*1925) in seinem veröffentlichten Umfang von bis dato über 50 Büchern – Romane, Sammelbände von Erzählungen, Gedichten, Studien, Essays, Tagebuchaufzeichnungen, Reden – bietet seit seiner Erstveröffentlichung „Fürst und Lautenschläger“ (1957) bis heute einer solchen Auswahl ein schier überbordendes Angebot von Texten, die selbst als Fragmente das geistige Porträt und schöpferische Potenzial ihres Autors klar vermitteln, mit seiner philosophischen Sichtweise, seiner inneren und aktiven Haltung, die auf enzyklopädischem Wissensfundus, fast einem Jahrhundert persönlicher Erfahrung an Selbsterlebtem und tief Reflektiertem gründet. mehr...
Der Schriftsteller und Dichter Franz Hodjak in der Reihe „Lebendige Worte“ (XVIII)
Franz Hodjak, geb. 1944 in Hermannstadt, Rumänien. Abitur, Militärdienst, Hilfsarbeiter. Studium der Germanistik und Rumänistik in Klausenburg, Rumänien. 1970-1992 Lektor für deutschsprachige Bücher im Dacia Verlag. Klausenburg. 1992 Übersiedlung nach Deutschland. Lebt als freier Schriftsteller in Usingen im Taunus. mehr...
Luise Teutsch/Müller – Jules Verne – Hamruden
In fünf seiner 65 Romane lässt Jules Verne einen Bezug zum „karpato-pontischen“ Raum erkennen. Zuneigung und Liebe zu einer Hamrudnerin, Verarbeitung vor Ort gewonnener Erkenntnisse und Erfahrungen in seinen Werken beziehungsweise minuziöse Recherche und Fremddokumentation sind wichtige Fragen, die die Fachwelt bis heute beschäftigen. mehr...
Schriftsteller, Pfarrer und „Homo politicus“: Eginald Schlattner erhält Bundesverdienstkreuz für sein Wirken und Werk
„Wir sind die einzigen östlichen Deutschen, die als Volksgruppe nicht vertrieben worden sind. Wir hätten noch weitere Jahrhunderte hier friedlich mit den anderen 19 Völkerschaften Himmel und Erde teilen können. Man liegt sich nicht dauernd in den Armen und fällt sich nicht jeden Tag um den Hals, aber man achtet jeden in seiner Andersartigkeit und Sprache, Brauch und Glauben. Dieser andere Zungenschlag gehört zu meiner Selbstverordnung dazu, seine mir gebieterisch zugesprochene Bestätigung als Siebenbürger Sachse, als Deutscher. Erst indem der andere dazugehört, bin ich, was ich bin“, schreibt der heute 88-Jährige in seinem letzten Werk „Wasserzeichen“ (2018). mehr...
„Holen Sie mich da raus …“: Wie Günter Grass Hans Bergel bei der Emigration aus Rumänien half
Der vor Kurzem im Peter Lang Verlag, Berlin, erschienene Band „Siebenbürgen als Erfahrungsraum. Studien zur deutschsprachigen Literatur, Presse und Schule“ (herausgegeben von Maria Sass und Doris Sava, 284 Seiten, 59,95 Euro, ISBN 978-3-631-84234-8) enthält unter den achtzehn Beiträgen einer Tagung zum fünfzigjährigen Jubiläum der Hermannstädter Germanistik eine Untersuchung des Literaturhistorikers Dr. Walter Engel zum Thema „Solidarität eines Schriftstellers in Zeiten des ,Kalten Krieges‘. Günter Grass vor fünfzig Jahren in Rumänien“. Darin befasst sich Walter Engel, der damals Redakteur der Hermannstädter Zeitung war, mit dem Konflikt um eine deutsche Buchausstellung, die Günter Grass in Bukarest 1969 hätte eröffnen sollen, sodann mit Grass‘ Aufenthalt in Hermannstadt und seiner Beziehung zu siebenbürgischen Autoren. Der Beitrag bietet den ersten wissenschaftlich fundierten Bericht über die ehemals vieldiskutierte Rolle Grass‘ bei der Befreiung des Schriftstellers Hans Bergel aus dem kommunistischen Rumänien. Der Blick hinter die Kulissen der Vorgänge ist eines der bezeichnenden Zeugnisse aus der Zeit des Kalten Krieges, der vor allem Europa über Jahrzehnte hinweg in Spannung hielt. mehr...
Verwinkelte Weihnachten: Tagebuchnotizen im Advent von Eginald Schlattner in der Reihe „Lebendige Worte“ (VI)
Norbert Eginald F. Schlattner. Siebenbürger Sachse. Rumänischer Staatsbürger. 1933 in Arad geboren. Kindheit im Szeklerland. Jugend in Fogarasch. Matura 1952 in Kronstadt. Studien und akademische Abschlüsse: Hydrologie 1953-69 in Klausenburg, Theologie 1952-78 in Klausenburg und Hermannstadt. 2018 Ehrendoktor der Universität Klausenburg.
28. Dezember 1957 Verhaftung im Rektorat der Universität Klausenburg. Zwei Jahre Arrest bei der Securitate in Kronstadt. Verurteilt wegen „Nichtanzeige von Landesverrat“. Ab 1960 Ziegelbrenner, Bautechniker, Bauleiter beim Gleisbau in den Westkarpaten, ab 1969 Ingenieur in der Maschinenfabrik Mârșa in Freck. Seit 1978 Pfarrer in Rothberg, seit 1991 Gefängnispfarrer landesweit.
Zwischen 1998 und 2005 erschien bei Paul Zsolnay, Wien (Lizenz DTV, München) die Trilogie Versunkene Gesichter: Der geköpfte Hahn, Rote Handschuhe, Das Klavier im Nebel. Verfilmungen, Übersetzungen (u.a. auch ins Spanische, Portugiesische, Russische, Holländische), TV-Porträts, Interviews, Rezensionen, Dissertationen, Diplomarbeiten. Lesereisen von Lissabon bis Istanbul. In fünf deutschen Schulbüchern Rumäniens Fachlektüre. Erzählbände: Mein Nachbar, der König. Verlassene Geschichten und Odem, Schiller Verlag, Hermannstadt/Bonn, 2012. Wasserzeichen, Pop Verlag, Ludwigsburg, 2018. Zwei weitere Prosabände erscheinen in Kürze.
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Dichter, Geschichtenerzähler, Romancier: Dem banat-schwäbischen Schriftsteller Johann Lippet zum 70.
Wiseschdia, rumänisch Vizejdia, zählt zu den kleinen und vom Hauptverkehr bis heute abgehängten Dörfern der Banater Heide. Solche Situationen prägten die Menschen der Gemeinschaft. Aus diesem Ort mit knapp 700 Einwohnern im Jahr 1940, Deutsche bis auf vier Rumänen, stammte die Familie Lippet, der in der Fremde (Wels, Österreich) am 12. Januar 1951 das erste Kind, der Sohn Johann, geboren wurde. mehr...









