Ergebnisse zum Suchbegriff „Siebenbuerger Mundart“

Artikel

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9. Juni 2025

Kulturspiegel

Hegt wird gesangen!: Äm Må (Im Mai)

Dieses hoffnungsfreudige Frühlingslied entstand während Pfarrer Fritz Schullers Amtszeit in Reußmarkt (1928-1932). Das lyrische Ich des Textes verleugnet seine Rolle nicht. Kraft seines Amtes ruft Schuller der ihm anvertrauten Gemeinde zu: Der Winter ist überstanden, seid ohne Bange, freuet euch Groß und Klein, Gott sorgt dafür, dass neues Leben in der Gemeinde wächst. Wir sind zum Licht geboren, bringt diese Gewissheit zum Ausdruck: Im Mai, im Mai, im schönen Mai! mehr...

1. Juni 2025

Kulturspiegel

Kabinettausstellung in Dinkelsbühl: „Von Braas bis Droos. Kreuz und quer durch 75 Jahre Siebenbürgische Zeitung“

Ich weiß, was Sie denken: Wer liest denn da bitte Korrektur? Ist denen bei der Siebenbürger Zeitung nicht aufgefallen, dass es „Von Broos bis Draas“ heißen muss? Doch, natürlich. Aber die Schreibung hat einen Grund. Ist Ihnen übrigens aufgefallen, dass es Siebenbürgische Zeitung heißen muss? Es lohnt sich, ganz genau hinzuschauen. Nicht, weil es mein Lebensziel ist, Fehler aufzustöbern. Nein, sondern weil spannende Infos auch in Details stecken können. Das will ich in einer kleinen Ausstellung anlässlich des 75. Geburtstags der Siebenbürgischen Zeitung (SbZ) am Heimattag unter Beweis stellen. mehr...

25. Mai 2025

Kulturspiegel

Dieses Buch tanzt aus der Reihe: „Der Medwescher Tramiter“

Vor 100 bis 150 Jahren, als die Menschen eine mediale Überschwemmung, wie wir sie heute erleben, noch nicht kannten, war auch in Siebenbürgen das gereimte Wort, gesprochen und manchmal auch gedruckt, ein probates Mittel, um heitere Stimmung zu verbreiten. Am Sitttag der Nachbarschaften, bei musikalisch-poetischen Juxabenden der Vereine oder auch bei kulturellen Darbietungen in den Gymnasien war es üblich, meist längere in unserer siebenbürgisch-sächsischen Mundart verfasste Gedichte vorzutragen. Das traf auch auf die als „Fleosemaocher“ gerne etwas bespöttelten Mediascher zu, die sich allerdings auch rühmen dürfen, dass Gustav Schuster Dutz, einer der beliebtesten sächsischen Autoren, ein Sohn der Stadt an der Kokel war. mehr...

21. Mai 2025

Verbandspolitik

Attraktives Programm des 75. Heimattags in Dinkelsbühl: Fest der Begegnung, der Gemeinschaft und Kultur

Die Welt ist im rasanten Umbruch. Da tut es gerade jetzt besonders gut, wenn wir weiterhin auf stabile Gewissheiten bauen können wie diese: Zu Pfingsten werden wieder tausende Landsleute nach Dinkelsbühl strömen, denn der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland lädt ein zum 75. Heimattag. Das offizielle Programm für das Pfingstwochenende vom 6. bis 9. Juni ist an attraktiven Veranstaltungen überreich: Ausstellungen, Vorträge, Live-Musik, Trachtenumzug, Kundgebung, Festgottesdienst, Preisverleihungen, Podiumsdiskussion, Fackelzug und Feierstunde an der Gedenkstätte, Tanz, Sport und Spiel. mehr...

15. April 2025

Interviews und Porträts

Abschied von einer Germanisten-Generation/Zum Tode des Sprachwissenschaftlers und Mundartforschers Heinrich Mantsch

Bei genauem Suchen wird offenbar, dass sich im engeren Kreis der Alters- und Berufsgenossen niemand mehr findet, der aus Kollegialität und eigenem Miterleben einem Vierundneunzigjährigen noch nachrufen könnte, was von dessen Lebensleistung eventuell übrig und erinnerungswürdig bleibt. Dann aber lohnt es vielleicht, den Blick zu erweitern und diesem Letztverstorbenen – Heinrich Mantsch starb im Alter von 94 Jahren am 20. Februar 2025 in Bonn – den ihm zukommenden Platz zu suchen innerhalb seiner nun abgetretenen Generation. Wenn nun ich diesen Rückblick unternehme, so habe ich den Nachteil des Nachgeborenen, dessen Erinnerungen zeitlich nicht ausreichend hinab reichen, also sekundär ergänzt werden müssen, und andererseits – als Schwiegersohn von Heinrich Mantsch – den fragwürdigen Standort der familiären Nähe, der Befangenheit impliziert, der aber zugleich Detailwissen bis hin zu Anekdotischem mit sich bringt. mehr...

9. April 2025

Kulturspiegel

Motivation und Anlass, Sächsisch zu sprechen: Erfahrungsaustausch junger Menschen und Mundartlesung in Neuburg an der Donau

Ihr seid willkommen, wenn ihr Sächsisch sprecht! Das ist der Tenor eines interessanten Gesprächs zwischen jungen Menschen aus unserer Gemeinschaft. Sie waren eingeladen, beim Mundartseminar in Neuburg an der Donau über ihre Erfahrungen und Beziehung zur Mundart zu sprechen. Die zwölf zumeist älteren Mundartautor/innen hörten zu, bevor sie auch mitredeten. Siehe da: Die jungen Sächsisch Sprechenden haben nur positive Erfahrungen gemacht, wenn sie ihren Dialekt verwendet haben. Heutzutage wird das Sprechen einer weiteren Sprache als Bereicherung wahrgenommen, sowohl in der Hirnforschung (das Erlernen einer neuen Sprache erleichtert das Erlernen weiterer Sprachen) als auch im Alltag, wo man auf viele Einheimische und Zugewanderte trifft, für die es „weitgehend normal ist“, mehrere Muttersprachen zu sprechen. Sehr erfreulich, dass über unseren Dialekt immer wieder positive Erfahrungen mit Siebenbürgen als Gegend verbunden werden! Sowohl von den Sprechenden als auch von Fremden. mehr...

28. März 2025

Kulturspiegel

Brukenthal-Biograf und noch sehr viel mehr: Zur Person von D. Dr. Georg Adolf Schuller (1862-1939)

In seiner „Kleinen Geschichte Siebenbürgens“ formuliert Dr. Harald Roth sehr prägnant die Zeitumstände, welche das Leben meines Urgroßvaters D. Dr. G. A. Schuller bestimmten. Bezogen auf die politischen Auswirkungen der 1867 erfolgten weitgehenden Loslösung Ungarns von der Habsburger Monarchie schreibt Roth: „Der sich unter Joseph II. bereits andeutende, 1848, 1867 und mit der Verwaltungsreform 1876 schrittweise realisierte Verlust ihres [der Sachsen] politischen Gewichts [...] hatte weitreichende Verlagerungen im gesellschaftlichen Leben zur Folge [...] Schwerpunkte wurden die Pflege und der Ausbau des ohnehin hochentwickelten konfessionel- len Schulwesens sowie die ökonomische Stärkung der Landwirtschaft und des Gewerbes durch Genossenschaften, Vereine, Banken, verbesserte Ausbildung und Reformen. Die Bedeutung des sich um diese Zeit herausbildenden Geschichtsbewusstseins für das spätere Selbstverständnis [der Siebenbürger Sachsen] kann gar nicht überschätzt werden.“ mehr...

18. März 2025

Verschiedenes

Zeitzeugengespräch mit Dr. Bernd Fabritius

Die Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ veröffentlicht auf ihrem YouTube-Kanal regelmäßig Videos von Flüchtlingen und Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, in denen prominente und weniger bekannte Zeitzeugen zu ihren Erlebnissen befragt werden und sehr anschaulich und eindrücklich davon erzählen. mehr...

9. März 2025

Kulturspiegel

Sprengkraft des Liedes bei Hans Bergel: Zum Freiheitsgedanken im Volkslied „Et såß e klie wäld Vijjeltchen“

Mit ihrer neugeschaffenen Reihe „Hegt wird gesangen!“ setzt sich Angelika Meltzer verdienstvoll für die Erhaltung und Pflege unseres siebenbürgischen Liedgutes ein, ein Anliegen, das sie schon mit der Herausgabe der Liedersammlung „E Liedchen hälft ängden“ verfolgt hatte. mehr...

5. März 2025

Verschiedenes

Hegt wird gesangen!: „Mer wealle bleïwe, wat mer sen“

Den Text des Liedes „Mer wealle bleïwe, wat mer sen“ (Sachse-Schwur), Wir wollen bleiben, was wir sind (Sachsen-Schwur) schrieb der Mediascher Stadtpfarrer Josef Lehrer (1874-1944). Vertont wurde er vom Rektor-Lehrer Heinrich Bretz (1862-1947). mehr...