1. November 2013

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Landesvorstand vom Oberbürgermeister in Tuttlingen empfangen

Es ist Tradition in Baden-Württemberg, dass der Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg auch auswärts tagt. Die einzelnen Kreisgruppen laden in ihre Zentren ein und präsentieren bei der Gelegenheit gewöhnlich ihre Arbeit und die Organisationsbedingungen vor Ort. In der Vergangenheit gab es solche Tagungen in Heilbronn, Gundelsheim, Kirchheim/Teck, Sachsenheim, Ludwigsburg, Singen, Rastatt und schon zwei Mal in Immendingen bei Tuttlingen.
Am 12. Oktober 2013 war es jedoch anders. Dieses Mal folgte man einer Einladung des Oberbürgermeisters von Tuttlingen, Michael Beck, zu einem Empfang im Rathaus von Tuttlingen. Es war das erste Mal in der jüngeren Geschichte der Landesgruppe, dass der Landesvorstand von einem Oberbürgermeister eingeladen und empfangen wurde. Die Einladung war durch Martin Brenndörfer, den rührigen Kreisgruppenvorsitzenden aus Tuttlingen/Immendingen, übermittelt worden. Er war es auch, der eingangs Oberbürgermeister Beck dafür dankte.

Michael Beck sagte in seiner Begrüßungsrede, es sei ihm wichtig, alle Bevölkerungsgruppen der Stadt und auch des Landes näher kennenzulernen. Im März 2013 hatte er in diesem Sinne für alle Vertriebenen aus Tuttlingen einen Empfang gegeben. Der Empfang des Vorstandes der Landesgruppe Baden-Württemberg des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland setze diese Tradition auf einer höheren Ebene fort. Zumal in Tuttlingen und Umgebung auch viele Siebenbürger wohnten und ihren Beitrag zur Entwicklung der Stadt und der Kultur erbrächten. Tuttlingen sei das Weltzentrum der Chirurgiemechanik, hier würden alle Arten von medizinischen Instrumenten gefertigt. Die Firmen Aeskulap und Karl Storz-Endoskope seien weltbekannt, aber es gäbe auch viele kleine und mittelständische Unternehmen in dem Bereich. In allen arbeiten sicher auch Siebenbürger Sachsen.Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg im ...Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg im Rathaus Tuttlingen. Foto: Nicole Dollinger Bezüglich des Beitrags der Siebenbürger Sachsen zur kulturellen Entwicklung führte OB Beck den Musiker Leopold (Poldi) Reisenauer an, aus Siebenbürgen stammend, der innerhalb der Musikschule Tuttlingen arbeite und dessen Big-Band schon viele erste Preise auf Bundesebene gewonnen hätte. Darauf sei man sehr stolz. Er überreichte dem Landesvorsitzenden eine neue CD der P.O.L.D.I.-Big-Band.

Der Landesvorsitzende Alfred Mrass dankte dem Oberbürgermeister für den Empfang. Der Landesvorstand sei gerne nach Tuttlingen gekommen, denn diese Begegnung sei eine gute Gelegenheiten, sich besser kennenzulernen. Man sei immer erfreut, wenn Nichtvertriebene Interesse für die Geschichte und das Schicksal der Siebenbürger Sachsen zeigen, und möchte informieren. Er führte dann in kurzen Stichworten die 850-jährige Geschichte der Siebenbürger Sachsen an, ging auch auf die Entwicklung des Verbandes ein und sprach danach über die jetzige Situation in Siebenbürgen. Mrass machte auch das Angebot, den Stadtrat und den Oberbürgermeister gegebenenfalls bei der Organisation einer Reise nach Hermannstadt und nach Siebenbürgen zu unterstützen. Es sei ihm bekannt, dass Herr Beck diesbezüglich Interesse gezeigt hätte. Als Geschenk übergab Alfred Mrass Herrn Beck die Festschrift der Landesgruppe zum 60-jährigen Jubiläum und eine CD mit dem Mitschnitt der Uraufführung von Prof. Heinz Ackers „Carmina selecta“.

Danach bat der Landesvorsitzende einige anwesende Vorstandsmitglieder, ihre Herkunft aus Siebenbürgen und den beruflichen Werdegang in Deutschland kurz zu skizzieren. Daraus war erkennbar, dass die Integration der Siebenbürger Sachsen in Deutschland sehr gelungen ist und dass wir einen Beitrag zur Gesamtentwicklung des Landes leisten. Wir sind gut aufgenommen worden, wir sind in der hiesigen Gesellschaft angekommen.

Zum Abschluss des Empfangs zeigte Oberbürgermeister Michael Beck den Gästen einige Skulpturen des Künstlers Roland Martin zur Geschichte des Tuttlinger Handwerksburschen „Kann nit verstan“ von Johann Peter Hebel sowie den Sitzungssaal des neuen Rathauses, der durch seine Ästhetik, seine Funktionalität und eine außergewöhnliche Bronze-Wand-Skulptur beeindruckte.

A. M.

Schlagwörter: Landesvorstand, Baden-Württemberg, Tuttlingen, Bürgermeister

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