28. Juli 2015

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Deutsch-Siebenbürgisch-Rumänischer Freundeskreis Wiehl-Bistritz

Drabenderhöhe – Zufrieden zeigt sich Dr. Hans-Georg Franchy über die bisherigen Aktivitäten des Deutsch-Siebenbürgisch-Rumänischen Freundeskreises Wiehl-Bistritz, der im Januar 2014 ins Leben gerufen wurde und zur Zeit 80 Mitglieder zählt. „Viele von ihnen haben siebenbürgische Wurzeln, aber auch etliche Nichtsiebenbürger gehören dazu, haben inzwischen Land und Leute kennen- und schätzen gelernt“, sagt Franchy, der von einer mehrwöchigen Reise aus Bistritz zurückgekommen ist und sich jetzt mit seinen Mitstreitern auf den Höhepunkt dieser freundschaftlichen Beziehungen vorbereitet: Die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen der Stadt Wiehl und Bistritz am 22. August im Ratssaal von Bürgermeister Ovidiu Creţu. Franchy schätzt an Creţu besonders, dass dieser „zur deutschen Geschichte seiner Stadt und deren Vergangenheit steht“.
Der Verein hat zur Unterzeichnung der Städtepartnerschaft eine zweiwöchige Busfahrt nach Rumänien organisiert, bei der nicht nur Bistritz, sondern etliche mittelalterliche Städte und Burgen sowie orthodoxe Klöster in der Moldau und die wunderschöne Landschaft der Karpaten besichtigt werden sollen. Die 35 Teilnehmer der Reise werden bei dem Festakt ebenso dabei sein wie Vertreter von Rat und Verwaltung der Stadt Wiehl mit Bürgermeister Werner Becker-Blonigen an der Spitze sowie Enni Janesch, Vorsitzende der Kreisgruppe Drabenderhöhe.

Mit viel Leben erfüllt wird die Arbeit des Freundeskreises von Schülern und Lehrerinnen der Grundschule Drabenderhöhe. Schulleiterin Waltraud Hartig-Hietsch, Ingrid Melzer und Nina Weinheimer hatten in deutschen Grundschulklassen in Bistritz hospitiert und zeigten sich beeindruckt von der guten und modernen Ausstattung der Schule. Sie brachten Steckbriefe und Fotos von den Schülern aus Rumänien mit. Inzwischen hat sich ein reger Briefaustausch zwischen den Kindern entwickelt. Kürzlich nahmen Drabenderhöher Grundschüler an einem Malwettbewerb teil, der vom Gymnasium für Bildende Kunst in Bistritz gemanagt wurde und unter dem Motto „Färbe Bistritz“ stand. Insgesamt nahmen über 800 Kinder daran teil. Für sechs Drabenderhöher brachte Franchy von seiner Reise Sonderurkunden und einen Ehrenpreis für die gelungenen Arbeiten von Hanna Lang, Sophie Broos, Florian Dragon, Josan Fisi, Johanna Jonigkeit und Finja Lang mit. Sonderurkunden und einen Ehrenpreis erhielten ...Sonderurkunden und einen Ehrenpreis erhielten sechs Drabenderhöher Grundschulkinder, die an einem Malwettbewerb des Gymnasiums für Bildende Kunst in Bistritz teilgenommen haben. Das Foto zeigt Florian Dragon, Hanna Lang, Jason Fisi, Sophie Broos und Johanna Jonigkeit (von links) mit Schulleiterin Waldtraud Hartig-Hietsch, Dr. Hans Franchy und Nina Weinheimer (von links). Es fehlt Finja Lang. „Freundschaft ist immer ein Gewinn“, sagte Marianne Csakli vom Liviu Rebreanu Gymnasium in Bistritz, das im Gegenzug mit Christina Armean an der hiesigen Grundschule hospitierte. Während ihre Kollegin Violeta Griga am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in die Physikstunden „schnüffelte“, besuchte die Erzieherin Melina Menhart den evangelischen Kindergarten. Csakli bewunderte „die Ruhe der Lehrer, die sie im Unterricht an die Kinder weitergeben“, und „wie selbständig die Schüler arbeiten“.

Selbstkritisch meint sie: „Ich selbst rede immer viel zu schnell und wirke hektisch. Diese Ruhe möchte ich auch vermitteln können.“ Menhart zeigte sich überrascht davon, wie locker und aufgeschlossen sie von den Kids im Kindergarten angenommen worden ist, und dass „auf 20 Kinder zwei Erzieherinnen kommen, die viel mehr Spiele kennen“. Sie müsse sich alleine um 22 Kinder zwischen drei und sechs Jahren kümmern. Christine Armean schwebt eine Freizeit in der Wiehler Jugendherberge vor, gemeinsam mit Kindern aus Bistritz und Drabenderhöhe.

Bei beiden Begegnungen, so Hartig-Hietsch, seien wertvolle Gespräche geführt, Unterrichtsmaterial und Ideen ausgetauscht worden. Das Bistritzer Kollegium wünscht sich Unterstützung durch Lehrkräfte aus Deutschland, weil nur so die deutsche Abteilung auf Dauer überleben könne.

Ursula Schenker

Schlagwörter: Wiehl, Bistritz, Städtepartnerschaft

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