23. März 2019

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Mit Energie und Herzblut: Hauptversammlung der Landesgruppe Baden-Württemberg

Wenn der zweitgrößte Landesverband der Siebenbürger Sachsen alle vier Jahre zur Hauptversammlung mit Wahlen lädt, ist die Resonanz entsprechend groß. Am 9. März war der Saal im Haus der Heimat in der Stuttgarter Schlossstraße jedenfalls gut gefüllt. 55 Delegierte vertraten die insgesamt 32 Kreisgruppen im „Ländle“. Außer ihnen sind auch die Mitglieder des erweiterten Landesvorstandes stimmberechtigt. So konnte gleich zu Beginn die Beschlussfähigkeit festgestellt werden – eine wichtige Voraussetzung für Vorstandswahlen.
Zuvor jedoch standen noch andere wichtige Punkte auf der Agenda. Der Landesvorsitzende Michael Konnerth eröffnete die Versammlung mit zwei Gesten der Wertschätzung: In einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer der Landsleute, die in den vergangenen vier Jahren verstorben sind. Allen anwesenden Frauen wurde – mit Blick auf den Weltfrauentag am Vortag – eine rote Rose überreicht. Nachdem die Tagesordnung zügig genehmigt wurde, folgten die Berichte des Landesvorstandes, der Referenten und Beisitzer sowie Rechnungsprüfer.

„Der Landesvorstand kann auch im Jahr 2019 als eine stabile und gefestigte Gruppe angesehen werden, eine Gruppe, die sich ihrer Verantwortung für die sächsische Gemeinschaft bewusst ist und diese auch aktiv wahrnimmt“, betonte Michael Konnerth in seinem Bericht. Trotz aller Bemühungen sei auch in Baden-Württemberg der bundesweite Trend feststellbar, dass die Mitgliederzahl konstant zurückgehe. Aktuell vertritt die Landesgruppe 6387 zahlende Mitglieder – rechnet man die Zahl der Familienmitglieder hinzu, sind es rund 10289. Konnerths Fazit: „Wir müssen der Mitgliederwerbung weiterhin viel Aufmerksamkeit schenken und gleichzeitig nach Maßnahmen suchen, wie wir die Funktionsfähigkeit der kulturellen Arbeit bei zurückgehenden Finanzmitteln erhalten können.“ An dieser Stelle ergeht ein Dank an die Landesregierung von Baden-Württemberg für die Förderung der Kulturarbeit mit der Bitte, die kulturellen Veranstaltungen der Landesgruppe und der Kreisgruppe weiterhin zu unterstützen.Viele bekannte, aber auch neue Gesichter im ...Viele bekannte, aber auch neue Gesichter im Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg, von links: Astrid Rheiner, Michael Konnerth, Patrick Welter, Harriet Stefani, Jutta Bahmüller, Astrid Göddert, Heidrun Rau, Werner Gohn-Kreutz, Christine Penkert, Horst Fleischer, Anna Fleischer, Helge Krempels. Foto: Hans Staedel Frauenreferentin Gerlinde Zekel präsentiert in einer Bilderschau Eindrücke der Tagungen, die sie in den vergangenen Jahren (mit-)organisiert hat. Im Fokus: die siebenbürgische Back- und Kochkunst. Eine rege Diskussion entspannte sich rund um ein rechtliches Thema, die Datenschutzverordnung (DSGVO), die in den vergangenen Monaten so gut wie alle Unternehmen und Vereine beschäftigte. Rechtsreferentin Harriet Stefani rief die Kreisgruppen auf, sich trotz der komplexen Vorgaben aktiv mit dem Thema zu beschäftigten und dabei die Hilfestellungen des Landesverbandes zu nutzen. Viele Teilnehmer waren sich einig, dass sie eine zentrale Anleitung des Bundesverbandes für den praktischen Umgang mit personenbezogenen Daten vermissen. Im Kassenbericht stach eine Summe besonders hervor: die Spende in Höhe von insgesamt 86000 Euro, die der Landesverband in den letzten vier Jahren für den Erhalt von Schloss Horneck aufgebracht hat. Trotz dieser Sonderbelastung weist der Landesverband eine ausgeglichene finanzielle Bilanz vor. Kassenprüfer Sunnhild Mai und Karl Dendorfer hatten keine Beanstandungen. Der Vormittag schloss mit der einstimmigen Entlastung des Vorstands ab.

Nach einer kurzen Mittagspause stand die Wahl der Landesspitze für die Amtsperiode von 2019 bis 2023 an. Zum Wahlleiter wurde der Ehrenvorsitzende Alfred Mrass ernannt, unterstützt von den Wahlhelfern Sigrun Kelp, Anita Mai und Hermine Bertleff. Eine Findungskommission unter Leitung von Mrass hatte im Vorfeld geeignete Kandidaten für die vakanten Funktionen gesucht und eingeladen. So kam es, dass außer den gut bekannten auch neue Gesichter unter den Kandidaten waren. Gleich zu Beginn wurde der bisherige Landesvorsitzende Michael Konnerth ohne Gegenstimme erneut in das Amt gewählt, eine klare Bestätigung für seine gute Arbeit. Das Geiche gilt für seine Stellvertreter Harriet Stefani und Helge Krempels. Ines Wenzel wurde neu in das Amt der stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Anna Fleischer bleibt Kassen­wartin, Astrid Rheiner Schriftführerin und Gerlinde Zekel Frauenreferentin. Patrick Welter übernimmt als Landesjugendleiter das Jugendreferat.

Das Kulturreferat bleibt in der bewährten Hand von Pfarrer i.R. Helmut Wolff, Jutta Bahmüller ist weiterhin für die kulturelle Breitenarbeit und Ritta Apfelbach-Kartmann für Sozialfragen zuständig. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet neben Waltraut Stirner-Lohrmann künftig auch Heidrun Rau. Astrid Göddert wurde als Organisationsreferentin, Harriet Stefani als Rechtsreferentin wiedergewählt. Beisitzer sind Horst Fleischer, Christine Penkert, Raimund Depner und Werner Gohn-Kreutz. Für die Rechnungsprüfung sind Regine Gärtner und Mathias Henrich sowie deren Stellvertreter Gerhild Reip und Sundhild Mai zuständig. Zum Abschluss bestimmten die Teilnehmer gemeinsam die Delegierten und Ersatzdelegierten für den Verbandstag am 2. und 3. November 2019 in Bad Kissingen. Im Hinblick auf die Zukunft des Landesverbandes gibt es viel zu tun, aber auch viele Menschen, die sich dieser Herausforderung mit Energie und Herzblut stellen – so lassen sich die Eindrücke dieser Hauptversammlung zusammenfassen.

Heidrun Rau

Schlagwörter: Baden-Württemberg, Landesvorstand, Wahlen, Hauptversammlung, Verbandspolitik

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