10. März 2020

70. Heimattag – 70 Jahre Siebenbürgische Zeitung: Heimattagausschusssitzung in München

Knapp drei Monate vor Pfingsten schreiten die Vorbereitungen des Heimattags 2020 flott voran. Der Heimattagausschuss hat am 6. März in der Bundesgeschäftsstelle des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in München den Programmablauf und organisatorische Fragen besprochen. An der Sitzung, die Organisationsreferent Horst Wellmann leitete, nahmen neben dem Bundesvorsitzenden Rainer Lehni unter anderen auch Vertreter der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD), der Carl Wolff Gesellschaft und des Verbandes der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften (HOG) teil. Mitausrichter des diesjährigen Pfingsttreffens, das vom 29. Mai bis 1. Juni im mittelfränkischen Dinkelsbühl unter dem Motto „Wurzeln suchen – Wege finden“ stattfindet, ist die Regionalgruppe Hermannstadt-Harbachtal des HOG-Verbandes.
Die Regionalgruppe plant vielfältige Akzente im Veranstaltungsprogramm, betonte ihr Vorsitzender Michael Konnerth, auch Stellvertretender Bundesvorsitzender und Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, in der viereinhalbstündigen Sitzung: bei der feierlichen Eröffnung, durch ihre Präsenz beim Trachtenumzug am Pfingstsonntag, mit der Brauchtumsveranstaltung „Se kit, se kit…“ De Wusch uch Nået äm Hårbåchtool (Text und Regie: Doris Hutter) am Pfingstsamstag, den Auftritten von Kulturgruppen und Blaskapellen. Die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) verantwortet traditionell diverse Programmbereiche wie das Kinderprogramm am Pfingstsonntag, heuer mit einer Lesung der preisgekrönten Kinderbuchautorin Karin Gündisch, die Volkstanzveranstaltung vor der Schranne, Zeltplatz und Festzelt. In diesem Jahr sorgen bei der Willkommensparty am Freitag die Bands TraunSound und Schlager-Taxi für Hochstimmung.

Dem 70-jährigen Jubiläum der Siebenbürgischen Zeitung sind eine Ausstellung und die Podiumsdiskussion „Wie zukunftsfähig sind die Medien der Siebenbürger Sachsen“ am Pfingstmontag gewidmet.
Der Heimattagausschuss bei seiner Sitzung am 6. ...
Der Heimattagausschuss bei seiner Sitzung am 6. März in der Bundesgeschäftsstelle des Verbandes in München. Foto: Rainer Lehni
Zu den Highlights des Heimattagprogramms zählen die im Haus der Geschichte gezeigte Deportationsausstellung des Siebenbürgischen Museums Gundelsheim „‘Skoro damoi!‘ Hoffnung und Verzweiflung. Siebenbürger Sachsen in sowjetischen Arbeitslagern 1945–1949“ wie auch die Lesung von Thomas Perle aus seiner Kurzgeschichtensammlung „wir gingen weil alle gingen“ mit anschließendem Autorengespräch über den Aufbruch aus Siebenbürgen vor 30 Jahren und das Ankommen in Deutschland. Überdies liest Dagmar Dusil aus ihrem Buch „Auf leisen Sohlen: Annäherungen an Katzendorf". Wie Bundeskulturreferentin Dagmar Seck in der Sitzung bekannt gab, wird der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis 2020 an den 1936 in Kronstadt geborenen Musikverleger Frieder Latzina (Musiknoten-Verlag Latzina in Karlsruhe) verliehen.

Im weiteren Sitzungsverlauf wurden organisatorische Fragen betreffend den Abzeichenverkauf, Siebenbürger Markt und Infostand am Weinmarkt erörtert. Der Abzeichenpreis bleibt auch heuer stabil bei 10 Euro. Der Eintritt für das Festzelt wird um einen Euro auf 6 Euro erhöht. Laut Bundesgeschäftsführerin Ute Brenndörfer betragen die für die gesamte Dauer des Heimattages geltenden Übernachtungsgebühren am Zeltplatz 25 Euro für Mitglieder der SJD bzw. des Verbandes sowie 40 Euro für Nicht-Mitglieder. Die nächste Sitzung des Heimattagausschusses findet am 19. April in Stuttgart statt.

Christian Schoger

Schlagwörter: Heimattag 2020, Dinkelsbühl, Heimattagausschuss, Sitzung, München, HOG, Regionalgruppe, Hermannstadt, Harbachtal, Kulturpreis, Latzina

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