1. Juni 2021

#daHeimattag2021 in #digibühl - Der Digitale Heimattag 2021 aus Sicht der Webmaster

Was sich zum Jahreswechsel angedeutet hatte, wurde im Februar Gewissheit: Der Heimattagsausschuss beschloss, den Heimattag in Dinkelsbühl abzusagen und stattdessen zum zweiten Mal in Folge einen digitalen Heimattag zu veranstalten. Die Webmaster von Siebenbuerger.de waren wieder gefragt, vor allem der Internetreferent Robert Sonnleitner und der Videospezialist Günther Melzer. Es sollten drei lange Monate werden, bis es am 21. Mai endlich losging, und am Ende wurde es doch wieder stressig.
Die Livestream-Party am Freitagabend, hier mit ...
Die Livestream-Party am Freitagabend, hier mit Kassettophon auf der Bühne, wurde von einem Kamerateam professionell in Szene gesetzt. Foto: Heike Mai-Lehni
Es war sofort klar, dass es wieder eine Mischung aus Live-Veranstaltungen und vorproduzierten Inhalten werden sollte. Im März wurde auf Siebenbuerger.de eine Umfrage zu den gewünschten Programmpunkten durchgeführt, in der die meisten Stimmen auf „Kulturelle Beiträge“ und „Blasmusik“ entfielen. Bereits Ende Februar gab es einen Aufruf an die siebenbürgischen Bands, sich an einem Live-Stream am Freitagabend zu beteiligen bzw. vorproduzierte Videos für einen Digiball am Samstagabend einzusenden.

In unzähligen Telekonferenzen nahm das Programm Konturen an. Die Bundeskulturreferentin Dagmar Seck leitete einige Produktionen in die Wege und die SJD sollte wieder das Nachmittagsprogramm gestalten. Für die Dreharbeiten vor Ort wurden Hermann Depner (hd-kroft photography) und Bernd Breit (Eventolix Veranstaltungstechnik) hinzugezogen. Und dann kam der erneute Lockdown. Etliche Bands und Kulturgruppen mussten mangels Proben und Aufnahmemöglichkeit abspringen, andere konnten ihre Beiträge nur spät einsenden. Für Dagmar Seck, bei der die Kommunikationsfäden zusammenliefen, und Günther Melzer, der die Videos zusammenstellte und hochlud, wurden diese Verzögerungen zur Belastungsprobe.

In die Vorbereitungszeit fielen auch die Erstellung eines Ticket-Shops, über den die Festabzeichen verkauft wurden, und die vollständige Digitalisierung des Beitrittsprozesses zum Verband. Flankiert wurden die beiden Maßnahmen von Werbespots, die im Laufe des „Daheimattages“ (Wortbildung mit daheim und Heimattag) ins Programm eingebunden wurden.

Das Pfingstwochenende stand vor der Tür, und alles war vorbereitet für den Livestream am Freitagabend aus der Schranne in Dinkelsbühl. Erst am Mittwoch vor Pfingsten genehmigte das Landratsamt in Ansbach diese kleine Präsenzveranstaltung, die unter Einhaltung sämtlicher Auflagen durchgeführt wurde. Los ging es mit dem SJDFragenFreitag, unterhaltsam moderiert von Dagmar Seck auf siebenbürgisch-sächsisch und Natalie Bertleff auf deutsch. Die Livestream-Party mit TraunSound, Highlife und Kassettophon wurde von einem fünfköpfigen Team professionell in Szene gesetzt. Bernd Breit sorgte mit drei Kollegen und neun Kameras für professionelle Aufnahmen, während Hermann Depner dafür zuständig war, dass Bild und Ton in guter Qualität auf dem YouTube-Kanal und auf der Facebook-Seite des Verbandes ankamen. Die Online-Party kam mit über tausend Zuschauern ziemlich schnell auf Touren. Über den von YouTube angebotenen Livechat konnten die Zuschauer mit den Bands oder auch untereinander kommunizieren.

Die Aufnahmen für die Eröffnung am Pfingstsamstag um 14.00 Uhr wurden bereits am Donnerstag im Spitalhof gemacht und mit weiterem Material zusammengeführt. Neben Filmen von prominenten Rednern wie Armin Laschet und Markus Söder gab es unter anderem auch Auftritte von siebenbürgisch-sächsischen Kulturgruppen aus Übersee. Die Fränkische Landeszeitung und der Bayerische Rundfunk waren bei diesen Außenaufnahmen dabei und würdigten das Ereignis mit entsprechenden Berichten.

Wie die Dinkelsbühler den Heimattag sehen und ob sie ihn vermissen, konnte man in Interviews erfahren, die von Dagmar Seck und Bernd Breit vor Ort geführt wurden. Der SJD-Beitrag, „Singen vor dem Bildschirm“, wurde am Samstagvormittag auf dem gleichen Set, mit gleichem Equipment und Technikteam aufgezeichnet wie der Livestream am Freitagabend. Aufgrund technischer Schwierigkeiten konnte der Beitrag nicht wie geplant auf YouTube und Facebook hochgeladen werden. Dank eines ausgeklügelten Workarounds konnte der Beitrag auf den letzten Drücker zumindest auf YouTube hochgeladen werden, so dass die Premiere wie geplant stattfinden konnte.

Link zum Video Video vom Digi-Ball am Samstagabend. Die anderen Videos des Heimattages erreichen Sie über die Playlist in der Ecke oben rechts. Zu einer Überraschung wurde der Digi-Ball am Samstagabend. Trotz etlicher Absagen hatten elf Bands Video-Beiträge hierfür eingesendet. Die Produktion des Films war für Günther Melzer dementsprechend zeit- und ressourcenaufwendig. Mit einer Dauer von fünf Stunden ist es das längste Video, das Siebenbuerger.de bislang produziert und auf YouTube veröffentlicht hat. Facebook hingegen lehnte Teile des Videos aus Urheberrechtsgründen ab. Das Ergebnis aber begeisterte. Der Digi-Ball wurde zeitweise von über 1 200 Zuschauern verfolgt und machte so manches bislang unbekannte Talent der breiten siebenbürgischen Öffentlichkeit bekannt. Der Livechat von YouTube wurde auch während dieser Video-Premiere rege genutzt.

Der Pfingstgottesdienst am Sonntag war eine Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD – Hilfskomitee e.V., der Evangelischen Kirche Österreich, Radio Siebenbürgen und dem Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V.. Den Schnee, der zu sehen war, gab es im März in Geiselhöring, als der Gottesdienst in der hiesigen Kreuzkirche von Hermann Depner aufgenommen wurde. Der auf erfrischende Art und Weise gestaltete Gottesdienst erreichte bei der Erstausstrahlung bis zu 700 Zuschauer. Wenn man von Tradition sprechen will, dann war das Platzkonzert des Original Karpatenblech am Sonntag Mittag schon ein traditionelles Element des digitalen Heimattages, das sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit erfreute.

Hervorzuheben ist auch die Qualität der Produktionen, die die SJD zum digitalen Heimattag bot. Am Sonntagnachmittag waren das neben drei aufwendig inszenierten Tanzgruppenvideos auch der bekannte Sketch „Dinner fir Oinz“ in Mundart und die Kochshow „Knoblauch Klubb“. Die ebenfalls aufwendig inszenierte und sehr interessante „Late Night SJD“ erreichte am Sonntagabend auf twitch.tv leider nur ein kleines Publikum. Von gewohnt hoher Qualität waren die Beiträge von Eduard Schneider, der neben einem Film über die Heimattreffen in Großau und Freck im Sommer 2019 auch einen Auftritt des Trio Saxones Plus beigesteuert hat.

Trotz der widrigen Umstände haben viele Kulturgruppen keine Mühen gescheut und ihre Beiträge mit hohem Aufwand produziert. Nicht nur aus dem Verband selber, sondern auch aus den Partnerorganisationen in Deutschland, Übersee, Österreich und Siebenbürgen. Das Motto „Zusammen sind wir Heimattag“ wurde aber nicht nur von den Aktiven gelebt, sondern auch von den Zuschauern, die sich an den Mitmachaktionen und Livechats beteiligten.

Die Videos des Pfingstwochenendes 2021 erreichten auf YouTube bislang eine Wiedergabezeit von über 25 000 Stunden und auf Facebook von ca. 2 000 Stunden. Die Videos kann man auch nachträglich unter www.youtube.com/user/SiebenbuergerDE in der Playlist „Digitaler Heimattag 2021“ ansehen. Das gesendete Videomaterial wurde so strukturiert, dass man bei Sendeblöcken mit mehreren Programmpunkten per Klick direkt an die richtige Stelle springen kann.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Anschauen der Videos.

Hans-Detlev Buchner

Schlagwörter: Digitaler Heimattag 2021, Siebenbuerger.de, Internetportal, Webmaster, AK Internet

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