23. April 2022

Aktion Nothilfe für Deutsche aus der Ukraine: BdV für bislang rund 47 000 Euro Spenden dankbar

Seit Beginn der Spendenaktion „Nothilfe für Deutsche aus der Ukraine“ (siehe Aufruf des Bundes der Vertriebenen: Aktion Nothilfe für Deutsche aus der Ukraine), die der Bund der Vertriebenen (BdV) gemeinsam mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) und in enger Abstimmung mit den Partnerorganisationen der deutschen Minderheiten in den Nachbarländern der Ukraine ins Leben gerufen hat, sind rund 47 000 Euro von Privatpersonen und landsmannschaftlichen Gliederungen auf dem Spendenkonto eingegangen. Dies sei, so BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius, „ein tolles Ergebnis, zumal der BdV bislang nie mit Spendenaktionen in Erscheinung getreten ist“.
Über eine erste Verwendung der Gelder hat das BdV-Präsidium bereits entschieden. So sind 20 000 Euro an den Wohltätigkeitsfonds des Rates der Deutschen in der Ukraine (RDU) und 10 000 Euro für Hilfsaktionen der Evangelischen Kirche in Rumänien überwiesen worden. Mit dem RDU und seinem Wohltätigkeitsfonds wurde vereinbart, dass das Geld direkt zur Hilfe bedürftiger Angehöriger der deutschen Minderheit in der Ukraine eingesetzt wird, die in den vom Krieg besonders betroffenen Gebieten wie Mariupol, Kiew oder Odessa festsitzen oder auf der Flucht Unterstützung benötigen. Die Evangelische Kirche in Rumänien wiederum unterstützt Ukrainer, darunter auch viele Deutsche, denen die Flucht über die Grenze nach Rumänien gelungen ist und die dort Schutz suchen. Sie bringt die Betroffenen von der Grenze in Jugend- und Gemeindezentren wie etwa das kircheneigene Jugendzentrum in Seligstadt, versorgt sie mit Lebensmitteln und Medikamenten und kümmert sich auch um die nach den traumatischen Erfahrungen dringend notwendige Seelsorge. Dabei arbeitet sie eng mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) zusammen.

BdV-Präsident Fabritius erklärt: „Für den ersten Einsatz der Spendengelder war für uns entscheidend, wie sich die Kriegssituation entwickelt hat. Der Hilfsbedarf ist aktuell in der Ukraine selbst am größten. Dies bestätigt auch der Austausch mit dem Rat der Deutschen in der Ukraine und seinem Vorsitzenden, Wolodymyr Leysle, sowie mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten und ihrem Sprecher, Bernard Gaida. Außerdem wollen wir gezielt Aktionen unterstützen, die im Grenzgebiet ansetzen und von dort Flüchtlinge retten. Dabei gilt es, dort zu helfen, wo noch nicht ausreichend Spenden selbst eingeworben werden konnten.“

Erneut zeige sich, dass die Bilder von Krieg und Flucht große Empathie gerade auch bei den deutschen Heimatvertriebenen, Flüchtlingen, Aussiedlern und Spätaussiedlern auslösen. Zahlreiche eigene Hilfs- und Sammelaktionen seien das Ergebnis. „Ob das die Unterbringung von Flüchtlingen im Heiligenhof ist, die Organisation von Hilfstransporten durch die LmDR oder die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, viele eigene Aktionen in Landsmannschaften und Landesverbänden oder von denjenigen, die sich in ihren Städten und Gemeinden engagieren: Für diese ‚aktive Anteilnahme‘ am Schicksal der Ukraine und aller dort betroffenen Menschen bin ich allen Mitwirkenden und Spendern sehr, sehr dankbar“, so Fabritius abschließend.

Quelle: Bund der Vertriebenen



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Schlagwörter: BdV, Aktion, Spenden, Ukraine, Krieg, deutsche Minderheit, Flucht, Hilfe, DFDR, Evangelische Kirche, Bernd Fabritius

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