Bernd Fabritius erhält Bundesverdienstkreuz für sein europäisches Engagement
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 4. Juni im Berliner Schloss Bellevue den Bundesaussiedlerbeauftragten Dr. Bernd Fabritius (CSU) und vier weitere Politiker für ihr internationales politisches Engagement mit dem Bundesverdienstorden geehrt. Neben Sigmar Gabriel, ehemaliger Vizekanzler und SPD-Chef, seit 2019 Vorsitzender des Vereins „Atlantik-Brücke“, erhielten auch die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), der frühere Vorstand der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, Ralph Fücks, und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Maria Böhmer (CDU), die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (links) überreicht Bernd Fabritius das Bundesverdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Fotos: BMI
Die fünf Geehrten hätten sich „in unterschiedlicher Verantwortung den Herausforderungen gestellt, die für die Zukunft unseres Landes, für unsere Demokratie entscheidend sind“, sagte der Bundespräsident. Sie hätten Bedeutendes geleistet „zum Wohle unseres Landes, seines inneren Zusammenhalts, seiner demokratischen Kultur und seines Ansehens in der Welt“. Seit der UN-Vollversammlung in New York, bei der Deutschland tags zuvor die nötige Stimmen für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat verfehlt hatte, wüssten wir, „dass wir noch stärker gefordert sind, dieses Ansehen zu pflegen“, betonte Steinmeier. Er beglückwünschte die europäischen Mitbewerber, Österreich und Portugal, zur Wahl, sicherte aber gleichzeitig zu, dass Deutschland „weiterhin und noch intensiver für Frieden, Völkerrecht und Zusammenarbeit“ arbeiten werde.
Die Geehrten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Sigmar Gabriel, Elke Büdenbender (Gattin des Bundespräsidenten), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Maria Böhmer, Bernd Fabritius und Ralph Fücks stehen vor der Standarte und präsentieren ihre Verdienstorden.
In seiner Laudatio auf Bernd Fabritius bezeichnete Steinmeier den Deutschen Bundestag als eine der wichtigsten Institutionen, die Deutschlands Bild im Ausland prägen. „Als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Vorsitzender des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik hatten Sie entscheidenden Anteil daran, gute parlamentarische Kontakte in alle Teile der Welt zu etablieren und zu pflegen. In der Parlamentarischen Versammlung des Europarats haben Sie sich um die europäische Verständigung verdient gemacht. Sie haben darüber hinaus als langjähriger Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen mitgeholfen, Brücken der Versöhnung zu unseren Nachbarn zu bauen und die Lehren aus unserer Vergangenheit wach zu halten. Dass sich unsere Wege bei diesem Engagement immer wieder gekreuzt haben, freut mich auch persönlich. Ihre persönliche Geschichte – wie Sie einmal gesagt haben – verstehen Sie zugleich als Auftrag. Diesen Auftrag haben Sie im Amt des Beauftragten für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten fortgeführt, das Sie im vergangenen Jahr erneut übernommen haben. Und auch hier haben Sie sich große Verdienste erworben.“ Für sein Engagement wurde Bernd Fabritius mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Bernd Fabritius erklärte auf seiner Facebook-Seite, dass die Auszeichnung „eine ganz besondere Ehre“ für ihn sei. In seiner Laudatio habe der Bundespräsident „neben dem Wirken im Deutschen Bundestag, der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten insbesondere auch das proeuropäische Wirken und den Beitrag als Präsident des Bundes der Vertriebenen für eine europäische Verständigungspolitik gewürdigt. Damit gilt diese hohe Auszeichnung auch allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Bund der Vertriebenen und den Landsmannschaften, die diesen Weg mitgetragen haben“, schreibt Fabritius. Besonders gefreut habe er sich, „diese hohe Auszeichnung parteiübergreifend – gemeinsam mit Weggefährten wie Maria Böhmer (CDU), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) oder Sigmar Gabriel (SPD) – erhalten zu haben“. Auch die Anwesenheit der Botschafterin Rumäniens in Berlin, Adriana Stănescu, sei eine besondere Ehre für ihn gewesen.
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