7. Juni 2007

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Preisverleihungen 2007 in Dinkelsbühl

Vielfach erörtert und doch immer wieder anregend ist die Frage nach dem Verhältnis von Architektur und Musik. Der Genueser Architekturtheoretiker der Renaissance-Zeit, Leon Battista Alberti, beschrieb einst die Architektur als „Harmonie und Einklang aller Teile, die so erreicht wird, dass nichts weggenommen, zugefügt oder verändert werden könnte, ohne das Ganze zu zerstören“ (1452 in: „De re aedificatoria“). So betrachtet bot Georg Philipp Telemanns Konzert in c-Moll für zwei Trompeten und Orgel, interpretiert von Christian Fuss und Hans-Paul Fuss (beide Trompete) sowie Ilse Maria Reich (Orgel), das adäquate Klanggebäude für die diesjährigen Preisverleihungen am Pfingstsonntag in der Sankt-Pauls-Kirche zu Dinkelsbühl: nicht bloß funktional, vielmehr aufstrahlend feierlich. Der Raumbildenden Kunst besonders eng verbunden wissen sich die diesjährigen Träger des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreises: Prof. Dr. Paul Niedermaier und Dr. Hermann Fabini. Den Siebenbürgisch-Sächsischen Jugendpreis 2007 erhielt die Redaktion der Monatszeitschrift „Der Punkt“.
Als Amtsnachfolger von Dr. Wilhelm Bruckner begrüßte Konsulent Dr. Fritz Frank, Vorsitzender des Kulturpreisgerichts und Ehrenobmann des Bundesverbandes der Siebenbürger Sachsen in Österreich, zum Auftakt der glänzend besuchten Feierstunde die Veranstaltungsteilnehmer, namentlich den Vorsitzenden des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen, Dr. Paul Jürgen Porr, und den Kulturpreisträger des Jahres 2006, den Historiker Dr. Michael Kroner.

Wertvolle Arbeit geleistet

Seinem Vorgänger sprach Dr. Frank Dank und hohe Anerkennung aus für die wertvolle Arbeit, die der Ehrenvorsitzende der Landsmannschaft, Dr. Bruckner, in vierzig Jahren für den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis geleistet habe. Durch seine Intellektualität, klares Urteil, Qualitätsmaßstäbe und Fleiß habe er „dieses bedeutende Gebiet unseres Gemeinschaftslebens für alle Zeiten geprägt“. Unter dem Hinweis, dass sich in diesem Jahr die 40. Verleihungsveranstaltung für den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis ereigne, stellte Fritz Frank die Preisträger nebst ihren Laudatoren sowie die musikalischen Interpreten vor. Dass alle Preisträger des Jahres 2007 für in Siebenbürgen erworbene Verdienste ausgezeichnet wurden, dort, wo sie heute noch ihren Lebensmittelpunkt haben, ist bemerkenswert. Es scheint naheliegend, dass diese Entscheidungen auch ein Stück weit als Reverenz an die siebenbürgische Heimat zu verstehen sind; immerhin zieht Siebenbürgen 2007 mit dem Zusammenfall des EU-Beitritt Rumäniens und des Kulturhauptstadtjahrs von Hermannstadt die internationale Aufmerksamkeit nachgerade magnetisch an.

“Der (Ausgangs)Punkt“ – Mutige Wahl

Seit 1993 verleihen die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) und Studium Transylvanicum den Siebenbürgisch-Sächsischen Jugendpreis, in diesem Jahr an die Redaktion der in Hermannstadt herausgegebenen deutschsprachigen Monatszeitschrift „Der Punkt“ in Würdigung ihrer Verdienste um die kulturelle Jugendarbeit in Siebenbürgen. Die Laudatio hielt Jürgen Binder von Seiten der preisverleihenden Jugendorganisationen. Die Auszeichnung nahm Benjamin Jozsa als Mitbegründer und verantwortlicher Redakteur stellvertretend entgegen.

Benjamin Jozsa (2. von links) präsentiert den Preis, flankiert vom SJD-Bundesvorsitzenden Rainer Lehni (links außen), Laudator Jürgen Binder (3. v. links) und Dr. Gerald Volkmer (rechts außen) als Vertreter von Studium Transylvanicum. Foto: Josef Balazs
Benjamin Jozsa (2. von links) präsentiert den Preis, flankiert vom SJD-Bundesvorsitzenden Rainer Lehni (links außen), Laudator Jürgen Binder (3. v. links) und Dr. Gerald Volkmer (rechts außen) als Vertreter von Studium Transylvanicum. Foto: Josef Balazs

Zum dritten Mal geht der Siebenbürgisch-Sächsische Jugendpreis nach Siebenbürgen. Der Wermutstropfen: Das Erscheinen der ehrenamtlich realisierten Zeitschrift „Der Punkt“ wurde 2004 eingestellt aufgrund der zu hohen zeitlichen Inanspruchnahme des Redaktionsteams. Neben Benjamin Jozsa wirkte auch Winfried Ziegler als Mitbegründer und ständiger Mitarbeiter ehrenamtlich. In seiner Laudatio stellte Jürgen Binder das Periodikum vor. Ursprünglich gedacht als Kommunikationsmedium des Hermannstädter Jugendforums, wurde „Der Punkt“ bald nach seinem ersten Erscheinen im April 1995 zur Zeitschrift der Jugendorganisation „Siebenbürgen – Neue Einstellung“, im Herbst 1998 dann zum Kommunikationsmedium des Dachverbandes „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien“. Wandelte sich auch die Funktion, so blieb der Name doch immer gleich: „Der Punkt“, den die Redaktion nicht als Schluss-, sondern als Ausgangspunkt verstanden wissen wollte; die Dinge, ob historisches oder literarisches Sujet, sollten auf den Punkt gebracht werden. Sukzessive erwarb sich das in der Honterus-Druckerei in Kronstadt gedruckte Blatt das Profil einer „bewährten historisch-literarischen Zeitschrift“, so Binder. Erschienen von der zweiten Auflage bescheidene 150 Exemplare, so stieg die Auflagenhöhe, als die Kooperation mit der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien begann, auf immerhin 3 500. Hauptverantwortliche dieser Erfolgsgeschichte waren die beiden gebürtigen Hermannstädter Benjamin Jozsa (Jahrgang 1973) und Winfried Ziegler (Jahrgang 1975). Jozsa, seit 2006 Geschäftsführer des Siebenbürgenforums und zugleich Leiter des Honterus-Verlags in Hermannstadt, hatte zunächst die Ausbildung zum Grundschullehrer absolviert und sieben Jahre als solcher gearbeitet, hat dann in Hermannstadt Germanistik und Romanistik studiert, ehe er zum Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien wechselte. Ziegler, der in Hermannstadt Geschichte studiert hat, ist, neben weiteren Funktionen, seit 2003 Geschäftsführer des Dachverbandes „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen“. Den Siebenbürgisch-Sächsischen Jugendpreis 2007 erhält die Redaktion von „Der Punkt“ „für ihre hervorragenden Verdienste um die kulturelle Jugendarbeit in Siebenbürgen und ihr Wirken im Geiste der Völkerverständigung“ (Urkunde). Benjamin Jozsa nannte die Entscheidung der Jury eine mutige, da sich die Jugendzeitschrift zwar großer Beliebtheit erfreut hätte, gleichwohl aber auch umstritten gewesen sei aufgrund kritischer Veröffentlichungen. Die journalistische Arbeit gehe jedoch weiter, sodass man feststellen könne: „‚Der Punkt’ ist seit drei Jahren tot. ‚Der Punkt’ lebt!“

Vielschichtiges Lebenswerk

Pointiert formulierte der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft, Volker Dürr, in seiner Laudatio auf die beiden diesjährigen Kulturpreisträger Prof. Dr. Paul Niedermaier und Dr. Hermann Fabini: „Zwei Leben, der gleiche Beruf, zwei Lebenswerke mit sich ergänzenden Schwerpunkten in entgegengesetzten Zeiten und nunmehr in einem vereinigten Europa!“ Eingangs seiner Rede erinnerte sich der Bundesvorsitzende an seine erste Begegnung mit den beiden Persönlichkeiten, die er, ebenfalls von Metier Architekt, 1990 in Hermannstadt kennen lernte im Zusammenhang mit der Errichtung des Altenheims „Dr. Carl Wolff“ (Fabini) bzw. anlässlich eines Besuchs im Forschungsinstitut (Niedermaier). In seiner Laudatio widmete sich Dürr zunächst dem geringfügig Älteren.

Applaus für die Kulturpreisträger Prof. Dr. Paul Niedermaier (2. von links) und Dr. Hermann Fabini (3. von links) spenden der Laudator Dip.-Ing. Arch. Volker Dürr (links außen) und Konsulent Dr. Fritz Frank (rechts außen). Foto: Lukas Geddert
Applaus für die Kulturpreisträger Prof. Dr. Paul Niedermaier (2. von links) und Dr. Hermann Fabini (3. von links) spenden der Laudator Dip.-Ing. Arch. Volker Dürr (links außen) und Konsulent Dr. Fritz Frank (rechts außen). Foto: Lukas Geddert

Prof. Dr. Paul Niedermaier kam am 25. Juli 1937 als Sohn des Direktors der Transsylvania Versicherungsgesellschaft, Hermann Niedermaier, und seiner Frau Grete, geb. Wittstock, in Hermannstadt zur Welt. Hier besuchte er die Technische Mittelschule für Hoch- und Tiefbau, um anschließend in Bukarest sein Architekturstudium zu absolvieren. Er promovierte über das Thema „Die Entwicklung der mittelalterlichen Stadtkerne Siebenbürgens bis zum Ende des 16. Jahrhunderts“. Erste Berufserfahrungen sammelte er in einem Entwurfsbüro in Temesvar. Von 1963 bis 1971 leitete der Architekt die Restaurierungsabteilung des Brukenthalmuseums. Seit 1971 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum und –institut in Hermannstadt, wurde der Preisträger 1994 Direktor des Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften in Hermannstadt. Es folgten die Berufung als außerordentlicher (1995) und als ordentlicher Professor für Städtegeschichte (1999) der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt. Von 2000 bis 2002 wurde Niedermaier dann als außerordentlicher Professor für Architekturgeschichte der rumänisch-deutschen Universität Hermannstadt berufen. 2003 erfolgte nach seiner Emeritierung die Ernennung zum „beratenden Professor“ als „Hauptforscher I“ und Direktor des Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften. Dürr zählte eine Reihe von Mitgliedschaften in renommierten akademischen Gremien auf. Die Mitgliedschaft im Vorstand des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg, im wissenschaftlichen Beirat des Siebenbürgen-Instituts an der Ruprecht-Universität Heidelberg sowie im Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München lägen dem gebürtigen Hermannstädter besonders am Herzen, so Dürr, der auch dessen aktive Mitarbeit innerhalb der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien ansprach (Kurator von Hermannstadt, Bezirks- und Landeskirchenkurator).

Im Zentrum seiner Forschungsarbeit stand die wissenschaftliche Abhandlung des Städtebaus in Siebenbürgen und Westrumänien, einschließlich der Randgebiete, Siedlungs-, Bevölkerungs-, Wirtschafts-, Städte- und Architekturgeschichte. Aus Niedermaiers Forschungsarbeit resultierten vier Bücher und achtzig kleinere Publikationen, Studien und Mitteilungen in Büchern und Zeitschriften, die in rumänischer und auch in deutscher Sprache erschienen sind.
Der Laudator würdigte Niedermaiers „große Bedeutung für die Erhaltung und Pflege der siebenbürgisch-sächsischen Kulturbauten“ im Zuge seines „ehrenamtlichen und verantwortungsvollen Wirkens als Vorsitzender der regionalen Denkmalkommission Siebenbürgen“ (bis Ende 2005). Er sei auch maßgeblich beteiligt gewesen am Aufbau verschiedener Freilichtmuseen in Rumänien, vorneweg des Hermannstädter Freilichtmuseums der bäuerlichen Kunst im Jungen Wald.
Als weiteren verdienstvollen Wirkungsbereich des Preisträgers würdigte Volker Dürr sein gesellschaftspolitisches Engagement. Seit 1990 habe sich Niedermaier im Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien in verschiedenen Funktionen, seit 2004 im Stadtrat von Hermannstadt, „für das Gelingen der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadtfunktion Hermannstadts“ erfolgreich eingesetzt. Gleiches gelte für sein Engagement bei der Erstellung der Bewerbungsdokumentation für die Kandidatur Hermannstadts zur Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Prof. Dr. Paul Niedermaier wurden nationale wie internationale Preise und Auszeichnungen zugesprochen. Als Krönung dieser Anerkennungen hob Dürr die 2002 erfolgte Wahl zum Mitglied der Rumänischen Akademie der Wissenschaften hervor, eine Ehre, die bisher lediglich fünf Persönlichkeiten unter den siebenbürgisch-sächsischen Forscher zuteil geworden war. Der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis 2007 wurde ihm dafür zuerkannt, dass er sich „mit seinem Lebenswerk als Siedlungshistoriker und Baugeschichtler, Forscher und Publizist, Universitätsprofessor und engagierter kirchlicher Verantwortungsträger für die Erhaltung des siebenbürgisch-sächsischen Kulturerbes im Sinne der Erfüllung einer wichtigen Brückenfunktion bei der Völkerverständigung zwischen Rumänien, Deutschland und Ungarn beispielhaft eingesetzt“ hat, so der Laudator.

Niedermaier dankte dem Bundesvorsitzenden „für die schöne und umfassende Laudatio“ und dem Kulturpreisgericht für diese „große Ehre“. Dies sei „nicht der erste Preis, den ich außerhalb Rumäniens bekomme, aber der Preis, der mir am meisten am Herzen liegt, weil er nicht von Fremden kommt, sondern von Brüdern“. Den materiellen Teil des Preises werde er dem Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde stiften, dem eine „enorme Bedeutung hinsichtlich unser aller Selbstfindung und Selbstlegitimation“ zukomme, so Niedermaier.

Preisgekrönter Architekt und Denkmalpfleger

Der andere Preisträger, der Architekt Dr. Ing. Hermann Fabini, wurde am 8. Oktober 1938 in Kronstadt geboren als Sohn von Julius Fabini, eines leitenden Mitarbeiters in der Papierfabrik Buşteni, und seiner Ehefrau Jeanette, geb. Ernst. Wie Paul Niedermaier studierte auch Hermann Fabini in Bukarest Architektur, promovierte über den gotischen Wohnungsbau in Siebenbürgen und begann seinen Berufsweg als Stadtarchitekt in Mediasch (1962-68). 1968 übernahm der Architekt die Leitung der Bauabteilung beim Landeskonsistorium in Hermannstadt, drei Jahre später wechselte er in die staatliche Denkmalpflege, in der er bis zur Auflösung der Institution durch Ceauşescu im Jahr 1977 wirkte. Tätigkeiten beim Kreis-Kommunalunternehmen und, von 1987 bis 1990, als Kulturreferent des Landeskonsistoriums schlossen sich an. Seit 1990 ist Dr. Fabini als freischaffender Architekt erfolgreich tätig, führte Dürr in seiner Laudatio aus.
Der Preisträger brachte und bringt seine Erfahrungen in diversen Funktionen ein, sei es als Mitglied des Landeskonsistoriums der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, als Kurator der Kirchengemeinde Hermannstadt, in der Landeskommission für Denkmalpflege in Bukarest oder im wissenschaftlichen Beirat von EUROPA NOSTRA. Darüber hinaus engagiert(e) er sich gesellschaftspolitisch als Senatsmitglied im Parlament Rumäniens (2000-2004) und ab 2002 im Stadtrat von Hermannstadt.
Dürr betonte die „überaus rege publizistische Tätigkeit“ des Preisträgers. Neben den wichtigen Buchveröffentlichungen „Gotik in Hermannstadt“, „Baugeschichtliche Entwicklung von Alt-Hermannstadt“ oder „Kirchenburgen in Siebenbürgen“ verwies er auf eine Reihe von Fachbeiträgen, Zeitungsartikeln und sonstigen Veröffentlichungen in der rumänisch-deutschen und der rumänischen Presse wie auch in ausländischen Fachzeitschriften, ferner auf die Herausgabe von Bildbänden, Wandkalendern und Ansichtskarten sowie auf die Hefte-Reihe „Baudenkmäler in Siebenbürgen“. Mit dem „Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen“, dessen erster Band 1997 und dessen zweiter Band 1999 erschienen ist, habe Dr. Fabini „ein umfassendes Standardwerk der siebenbürgischen Baugeschichte geschaffen“.

Bei den zahlreichen bedeutenden Projekten, die der Architekt und Denkmalpfleger bearbeitet und betreut hat, darunter Dorf- und Stadtkirchen, Profanbauten und Kirchenburgen, „ging es von der Substanzerhaltung über die Restaurierung bis hin zum künstlerischen und historischen Detail“, so Dürr. Fabini habe hierin „seine wissenschaftliche Arbeit, seine umfassenden Kenntnisse über die Bauwerke in ihrem gesellschaftlichen Kontext und seine Leistungen als Architekt und Denkmalpfleger“ einfließen lassen. Beispielhaft hob der Laudator die Kirchenburgen in Mediasch, Rohrbach, Wurmloch, Honigberg und Birthälm hervor. Für die Restaurierung der Birthälmer Kirchenburg erhielt Fabini 1991 das EUROPA NOSTRA-Diplom. Ein Jahr später wurde die Kirchenburg in die Liste des Weltkulturgutes der UNESCO aufgenommen. Neben weiteren Ehrungen und Preisen, u. a. dem Europa-Preis für Denkmalpflege der Alfred-Töpfer-Stiftung, wurde der Hermannstädter im Jahr 2000 vom damaligen rumänischen Staatspräsidenten als Ritter des Verdienstordens ausgezeichnet. 2004 wurde ihm für die Restaurierung des Schaser-Luxemburg-Hauses in Hermannstadt der Preis des Kulturministeriums in Bukarest verliehen. Den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis 2007 erkannte das Kulturpreisgericht Dr. Hermann Fabini zu „in Würdigung seiner Verdienste um die Erforschung und Bewahrung des baulichen Kulturgutes der Siebenbürger Sachsen und seines Wirkens für deren kirchliche und weltliche Gemeinschaft“.

In seinen Dank schloss der Preisträger neben dem Laudator und der Jury des Preisgerichts seine Ehefrau Alida ein. Dr. Fabini rief drei „kurze Momentaufnahmen“ aus seiner Laufbahn in Erinnerung, darunter diese: Als er einst in der Brukenthalschule in Hermannstadt zu tun hatte, entdeckte er ein Medaillon, das er fachmännisch restaurierte und an seinem ursprünglichen Ort wieder platzierte. Dieses trug die lateinische Inschrift TIMOR DOMINI INITIUM SAPIENTIAE, die fortan sein Leitspruch wurde: „Die Furcht vor dem Herrn ist der Anfang der Wissenschaft“.

Das „letzte Wort“ der diesjährigen Preisverleihungen hatte – ganz im Geiste der Harmonie und des Einklangs – die Musik mit dem Andante und dem Allegro aus Telemanns Konzert in c-Moll.

Christian Schoger


Schlagwörter: Kulturspiegel, Heimattag, Jugend, SJD

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