29. November 2014

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Diakonie aus Siebenbürgen stellt sich in Berlin vor

Ein Festgottesdienst mit anschließendem Empfang in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin bildete den Rahmen für das Jubiläum der Aktion „Kirchen helfen Kirchen“ am 2. November. Seit sechzig Jahren werden vor allem Kleinprojekte von reformierten und unierten Partnerkirchen gefördert, vielerorts wird damit diakonische Arbeit unterstützt. Über 170 Besucherinnen und Besucher, darunter viele Gäste aus den Mitgliedskirchen des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung (EWDE), die das Programm „Kirchen helfen Kirchen“ mit Sondermitteln unterstützen, nahmen an diesem besonderen Gottesdienst teil.
„Die EU-Osterweiterung hat die Armut in osteuropäischen Ländern keineswegs überwunden“. In Tschechien unterstützt die Kirche Arbeitsmigrantinnen und Migranten aus Rumänien und Bulgarien, oftmals Roma, die in sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen stehen. Pfarrer Jan Dus unterstrich in seiner Predigt, wie wichtig die diakonische Arbeit sei. Die Kirchen leisteten eine zentrale Arbeit, christliche Nächstenliebe werde erfahrbar und strahle aus.

Zusammen mit Martin Germer, Pfarrer der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, und Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin des EWDE, gaben die Gäste aus Mitglieds- und Partnerkirchen dem Gottesdienst einen würdigen Rahmen. Professor Dr. Claudia Warning, in deren Vorstandsbereich das Programm „Kirchen helfen Kirchen“ bearbeitet wird, dankte beim anschließenden Empfang den Gästen von nah und fern für ihr Kommen. Konsistorialpräsident Ulrich Seelemann von der gastgebenden Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, betonte, wie wichtig die Kleinprojektförderung sei. Sie ermögliche schnelle direkte Hilfe von Bedürftigen durch die Partnerkirchen und ihre Einrichtungen.Präsidentin Füllkrug-Weizel (2. von links) im ...Präsidentin Füllkrug-Weizel (2. von links) im Gespräch mit Pfarrer Cosoroabă bei der Ausstellung. Dr. Stefan Cosoroabă, Pfarrer der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien, stellte im Anschluss eine Ausstellung mit Bildern aus der diakonischen Arbeit seiner Kirche vor. Diese Arbeit werde seit Jahren von „Kirchen helfen Kirchen“ gefördert und habe große Bedeutung. Sie sei ein konkretes Beispiel, wie Kirchen Menschen in Armut und Not helfen. Und da nicht die Kirchen als Institution direkt helfen könnten, sondern ihre Angestellten und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, werde diese Hilfe von Mensch zu Mensch geleistet. Das Programm „Kirchen helfen Kirchen“, schloss Cosoroabă, ermögliche seit 60 Jahren, dass Menschen Menschen helfen können.

Rania Al-Sahhoum

Schlagwörter: Diakonie, Berlin, Ausstellung, Soziales

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