31. Mai 2016

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Zweiter Arbeitseinsatz am Großauer Friedhof

Vom 27. April bis 1. Mai 2016 fand wieder ein Arbeitseinsatz am Großauer Friedhof statt. Das Unkraut wurde gejätet, das teilweise bis zu einem halben Meter hohe Gras gemäht und die Grabplatten wurden gesäubert. Diese Leistungen mussten für etwa 500 Gräber realisiert werden. Ziel war es, an den Erfolg des vorjährigen Einsatzes anzuknüpfen.
Doch diese Absicht drohte anfangs fast zu scheitern: Heuer standen weniger Arbeiter zur Verfügung. Ein Warnstreik am Flughafen München ließ 743 Flüge ausfallen, darunter auch den Flug von Marianne und Hans Liebhart. Doch sie disponierten kurzfristig um und organisierten eine Mitfahrgelegenheit im Fernbus. Weiterhin kam noch der vorösterliche orthodoxe Feiertag am 29. April hinzu, ein Tag, an dem die benzinbetriebenen Gerätschaften wie Rasenmäher und Trimmer ruhen sollten. Ein weiterer unbeeinflussbarer Faktor war das Wetter. Seit dem 28. April gab es wechselhafte Witterungsverhältnisse: Regen weichte den Friedhofsboden auf und das Gras sog sich mit Wasser voll.

Der Organisator Mathias Krauss musste sich den Gegebenheiten sehr schnell anpassen und plante die Arbeiten kurzfristig um. Man achtete darauf, dass immer etwas getan wurde, um unnötige Unterbrechungen zu vermeiden. Diesmal waren auch Rosine und Edward Stieger mit dabei, die dieses Projekt tatkräftig unterstützten. Das Interesse der Öffentlichkeit und somit auch der Bevölkerung war spürbar. Ein einheimischer Rumäne überraschte die Helfer auf dem Friedhof mit einem frischgebackenen Brot mit Schmalz (Fett) und einem hausgemachten köstlichen Wein. Die Hermannstädter Zeitung schickte einen Reporter vorbei, um diese Begebenheiten zu dokumentieren. Hierfür stand Dagmar Baatz mit Rede und Antwort bereit. Eine Familie, ehemalig aus Stolzenburg, verbrachte einen Teil ihres Urlaubs in Großau und besuchte zufällig den Friedhof. Christian Ramsauer nahm sich dieser Leute an und erzählte, was vor Ort vorging. Sie waren zutiefst überrascht und schier fassungslos, was hier geleistet wurde. Selbst vom Landeskonsistorium kamen Besucher, die Referenten für Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Kirchenburgen und der EKR (Evangelische Kirche A.B. in Rumänien), Ruth István und Stefan Bichler. Großauer Friedhofsanlage vor Beginn des ...Großauer Friedhofsanlage vor Beginn des Arbeitseinsatzes. Von Tag zu Tag wurden die Beine schwerer, die Arme spürte man kaum noch. Befürchtungen traten ein, dass die „Messlatte“, die letztes Jahr mit der Friedhofsarbeit gesetzt wurde, zu hoch war, um es dieses Jahr gleichzutun. Der Wille der Arbeitenden war jedoch eisern und ungebrochen, das Vorhaben unter allen Umständen zu beenden. Am 30. April kurz vor 20.00 Uhr war es soweit, das gesteckte Ziel wurde erreicht und sogar noch weit übertroffen. Das stellten die Anwesenden erst später fest. Es wurde nicht nur der Friedhof auf Vordermann gebracht, sondern auch die Gartenanlage im Pfarrhof. Sogar die Heimatstube in der Kirchenburg zu Großau wurde gereinigt und die Exponate arrangiert. Als Resümee können alle Beteiligten voller Stolz behaupten, dass die „Messlatte“ in diesem Jahr mit geschickter Organisation, Ehrgeiz und starker Motivation einen Meter höher als letztes Jahr gesetzt wurde. Friedhofsanlage nach Beendigung des ...Friedhofsanlage nach Beendigung des Arbeitseinsatzes. Der Sonntag war für viele nicht nur der Tag der Abreise, sondern auch der Tag, an dem sich die noch in Großau verbliebenen Landsleute mit dem Arbeitsteam zum Gottesdienst einfanden. Es war wieder ein gelungener Auftakt, den die Gemeinschaft in den letzten Tagen hervorgebracht hatte. Feste Zusagen für den Arbeitseinsatz im nächsten Jahr sind jetzt schon eingegangen. Jeder weitere entschlossene Helfer ist gern gesehen und herzlich willkommen.

Christian Ramsauer

Schlagwörter: Großau, Friedhofspflege

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